Nachts im Museum

Action/Adventure/Comedy/Family/Fantasy
Action/Adventure/Comedy/Family/Fantasy

[Einleitung]
Aus dem DVD-Angebot von Fox Home Entertainment erschien Anfang Mai der Titel „Nachts im Museum“. Der Film hat wenig mit namensverwandten Filmen wie „Nachtwache“ oder ähnlichen zu tun und widmet sich der einfachen Unterhaltung. In den wichtigsten Rollen sind Ben Stiller, Dick Van Dyke, Mickey Rooney, Jake Cherry, Bill Cobbs, Carla Gugino und Robin Williams zu sehen. Das Drehbuch entstammt der Feder von Ben Garant und Thomas Lennon nach einem Roman von Milan Trenc. Wir konnten uns die DVD der US-Comedy genauer ansehen und berichten aus der ersten Reihe des Heimkinos.

[Inhalt]
Und auf einmal fängt alles an zu leben! In den ehrwürdigen Hallen des Natural History Museum New York sind die erstaunlichsten Dinge ausgestellt – prähistorische Kreaturen mit weit aufgerissenen Augen, wild entschlossene Krieger der Urzeit, lang ausgestorbene Stämme, afrikanische Tiere und die legendären Helden der Geschichte – alle sind sie für immer konserviert. Tatsächlich? In der Action-Abenteuer-Komödie „Nachts im Museum“ findet der neu eingestellte Nachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) heraus, dass abends, wenn die Besucher nach Hause gehen, das wirkliche Abenteuer beginnt: Dann nämlich erwachen alle ausgestopften, präparierten und gut erhaltenen Bewohner des Museums zum Leben…
(Quelle: Fox Home Entertainment)

[Kommentar]
Ich kenne Filme, die in Museen spielen. So z.B. der Action-Horror-Titel „Das Relikt“. Doch „Nachts im Museum“ ist etwas ganz anderes. Es handelt sich um eine Comedy. Und wenn Ben Stiller mitspielt, dann ist es nicht die Natur an Humor, die unbedingt feinfühlig, subtil und unterschwellig arbeitet, sondern eher die Richtung des offensichtliche Humors, mit ad hoc wirksamen Witzen, einigen Slap-Stick Einlagen und vielen drolligen Momenten. Das tragende Element stellt Ben Stiller selbst dar, ohne ihn wäre der Film nicht sonderlich witzig. Die meiste Zeit der Geschichte ist der arg überraschte Larry irgendwie am Flüchten vor den wildesten Requisiten und Exponaten. Lustig, jedoch nicht besonders tiefsinnig.

Die kurzweilige Unterhaltung steht also im Vordergrund und wird nur durch die oftmals sehr überraschenden Momente aufgelockert, wenn beispielsweise ein Löwe um die Ecke biegt oder aber kleine Liliputaner-Römer Heere Larry angreifen. Ungefährlich geht’s dabei zu und so trägt die Figur des Larry praktisch keine Blessuren von den Torturen mit sich. Affen beißen ihm in die Nase und Mini-Inkas versuchen ihn zu betäuben. Ursprung dieser Phänomene? Ein Exponat von einer Nil-Expedition verantwortet das nächtliche Erwachen aller Figuren und Tiere. Kommen wir zum „Wie“ der Umsetzung. Denn neben tollen Masken gibt es vor allem sehr gute Computer-Effekte, welche sich durch den gesamten Film ziehen.

Gibt es aber auch noch etwas mehr in „Nachts im Museum“? Ja. Ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte. Und zwar jener über einen geschiedenen Vater, der sich einen Job suchen muss und diesen auch mal endlich mehr als zwei Wochen durchzieht. Er will es der Welt und seinem Sohn beweisen und zieht dafür auch nach der ersten Nacht in das muntere Museum, in dem er letztlich sogar gerne arbeitet und Freundschaften knüpfen kann. Schauspielerisch kocht der Titel auf kleiner Flamme, denn die simple Story fordert wenig Kompetenz von Schauspielgrößen wie Robin Williams. Die Welt braucht solche Filme. Denn es sie loben und lassen das Leben hoch leben.

[Technik]
Warme Farben schmücken die Mattscheibe und bestimmen nahezu durchgehend die Bildtöne von „Nachts im Museum“. Der Film bringt einiges an Anforderungen mit sich, da viele actiongeladene Momente existieren und rasche Bewegungen mit sich bringen. Doch diese Umstände tun der gelungenen Qualität keinen Abbruch. Der anamorphe Breitbild-Transfer im Format 1.85:1 verfolgt seine Ziele erfolgreich. Ein guter Kontrast arbeitet die wichtigsten Bildelemente gelungen heraus und das Geschehen wirkt plastisch und harmonisch. Die Ausleuchtung spielt mit, ein wichtiger Aspekt bei einem Film, der zu 95% nur in künstlich beleuchteten Räumen spielt. Selbst die Kantenschärfe und der Grad an Bilddetails geht klar.

Tontechnisch gibt sich „Nachts im Museum“ eher unspektakulär. Musikalisch halten sich die Dolby Digital 5.1-Tonspuren in den Sprachen Deutsch und Englisch zurück. Auch der deutschsprachige DTS-Soundtrack macht da keinen großen Unterschied. Geht es hingegen um Geräusche, so offenbart sich eine ausdifferenzierte und klare Wiedergabe, welche durch eine gelungene Dynamik und eine lebhafte Darstellung zu begeistern vermag. Über die entstehende Räumlichkeit können wir keine Beschwerden einreichen und es gibt zahlreiche gelungene Effekte, welche sich über die gesamte Lautsprecher-Landschaft erstrecken. Seitens der Sprachausgabe keine Mängel hinsichtlich der Verständlichkeit. Untertitel: deutsch, englisch.

[Fazit]
„Nachts im Museum“ ist toller Stoff für zwischendurch und mittendrin. Es bereitet Freude auf einer Laufzeit von rund 102 Minuten gut und lustig unterhalten zu werden. Ben Stiller leistet dabei einen guten Beitrag und das Happy End der Comedy dürfte jedermanns Geschmack treffen. Die Altersfreigabe liegt bei ab 6 Jahren und es handelt sich beim Datenträger um eine einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Und neben dem Hauptfilm liefert die Disc noch folgendes Zusatzmaterial:

* Kommentar von Regisseur Shawn Levy
* Entfallene und erweiterte Szenen mit optionalem Kommentar von Regisseur Shawn Levy
* Erschaffung des Museums
* Monkey Business – Arbeiten am Affen
* Rexys „Knochen-Puzzle“
* Alternative Anfangssequenz (erweitert)
* 7 neue und teilweise erweiterte Szenen

Das gelungen gestaltete Menü bietet eine runde Navigation auf die inhaltlich guten Extras. Sie geben Einblick in die Entstehung von „Nachts im Museum“ und leisten somit einen interessanten Beitrag. Die DVD erschien am 3. Mai zu einem Preis von rund 16,- Euro. Wer Kinder hat und gemeinsam einen lustigen und technisch hochwertigen Film mit hohem Unterhaltungswert sehen möchte, der liegt hier genau richtig. Einfache Kost, die im Nachhinein Lust auf den nächsten Kulturtrip ins Museum macht!

Andre Schnack, 02.07.2007

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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