My Big Fat Independent Movie

Comedy
Comedy

[Einleitung]
Nachdem von Buena Vista Home Entertainment die Sammel-Parodie „Scary Movie 4″ in den Handel kam. Nun kommt von EuroVideo der 2005 unter der Regie von Philip Zlotorynski abgedrehte Titel „My Big Fat Independent Movie“ ins Haus geflattert und unterzieht sich dem DVD-Check. In den Hauptrollen sind Paget Brewster, Neil Barton und Eric Hoffman zu sehen. Die Comedy, welche scheinbar nur aus Anspielungen auf andere Filme zu bestehen scheint, entstand nach einem Drehbuch von Chris Gore und Adam Schwartz.

[Inhalt]
Zwei Auftragskiller sind auf dem Weg nach Las Vegas um den größten Raub ihres Lebens zu begehen. Auf dem Weg dorthin kommen sie in allerlei unmögliche Situationen und treffen auf die skurillsten Leute. Ist das alles Wirklichkeit oder sind beide in einem schlechten Film gelandet? Werden die beiden jemals Las Vegas erreichen oder werden sie von den Mexikanischen El Mariachi Killern aufgehalten?
(Quelle: EuroVideo)

[Kommentar]
Was ist denn das? – dachte ich nach bereits wenigen Minuten der Ansicht. Denn Humor kam nicht wirklich auf und Unterhaltung wollte sich dadurch bedingt – denn es handelt sich ja schließlich um eine Comedy – auch nicht einstellen. Unpassende und flache Sprüche versuchen die Wirren der Filmschnipsel etwas aufzulockern und halbwegs erträglich zu gestalten, was jedoch nur bedingt gelingt. Denn es reicht ganz einfach nicht aus mit mittelprächtigen bis schlechten Darstellern Situationen großer, erfolgreicher Filme und Kultstücke nachzuspielen. Etwas eigenes ist dabei immer von Bedarf, wird hier jedoch nur durch schlechte Sets, Masken und einen Humor, der einfach nicht witzig ist, geliefert.

Hin und wieder erscheinen Momente auf der Mattscheibe, die sich versuchen an ihren Vorbildern zu ergötzen, in dem sie das Geschehen durch den Kakao ziehen. Je nach Geschmack des Betrachters kann man darüber lachen oder aber den Kopf schütteln. Hinzu kommt eine nicht gerade saubere Synchronisation ins Deutsch und nur mäßige Kostüme und Sets. Von der musikalischen Begleitung einmal abgesehen, denn diese ist nur selten wichtig und setzt nicht immer dann ein, wenn es sinnvoll erscheint.

[Technik]
„My Big Fat Independent Movie“ weist aus technischer Sicht leider keine Lichtblicke in der Bewertung der DVD auf. Der anamorphe Breitbild-Transfer findet im 16:9- Format statt und bemisst sich dabei auf ein anamorph codiertes Seitenformat von 1.85:1. Von Beginn an fällt auf, dass irgendetwas mit dem Bild nicht zu stimmen scheint. Eine sehr sonderbare Farbgebung sticht ins Auge, ebenso ein starker Nachzieheffekt und hohe Unschärfen im Geschehen. Das alles passt natürlich nicht zur Tatsache, dass es sich um einen recht aktuellen Film handelt. Rauschen und Kompressionsartefakte halten sich in Grenzen, insgesamt wirkt das Bild jedoch leider nicht einmal durchschnittlich.

Der Ton gibt sich verhalten. Bei der Originaltonspur handelt es sich um einen englischsprachigen Dolby Digital 2.0-Sound. In der deutschen Synchronfassung wurde daraus ein Dolby Digital 5.1-Ton gemacht. Ob dieser durch up-mixing oder aber neues Aufnehmen entstand, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wobei eine Neuaufnahme des Tons unwahrscheinlich erscheint. Seine Leistungen sind für einen Mehrkanalton nicht sonderlich gut. Weniger hochwertig in der Aussteuerung ertönen nicht sehr häufig Effekte auf den hinteren Lautsprechern, was zum Teil auch am ruhigen Filminhalt liegen mag. Die Sprachausgabe bleibt hingegen verständlich.

[Fazit]
Im Pressetext finden wir folgende Passage vor: „Eine Parodie auf mehr als 30 Kult-Filme, von „Pulp Fiction“, bis „Die wunderbare Welt der Amelie“, von „My big fat greek wedding“ bis „Desperado“.“ – ja, dass stimmt auch. Und es werden eine unheimlich hohe Anzahl an Filmen parodiert, nur hebt es das Gesamtergebnis dieser DVD eben leider nicht in eine Region, welche die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) attraktiv erscheinen lassen. Zu deutlich sind die technischen Mängel, zu sehr Geschmackssache der rund 90 minutenlange Inhalt, welcher sich nach der 83. Minute in den Abspann verabschiedet. Als einziges Extra gibt es über das ordentlich gestaltete Menü einen Audiokommentar auszuwählen. „My Big Fat Idependent Movie“ erscheint mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren am 12. Oktober zu einem Preis von rund 15,- Euro.

Andre Schnack, 18.09.2006

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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