Nicht ohne Eltern

Comedy
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[Einleitung]
Als „Charmante französische Komödie mit Christian Clavier“ wurde mir dieser Titel angepriesen, klar, verfasst vom Anbieter eben. „Nicht ohne Eltern“ von 2017 ist eine französische Komödie vom Regie-Duo Vincent Lobelle und Sébastien Thiery. Sie wurde abgedreht nach Vorlage eines Bühnenstücks und einer Szenerie von Sébastien Thiery, der gemeinsam mit Pascale Arbillot am Drehbuch arbeitete. Vor der Kamera sehen wir mit Christian Clavier und Catherine Frot bekannte Gesichter an der Seite von ebenfalls Sebastien Thiery, der nämlich hier die Rolle des ewigen Kinds einnimmt. Die Komödie mit dem Originaltitel „Momo“ erscheint aus dem Angebot von Constantin Film.

[Inhalt]
Monsieur Prioux (Christian Clavier) versteht die Welt nicht mehr. Bis gestern führte er mit seiner Frau Laurence (Catherine Frot) ein zufriedenes und geruhsames Leben. Die Behaglichkeit findet ein jähes Ende, als auf einmal im Supermarkt ein seltsamer Typ namens Patrick (Sébastien Thiery) auftaucht.

Noch seltsamer wird es, als Patrick schließlich behauptet, dass er ihr Sohn sei. Kann nicht sein. Die Priouxs haben keine Kinder! Handelt es sich bei der absurden Behauptung um einen üblen Scherz? Oder ist Patrick schlicht ein gerissener Betrüger? Die Priouxs stehen vor einem Rätsel…
(Quelle: Constantin Film Home Entertainment)

[Kommentar]
„Nicht ohne Eltern“ ist eine Parabel auf nicht ausziehen wollende Kinder. Oder noch besser: mangelnde Reife und Faulheit der Folgegeneration. Klar, der Mensch ist träge. Aber das, was einige Teenager zu leisten in der Lage sind, kommt in der späteren Arbeitswelt einer grandiosen Spitzendarbietung gleich. Wie dem auch sei, die inhaltliche Aspekte sind hier entsprechend passend und erzeugen eine humorvolle Szenerie, in der man sich auch gerne zum Fremdschämen aufgefordert fühlt. Kaum vorstellbar, dass es solche Leute vielleicht tatsächlich geben kann.

In den früheren Tagen des Kinos nannte man solche Komödien auch passend Screwball-Comedys, was hier allerdings nur noch bedingt passt. Jedoch dieses Mysterium des plötzlichen Auftauchens des vermeintlichen Sohns, hat auch etwas von den klassischen Elementen des Humors, den man sonst aus Verwechslungen her kennt. In Kombination mit kindlichem Getue und Albernheiten gepaart hilft auch Christian Clavier nicht über die Schwächen hinweg.

[Technik]
High Definition auf Blu-ray Disc ist das aktuelle Medium, wahrscheinlich bereits auf der Höhe seiner Zeit. Vielleicht sogar schon darüber hinweg. Alle unterhaltungsorientierten Kinofilme und abendfüllende Spielfilme erscheinen auf BD, so auch „Nicht ohne Eltern“. Hier ist dies Programm für einiges an Farbe und Formen, wie sich herausstellt. Der Transfer erfolgt mittels 1080p-Aufnahmen, die sich einer hohen Kantenschärfe und eines wohltuenden Detailreichtums erfreuen. Davon ab sind es die hohe Bildruhe und die Fähigkeit Bewegungen sauber abzubilden, welche für den Transfer in 2.39:1 sprechen.

Der Ton bietet dem Inhalt keine negativen Überraschungen. Positive bleiben jedoch ebenfalls aus. Das, worauf es hier maßgeblich ankommt, nämlich der Dialogwiedergabe, gelingt alles soweit gut. Zu keinem Zeitpunkt leidet die Sprache unter anderen Tonelementen oder aber gibt sich anderen Störungen hin. Wenngleich es zu keinem Effekte-Feuerwerk kommt und auch gigantische Facetten bei Musik und Dialog ausbleiben, stellen wir einen rundum soliden Ton fest. Deutsch in Dolby Digital 2.0 sowie DTS-HD Master Audio 5.1, Französisch lediglich in DTS-HD MA 5.1.

[Fazit]
„Nicht ohne Eltern“ ist inhaltlich betrachtet mit Sicherheit Geschmacksache. Mir gefiel die Art und Weise des gefeierten Humors nur bedingt gut. Die 90 Minuten Laufzeit sind freigegeben ab einem Alter von 6 Jahren, die Blu-ray Disc steht seit November 2018 im Handel. Untertitel gibt es optional für Hörgeschädigte in deutschen Lettern. Neben diesen finden wir auch noch Trailer in deutsch und einen Original-Trailer auf der Disc vor. Das war es dann aber auch schon mit der gesamten Ausstattung der Disc. Wer französische Filme mag, der kann sich besser drauf einstellen und lacht vielleicht mehr darüber als andere.

Andre Schnack, 06.02.2019

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆