Out of Sight

Crime/Drama/Romance
Crime/Drama/Romance

[Einleitung]
Steven Soderbergh gehört zu einer Art von Genre-Regisseuren, zumindest wenn es nach mir geht. Der Mann hat wunderbar atmosphärische Filme gedreht, darunter eben auch „Out of Sight“. Das ist nun auch schon ein paar Jahre her, das war nämlich 1998. Ich habe den Titel unheimlich gerne gesehen. Er führt in den Hauptrollen Jennifer Lopez sowie George Clooney zusammen und entstand nach einem Drehbuch von Scott Frank, der wiederum nach einer Roman-Vorlage von Elmore Leonard arbeitete. In weiteren Rollen sind zu sehen: Ving Rhames, Dennis Farina, Catherine Keener und weitere. Diese High Definition Blu-ray Disc birgt den US-amerikanischen Streifen aus dem Angebot von Paramount Home Entertainment.

[Inhalt]
Ohne jemals eine Waffe gebraucht zu haben, hat Jack Foley (George Clooney) in seiner 20-jährigen Karriere als Bankräuber mehr Banken überfallen als jeder andere im Computer des FBI. Leider neigt er dazu, sich immer wieder schnappen zu lassen. Jetzt sitzt er im Knast, um eine 30-jährige Gefängnisstrafe abzusitzen. Zu lang für einen Gentleman-Ganoven, der das Leben in Freiheit liebt. Foley nutzt die erste Gelegenheit um auszubrechen und landet direkt vor dem Gewehrlauf der attraktiven Polizistin Karen Sisco (Jennifer Lopez). Zum Glück ist Jacks Komplize Buddy ein verdammt flinker Bursche und kann Karen überwältigen.

Er sperrt sie zusammen mit dem flüchtigen Jack in den Kofferraum seines Autos, wo sich die beiden „näher“ kommen. Doch irgendwann ist jede Fahrt zu Ende und Karen gelingt es, sich zu befreien. Weil ihr Jack aber nicht aus dem Kopf geht, macht sie sich auf die Suche nach dem smarten Bankräuber. Auch Jack hat es voll erwischt. Aller Vernunft zum Trotz nimmt er Kontakt zu der schönen Gesetzeshüterin auf. Und, als ob die Dinge nicht schon kompliziert genug wären, plant er mit seinem Kumpel Buddy auch noch ein letztes großes Ding…

In „Out of Sight“ von Steven Soderbergh („Ocean’s Eleven“) brillieren George Clooney als smarter Ganove, der seinen letzten Raubzug durchzieht, und Jennifer Lopez, die sich stets für den richtigen Schachzug und den falschen Mann entscheidet.

[Kommentar]
18. April 2006. Das ist recht lustig und erwähnenswert, so ist es doch fast auf den Tag genau 10 Jahre her! Denn heute ist der 17. April, als ich diesen Test schreibe, wenngleich er „erst“ am 27. April auf dvdcheck veröffentlich wird. Ich teile diese Meinung nach wie vor, und auch gehört „Out of Sight“ nach wie vor zu meinen Favoriten. Stilvoll und mit Charme, außerdem mit einer zart erotisch angehauchten Prägung. Das gefällt. Hier nun die Worte vom 18.04.2006:

– Die eingesetzten Mittel des Regisseurs sind nicht gerade üblich. Der Aufbau erinnert an Quentin Taratino (Pulp Fiction) mit dem für ihn typischen Hang zur Brutalität. Andere Mittel wie Slow-Motions und Eingefrorene Bilder erinnern stark an John Woo. Der Film ist keinesfalls ein günstiges Plagiat. Er hat Eigencharakter und unterhält mit seinem teilweise sehr schwarzem Humor gut. Lediglich die sehr häufigen Rückblenden und „eventuellen Vorschauen“ könnten einigen Cineasten nicht gefallen, da sie ohne zeitliche Angaben gemacht wurden….(man erkennt das aber schnell an der Situation). Alles in allem meiner Meinung nach ein sehr unterhaltsamer Thriller, intelligent und knisternd. Eine gelungene Alternative zum momentan anhaltendem „Effekte-Kino“ a la „Lost in Space“!!! –

[Technik]
Hier nun das vergleichbare Programm von dazumal eben auf einer High Definition Blu-ray Disc. Im April 2006 war es eine englischsprachige, US-amerikanische Code1-DVD, hier nun alles in HD und im Format 1.85:1. Viele Sequenzen sind recht schattig und weniger gut ausgeleuchtet. Dann kommen viele überwiegend warme Farben zum Zuge und es entsteht zuweilen eine sehr dichte, stimmungsvolle Atmosphäre. „Out of Sight“ gewinnt dadurch an Intensität. Die Farben sind ausgewogen und Dank dieses Kontrasts bildet sich eine spürbare und saubere Plastizität. Rauschen oder Verunreinigungen sind nicht mit dabei, auch ist die Kompression unauffällig und zeigt keinerlei Artefaktebildung.

„Out of Sight“ zieht die High Definition Ausgestaltung beim Ton ebenfalls durch. So folgen wir dem Geschehen akustisch betrachtet in DTS Surround 5.1 in den Sprachen Deutsch, Französisch sowie Spanisch; DTS-HD Master Audio 5.1 gibt es in Englisch und Dolby Digital 5.1 in Italienisch, Portugiesisch und Japanisch; Dolby Digital LT/RT als russisches Voice Over. Fokus gilt dem deutschen Synchronton. Er klingt gut, soviel steht nach wenigen Minuten fest, denn „Out of Sight“ fordert hin und wieder auch die Potenziale eines Mehrkanaltons. Das Spektrum ist ausreichend breit und die tonalen Qualitäten überzeugen auch durch räumliche Weite.

[Fazit]
„Out of Sight“ entführt den Zuschauer für rund 123 Minuten in eine spannende Erzählung. Wie schon 2006, so bin ich nach wie vor der Meinung, dass wir es hier mit einem ganz tollen Film zu tun haben. Die Altersfreigabe dieses Thrillers mit schwarzem Humor liegt bei ab 12 Jahren. Alles in allem soweit richtig gut, und dann gibt es auch noch etwas Ausstattung. Diese setzt sich zusammen aus den folgenden Features:

– Filmkommentar von Regisseur Steven Soderbergh und Drehbuchautor Scott Frank
– Meine Szenen (Markiere die besten Filmszenen!) – in HD
– Unveröffentlichte Szenen (SD)
– Einblicke in „Out of Sight“ (SD)

Bonusmaterial ist wichtig und doch nur eben etwas Bonus. So ist es natürlich sehr erfreulich, dass wir hier ein paar zusätzlicher Informationen Herr werden dürfen. „Out of Sight“ gefällt jedem, der etwas auf gute Thriller gibt. Hier herrschen Charme und Stil nicht vor, sondern finden sich in einer gelungenen Kombination aus Story und Technik vor. So sollte es sein. Das ganze Programm ist mitnichten nur für Clooney- oder Lopez-Fans interessant. Zu haben seit dem 17. März 2011.

Andre Schnack, 27.04.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆