Moby – Play (inkl. Audio-CD)

Music/Compilation
Music/Compilation

[Einleitung]
Die Mute Tonträger GmbH bringt uns frisch aus der Produktion eine DVD mit interessantem Inhalt eines interessanten Künstlers – die Rede ist von Moby. Nach seinem CD-Audio Album „Play“ folgt nun die DVD mit einer Videocollection ausgesuchter Clips, mit dem gleichen Namen. Wir sahen uns „Moby Play – The DVD“ genauer an berichten und bewerten die Leistung…

[Inhalt + Kommentar]
Eine Geschichte wie in den üblichen Filmen auf DVD-Video gibt es bei einer solchen DVD natürlich nicht. Selbstverständlich haben sich der Künstler und der Regisseur auch bei den hier vorliegenden Videoclips einiges gedacht und auch an Story erfolgreich transferiert – doch ist das halt ein großer Unterschied. Diese DVD ist mit z.B. der „Falco“-DVD zu vergleichen, einen Test dieser gibt es hier.

Nach dem Auspacken (cooles Design des Covers!) und Einlegen der DVD begrüßt uns ein einfaches Menü mit dem Cover der Musik-CD „Play“ als Hintergrund. In 6 Teile wurde der Inhalt der Disc aufgegliedert: Play Videos, Moby’s Megamix, Give An Idiot A Camcorder, Live On TV Jools Holland, Choose Audio und Play The Computer.

Hinter dem ersten Menüpunkt „Play The Videos“ verbirgt sich der Zugriff auf die insgesamt 10 Videos auf dem Datenträger. Es handelt sich dabei praktisch um Mobys bekanntesten und erfolgreichsten Stücke der letzten Zeit. 5 der Videoclips wurden in den USA bisher nicht veröffentlicht, hier eine Liste:

* Play The Videos
Bodyrock (Auditions) (Frederick Bond)
Honey (Roman Coppola)
Find My Baby (Barnaby And Scott)
Porcelain (Jonas Akerland)
Natural Blues (David La Chapelle)
Bodyrock (Frederick Bond)
Run On (Mike Mills)
Why Does My Heart Feel So Bad (Animated)
Natural Blues (Animated)
Porcelain (Nick Brandt)

Die Videoclips unterscheiden sich untereinander stark und wurden technisch und somit visuell auch hochwertig umgesetzt. Dabei gibt es Aufnahmen verschiedenster Arten und Stile. Das erste Video „Bodyrock“ zeigt einen Zusammenschnitt der Proben von Leuten, die den später im Video auftretenden Tänzer spielen wollten – einfach köstlich anzusehen. Einige Clips wurden „naturalistisch“ gefilmt, andere wiederum sind animiert im Stil eines Zeichentrickfilms. Insgesamt machen sie alle Spaß anzusehen und bieten zudem eine Klasse Auswahl an guten Moby Stücken.

Hinter dem Punkt „Moby’s Megamix“ verstückt sich geballte Soundladung! Rund 90 Minuten Moby Mixes mit netten Animationen auf der Mattscheibe – und natürlich alles im sehr gelungen abgemischten Dolby Digital 5.1-Tonformat – doch dazu später etwas mehr. Im Einzelnen sieht die 18 Titel lange Playlist wie folgt aus:

Exzellente Technik
Exzellente Technik
* Moby’s Megamix
Porcelain (Futureshock Remix)
Natural Blues (Katcha Mix)
Honey (Sharam Jey’s Sweet Honey Mix)
Bodyrock (Olav Basoski’s Da Hot Funk Da Freak Funk Mix)
Natural Blues (Peace Division Dub)
Run On (Dani Kong Mix)
South Side (Pete Heller Park Lane Vocal)
Why Does My Heart Feel So Bad (Katcha Mix)
Natural Blues (Perfected Remix)
Why Does My Heart Feel So Bad (Ferry Corsten Remix)
Porcelain (Torsten Stenzel’s Vocaldubmix)
South Side (Hybrid Dishing Pump Instrumental)
Natural Blues (Mike D Remix)
Ru On (Moby’s Young & Funky Mix)
Honey (Moby’s 118 Remix)
Bodyrock (Rae & Christian Remix)
Run On (Dave Clarke Remix)
Porcelain (Clubbed To Death Version By Rob Dougan)

Hier ähnelt sich zwar die visuelle Unterstützung untereinander sehr, dafür gibt es aber akustisch etwas besonderes geboten – immerhin 18 Mixes und Remixes, die insgesamt alle als gute Tracks zu bezeichnen sind.

Als nächstes in der Menüreihenfolge kommt der Part „Give An Idiot A Camcorder“. Dieser Teil besteht aus einem rund 22minutenlangen Zusammenschnitt verschiedenster Szenen von Touring, Auftritten, Aufenthalten in verschiedenen Locations und vielem mehr. Stellenweise witzig und interessant – aber der Titel ist Programm, so dass neben schönen Impressionen von Sets und Reisen auch viele alberne Szenen enthalten sind.

„Live On TV Jools Holland“ zeigt noch einmal 6 Videos von Auftritten im Fernsehen, also können weitere 23 Minuten Musik und Bild zum Zähler hinzuaddiert werden. Hier ist die Acoustic-Version von „Porcelain“ wirklich toll anzuhören.

[Technik]
Kurz und schmerzlos geht es bei „Choose Audio“ um den Kern von Moby: nämlich Musik. Auszuwählen ist das Format des Tons, entweder im Stereo 2.0- oder aber im Mehrkanaltonformat Dolby Digital 5.1 können die verschiedenen Stücke genossen werden. Die technische Umsetzung des Tons gelang gut. Der diskrete 5.1-Ton ist natürlich der Stereo-Variante vorzuziehen. Ein entsprechendes Wiedergabegerät dankt einem dann das Signal mit einer hochwertigen Wiedergabe von Bass, Höhen und Tiefen. Ein voluminöser und runder Klang wird geboten – und das hören wir gerne, rauschfrei und klar.

Unter dem letzten mit Inhalt gefüllten Menüpunkt „Play The Computer“ befindet sich ein DVD-Part. Hier kann ein Player installiert werden, mit dem der Benutzer dann die Möglichkeit erhält, zwei verschiedene Moby-Tracks selbst zu re-mixen… eine nette Spieleri.

[Fazit]
Insgesamt bleiben fürs Fazit nahezu nur deutlich positive Worte zu verlieren. Das DVD-Set besteht aus einer Audio-CD und der DVD mit obigen Inhalt. Auf der ersten Scheibe befindet sich Nahrung für den heimischen CD-Player in Form des langen Megamixes. Der üppige und sinnvolle Inhalt befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) und wurde mit einem einfachen und ausreichend ansprechenden Menü bestückt. Der Ton hört sich gut an und die Leistungen der visuellen Präsentation können sich ebenfalls mehr als nur sehen lassen. Das Geschehen spielt sich im Vollbildformat 4:3 (1.33:1) ab und leistet rundherum überdurchschnittliche Werte bei der Darstellung. „Moby Play – The DVD“ macht Spaß und gefällt, denn das Sets wurde gut ausgestattet und kommt mit einem fairen Preis von rund 50,- DM daher. Jedem wärmstens zu empfehlen, der die Musik von Moby mag – eine wirklich gute Disc!

Andre Schnack, 25.07.2001

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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