Panic Room

Drama/Thriller/Crime
Drama/Thriller/Crime

[Einleitung]
Columbia TriStar Home Entertainment präsentiert der deutschsprachigen DVD-Gemeinde das aktuelle David Fincher (Fight Club) Werk „Panic Room“ mit Jodie Foster, Kristen Stewart, Forrest Whitaker, Jared Leto, Dwight Yoakam, Patrick Bauchau, Ian Buchanan und Ann Magnuson in den Hauptrollen. David Koepp schrieb das Script zum vermeintlich spannenden Thriller um einen „Hochsicherheitsraum“ in einem Anwesen in Manhattan. Wir nahmen uns der Code2-Disc an, bewerteten die technischen Aspekte, den Inhalt und die Ausstattung der Erscheinung.

[Inhalt]
Der „Panic Room“ – ein geheimes Zimmer inmitten eines älteren Stadthauses. Ausgestattet mit dem Notwendigsten zum Überleben und modernster Überwachungstechnik, die wie ein drittes Auge jede Bewegung im Haus registriert. Das perfekte Domizil für die frisch geschiedene, bisweilen von Angstattacken demoralisierte Meg (Jodie Foster) und ihre Tochter Sarah (Kristen Stewart), die nur eines wollen: Ruhe und Sicherheit. Doch der „Panic Room“ ist auch Objekt der Begierde für die ungleiche Diebesbande um Raoul (Dwight Yoakam), Burnham (Forest Whitaker) und Junior (Jared Leto). Hier vermuten sie ein Vermögen, das sie um jeden Preis haben wollen. Als die schwerbewaffneten Gangster in das Haus einbrechen, fliehen Mutter und Tochter in ihr vermeintlich sicheres High-Tech-Versteck, ohne zu ahnen, dass die Kriminellen längst Kenntnis vom Raum und seinen Geheimnissen haben. Eingepfercht in ihr Gefängnis müssen Meg und Sarah auf den Überwachungsmonitoren voll Schrecken Zeugen der Umsetzung eines perfiden Plans werden.

[Kommentar]
David Fincher, spätestens seit dem beliebten „Fight Club“ als Filmemacher in aller Munde, bewies schon mit „Sieben“ und „The Game“ sein Talent als Regisseur mit einem gewissen Hang zu einem visuellen Style und Filmen mit Überraschungseffekt. Mit „Panic Room“ gelang ihm ein guter und unterhaltsamer Film, der aber in der Klasse nicht so ganz mit vorherigen Stücken mithalten kann. Dennoch, hier wird Spannung geboten, die sich bis zum Ende weiterentwickelt, wenn auch rasch klar wird, dass keine großen Überraschungen im weiteren Verlauf stattfinden werden. Hierfür hinterlassen das Wirkungsfeld der Geschichte und ihre Elemente einen zu aufgeräumten Eindruck, dem Betrachter werden rasch die Regeln und die Grenzen der Story klargemacht. Die Sets, musikalische Untermalung, Spannungsbogen, darstellerischen Leistungen und die Ausleuchtung des Gebäudes – all das spricht eine eindeutige, qualitativ hochwertige Sprache. Ein guter Film, hinter dem ein gewitztes System des Filmemachers steckt, welches man vorerst gar nicht erkennt.

[Technik]
Technische Leistungen spielen eine gigantische Rolle bei aktuellen DVD-Erscheinungen, keine Frage. Um so erfreulicher, wenn die Darbietung der Scheibe auch in diesem Bereich gut dasteht. „Panic Room“ wird im anamorphen Breitbildgewand 2.40:1 präsentiert und weist eine mehr als nur ansehnliche Qualität in den Bereichen Bild und Ton auf. Ersteres wirkt zwar recht düster und dunkel, was jedoch als Absicht der Filmemacher hinzunehmen ist. Von diesem Stilmittel einmal abgesehen gibt es rauschfreie und für die zurückhaltende Ausleuchtung hervorragende Werte vor die Augen. Auch beim Sound herrscht hohes Niveau.

DTS 5.1-Ton gibt es in der deutschen Synchronfassung, Dolby Digital 5.1-Töne hingegen in den Sprachversionen deutsch und englisch. Der Ton nutzt die hinteren Kanäle zum Unterstreichen der Atmosphäre und platziert über sie dezente aber sehr wirkungsvolle Effekte in hoher Klangeigenschaft. Ohnehin wirkt der gesamte Ton harmonisch abgemischt, dynamisch und deutlich, wenn es drauf ankommt, und in ruhigen Szenen rausch- und fehlerfrei. Die Dialoge ertönen deutlich aus dem Center. Abschließend sei gesagt: nur eine Portion mehr tiefen Ton hätten die Soundtracks vertragen können, ansonsten eine gute Leistung. Optionale Untertitel gibt es in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch.

[Fazit]
Columbia TriStar Home Entertainment veröffentlicht mit der Disc „Panic Room“ einen guten Fincher-Streifen mit einer Laufzeit von rund 107 Minuten auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Wo das Menü noch mit einer zurückhaltenden Erscheinung mit Atmosphäre punkten kann, sackt die Erscheinung spätestens bei der Betrachtung der Bonusmaterialien richtig ab. Denn hier findet der Käufer lediglich einen Trailer und einige Filmografien, was nun wirklich nicht mehr den Anforderungen an aktuelle DVDs entspricht. Bedauerlich. Freigegeben wurde „Panic Room“ ab einem Alter von 16 Jahren. Fincher Fans und Freunden von Foster und Whitaker wird der Film auf jeden Fall zusagen, auch allgemein kann sicher jeder Liebhaber der Thriller-Genres hier wohl fühlen. Seit dem 22. Oktober zu einem Preis von ca. 20,- Euro im Handel erhältlich.

André Schnack, 13.11.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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