Nachts im Museum 3 – Das geheimnisvolle Grabmal

Adventure/Comedy/Family
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[Einleitung]
Bei diesem Film ist eigentlich nach dem Lesen des Titels klar, worum es hier wohl gehen wird: „Nachts im Museum 3 – Das geheimnisvolle Grabmal“ (Originaltitel: Night at the Museum: Secret of the Tomb). Jawohl, erneut durchlebt eine Herde zum Leben erwachter Ausstellungsstücke eines Naturkundemuseums ein komisches und spannendes Abenteuer. Regisseur Shawn Levy schuf nach einem Drehbuch von David Guion und Michael Handelman. In den führenden Rollen sehen wir neben Ben Stiller auch wieder Owen Wilson, Steve Coogan und Robin Williams vor der Kamera. Diese High Definition Heimkino-Fassung erblickt im Rahmen des Twentieth Century Fox Home Entertainment Programms das Licht des Video-Handels.

[Inhalt]
Nachtwächter Larry (Ben Stiller) und seine historischen Freunde aus dem Museum wie Octavius (Steve Coogan), Jedediah (Owen Wilson) und Teddy Roosevelt (Robin Williams) müssen eine abenteuerliche Reise nach London ins Britische Museum unternehmen, um ihr Überleben zu sichern. Denn die Tafel von Akmenrah beginnt ihre Magie zu verlieren und nur die ursprünglichen Besitzer – die Eltern des Akmenrah – wissen wie diese erhalten werden kann. Hier angekommen, erwachen ganz neue historische Figuren zum Leben, so dass Larry und seine Freunde von einem Abenteuer ins nächste stolpern. Doch die Zeit drängt, denn die Tafel verliert mehr und mehr ihre Kraft…
(Quelle: Twentieth Century Fox Home Entertainment)

[Kommentar]
Ich gestehe, der Film hat durchaus seine Momente. Diese setzen sich dann aus humorvoller Unterstützung der Schauspieler, einigen wirklich gelungenen – zumeist visuellen – Spezialeffekten und einem zackigen Art des Kamerastils zusammen. Charme durch die Figurenwahl und Ausgestaltung der Charaktere entsteht in einem Gütegrad des oberen Mittelfelds. „Nachts im Museum 3“ ist inhaltlich kein großer Wurf. Durchgeknallte Figuren, abgedrehte Szenen, die weder zeitlich, logisch noch sonst wie Sinn ergeben, bis auf den Effekt, dass sie das Publikum eben entsprechend bespaßen. Das ist es dann auch schon. Für mich in Ordnung, aber dünn.

[Technik]
Fox Home Entertainment lässt sich keinesfalls lumpen. Modern, frisch und fehlerfrei präsentieren sich die Museumsabenteuer des dritten Films. Ein gesunder Kontrast, stets befreit von Fehlerzeichnungen oder Störungen, erzeugt im gekonnten Zusammenspiel mit dem restlichen Bild ein sauberes, plastisches Geschehen. Die Farbumrandungen sind fein gezeichnet und viele Bilddetails, wie die Hautporen der Darsteller in den Nahaufnahmen, kommen gut zur Geltung. Auch rasche Kameraschnitte oder Fahrten tun dem Transfer und der gebotenen, hohen qualitativen Wiedergabe keinen Abbruch. Die Kompression arbeitet sauber und unauffällig. 1.85:1, 1080p.

Hauptaugenmerk gilt hier den Soundtracks DTS-HD Master Audio 7.1 in englischer Sprache oder aber DTS 5.1 in Deutsch und Französisch. Untertitel gibt es wahlweise in den vorgenannten Fassungen sowie Türkisch hinzu zu schalten. „Nachts im Museum 3“ bietet durch sein actionlastiges Ambiente einen gelungenen Zugriff für den Mehrkanalton. Die deutschsprachige Version erklingt klar und deutlich, zu keinem Zeitpunkt leidet die Verständlichkeit des Tons. Die stellenweise auftretenden Effekte sind räumlich passabel ausgestaltet und lebhaft und dynamisch im Klang. Rauschen oder andere Störungen treten nicht auf.

[Fazit]
Auf rund 97 Minuten unterhält der Film ausreichend und durchgängig. Das ist wichtig, denn inhaltliche Durststrecken hätten hier nicht gut geendet. „Nachts im Museum 3“ bietet das, was man eigentlich auch von ihm erwartet. Allerdings ist meines Erachtens nun auch irgendwie die Luft raus. Viel kann da nicht mehr kommen, was einen jetzt noch ernsthaft vom Hocker zu hauen droht. Doch zurück zur dritten Ausgeburt, die mit den folgenden Extras aufwarten kann:

– Entfallene und Erweiterte Szenen
* McPhees Überraschung
* Abschied von Laa
* Die Schule schwänzen
* Die neue Vorsitzende
* Arbeitslos, nicht obdachlos
* Sacajaweas mütterlicher Rat
* McPhee verarbeitet das Chaos
– Improvisation, Absurditäten und Wahnsinn – Der Humor im Film
– Relativität
– Ben Stiller wird zu Laa
– Hilfe, wir haben eine Mumie am Set!
– Kampf im Museum
– Die Entstehung der visuellen Effekte
– Audiokommentar von Shawn Levy
– Bildergalerie
– Original Kinotrailer

Die vorgenannten Materialien können sich inhaltlich sehen lassen und geben auch keinen großen Anlass, sich negativ über die technische Abbildung auszudrücken. Sie zeigen viele Situationen vom Set und Materialien, die es schlussendlich doch dann nicht in den Film geschafft haben. Die HD Blu-ray Disc (BD50) ist nett anzusehen, bietet einen unterhaltsames Hauptprogramm mit einer FSK von ab 6 Jahren und hatte ihren Veröffentlichungstermin am 30. April 2015, der Preis orientiert sich bei rund 15,- Euro, was ok erscheint.

Andre Schnack, 06.05.2015

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆