Predator

Action/Science-Fiction/Thriller
Action/Science-Fiction/Thriller

[Einleitung]
20th Century Fox Home Entertainment brachte Winter ´98 mit John McTiernans „Predator“(1987) eine ihrer ersten DVD’s auf den Markt. Wir haben diese Scheibe unter die Lupe genommen und sagen Euch, ob sie einen Kauf wert ist und ob Fox eine angemessene Umsetzung gelang.

[Inhalt]
Dutch (Arnold Schwarzenegger) ist der Kommandant eines Elite-Rettungsteams. Er und seine Männer sollen den Absturz eines Hubschraubers im Urwald aufklären und nach Überlebenden suchen. Dabei trifft Dutch sein alten Freund Dillon (Carl Weathers) der für den CIA arbeitet. Das Team findet schnell den abgestürzten Hubschrauber. In der Nähe finden sie auch die gehäuteten Leichen eines anderen Rettungstrupps. Was ist mit ihnen passiert? Auf ihrer Suche nach den Tätern findet und zerstört das Team ein Guerilla-Camp. Der Auftrag scheint gelöst und sie machen sich auf den Weg zum Landepunkt ihres Hubschraubers. Doch der Kampf beginnt erst jetzt. Sie werden von einem Alien, dem „Predator“ verfolgt, der ihre Köpfe als Trophäen haben will. Einer nach dem Anderen wird so getötet, bis am Ende nur noch Dutch übrig bleibt. Ein Duell auf Leben und Tot beginnt…

[Kommentar]
„Predator“ spielt genau wie „Alien“ mit der Angst vor Außerirdischen. Allerdings haben diese beiden Kreaturen einen großen Unterschied. Das Alien-Monster tötet um zu überleben, der Predator tötet des Spaßes und der Ehre halber. Er jagt nach Trophäen, genau so wie Großwildjäger. Allerdings schlüpft hierbei der Mensch in die Rolle des gejagten Tieres. Einen riesigen Vorteil hat der Predator durch seine Technik. Er verfügt nicht nur über modernste Laserwaffen sondern auch einen Tarnschild, der ihn fast unsichtbar macht. Das Monster selber wurde von Oscargewinner Stan Winston und seinem Effektteam erschaffen, die schon an Filmen wie „Alien“, „Jurassic Park“ oder „Small Soldiers“ mitgearbeitet haben. Dabei legten sie sehr großen Wert auf ein glaubwürdiges Äußeres. Besonders beeindruckend sieht man das an dem Gesicht der Kreatur. Kevin Peter Hall, der den Predator spielt verleiht dem Jäger durch seine Bewegungen ein sehr kräftiges und überlegendes Erscheinungsbild. Die Kulisse wirkt durch den Dschungel und das dichte Blätterwerk besonders bedrückend, unheimlich und trägt maßgeblich zu der düsteren Atmosphäre bei. Für Arnold Schwarzenegger war dieser Film ein wichtiges Sprungbrett für seine Karriere und außerdem die Grundlage für sein Actionheld-Image.

[Technik]
Technisch gesehen ist diese DVD Fox nicht allzu gut gelungen. Obwohl das Bildmaterial überarbeitet wurde, weißt es an vielen Stellen Fehler auf. Bei einigen Szenen ist sogar Rauschen erkennbar. Aufgrund des alten Materials konnte aber auch kein besseres Ergebnis erzielt werden, und so präsentiert sich „Predator“ trotzdem so schön wie nie zuvor im originalen 1.85:1 Format.

Der Sound wurde komplett überarbeitet und so wird der Käufer mit einem guten AC-3 Track belohnt. Die Soundkulisse wirkt sehr ausgeglichen und gut angesteuert. Sogar die hinteren Boxen kommen bei den Kampfszenen zum Einsatz. Zur Auswahl stehen sowohl jeweils eine französische und englische Surround-, als auch eine englische 5.1-Version. Auf Wunsch kann man außerdem noch englische oder spanische Untertitel hinzuschalten.

[Fazit]
20th Century Fox Home Entertainment bringt mit „Predator“ eine gute DVD auf den Markt. Negativ fällt sofort ins Auge, daß mit Bonusmaterial gespart wurde. So finden wir auf der Scheibe nur einen Trailer. Da strengen sich andere Firmen mehr an, hoffentlich werden die nächsten Umsetzungen besser. Die 107 Min. lange Single-Layer-Disc kostet etwa 70,- DM (Listenpreis 30$). Ein echter Actionklassiker der in keiner Sammlung fehlen sollte. Für Fans ein absolutes Muß.

Sven Preuß, 26.12.2000

  Film/Inhalt
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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