Resurrection

Crime/Thriller
Crime/Thriller

[Einleitung]
1999 lief Russell Mulcahys Thriller „Resurrection“ mit Christopher Lambert und Leland Orser in den Kinos. Der Thriller über eine mysteriöse Mordserie und ihren schrecklichen Hintergrund lockt mit Christopher „Highlander“ Lambert, einer interessanten Geschichte und einem besonderen Stil des Drehens. Die Code2-DVD des Streifens erscheint nun Kinowelt in Deutschland. Wir sahen uns den Film und die technische Umsetzung auf DVD genau an.

[Inhalt]
John Prudhomme (Christopher Lambert) war einst ein eifriger Detective im Morddezernat. So richtig Spaß hat er nicht mehr an seinem Leben, denn vor rund einem Jahr starb sein kleiner Sohn – er wurde durch ein Auto getötet. Sein Familienleben ging seither etwas bergab, auch am Arbeitsplatz hegt er keinerlei Freundschaften, was an seiner schroffen und direkten Art liegt; zusammenarbeiten will praktisch niemand mit John. Lediglich sein aktueller Partner, Andrew Hollingworth (Leland Orser), hält zu ihm. Neben dem normalen „Tagesgeschäft“ hält seit neuestem eine Serie an mysteriösen Mordfällen das Dezernat auf Trab. Der Täter gibt sich allerdings nicht damit zufrieden, dass er seine Opfer einfach „nur“ tötet. Nein, er entfernt den armen Unschuldigen mit chirurgischem Talent – bei vollem Bewusstsein – jeweils ein Körperteil. Die Geschändeten überlässt er dann ihrem elenden Schicksal: dem Tod durch Verbluten! John und sein Partner nehmen die Ermittlungen auf und treffen dabei auf einen sehr intelligenten aber psychisch offensichtlich sehr kranken Menschen. Und letztlich erfahren die Zwei auch, wozu der skrupellose Mörder die Extremitäten seiner Opfer benötigt!

[Kommentar]
„Resurrection“ behandelt eine in Thrillern schon sehr häufig genutzte Thematik: ein Serienmörder mit biblisch angehauchten, tödlichen Intentionen! Auch hier hegt der Täter wieder fieseste Mordabsichten und kommt im Verlaufe des Films auch gleich mehrere Male dazu, seine abscheulichen Gedanken zu verwirklichen. Die Darstellung der Morde bzw. der Tatorte gelang recht furchteinflößend und blutig, zudem oft eklig. Zwar bietet die Story nicht die gewünschte Überraschung, doch bleibt „Resurrection“ bis zum Ende spannend und bietet einige kleinere Innovationen. Der Film gibt sich als eigenes Werk und trotzt gekonnt den deutlichen Analogien zu Genrevettern und Paradebeispielen wie zum Beispiel „Se7en“, „The Bone Collector“ oder „8mm“. Schwächen sind in den teilweise platten Dialogen und im nicht immer logischen Verlauf der Handlung zu sehen. Sehr autonom und innovativ hingegen ist die Art des Drehens, die Regisseur Russell Mulcahy an den Tag legt: schnelle Schnitte geben sich mit einer Vielzahl verwackelter Bilder und einigen gekonnten Kamerafahrten ein Stelldichein. Insgesamt ein guter, harter Thriller, der zwar wenig neues im Genre bietet, dafür aber nervenzerreißend unterhält.

[Technik]
Technisch hinterlässt die DVD einen zufriedenstellenden Eindruck. Das Bild wird im Seitenverhältnis von 1.85:1 auf den Fernseher oder Projektor übertragen und entspricht somit dem original Kinoformat. Die Bildübertragung glänzt durch einen hohen Schärfegrad und einem sehr ruhigen und zudem fehlerfreien Geschehen auf dem Fernseher. Der Kontrast hätte etwas praller ausfallen können, ansonsten wirkt das Bild natürlich durch seine Farbgebung, wenn auch stellenweise etwas fahl. Kompressionsartefakte, Drop-Outs und Aliasing-Effekte treten – zur Freude des Betrachters – nicht auf. Neben der überdurchschnittlichen Leistung der Optik gesellen sich nicht ganz so überzeugende Werte der Akustik der DVD.

Ton wird wahlweise durch eine deutsche Dolby Surround- oder durch eine englische Dolby Digital 5.1-Tonspur erzeugt. Beide Spuren tun sich nicht viel, und genau hier liegt auch der Ansatz der negativen Kritik. Denn von einer Mehrkanaltonspur mit 6 diskret angesteuerten Kanälen wäre etwas mehr zu erwarten gewesen. Der Hauptteil des Films spielt sich auf den vorderen Stereolautsprechern und dem Center ab, in Sachen Surround hingegen tut sich nur bedingt etwas auf den hinteren Kanälen. Dafür gibt es bei beiden Tonspuren klare, deutliche Sprachausgabe. Deutsche Untertitel gibt es bei der deutschen Sprachfassung wahlweise und bei der englischen Fassung zwangseingeblendet.

[Fazit]
„Resurrection“ ist ein guter, ziemlich blutiger Thriller mit einer gelungenen Geschichte, guter Besetzung und einer passenden, ungemütlichen Atmosphäre. Der 103 minutenlange Film ist ab 16 Jahren freigegeben und befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Als Extras befinden sich folgende Features auf der DVD: deutsche und englische Trailer von „The Blair Witch Project“, „Chucky und seine Braut“, „In Too Deep“, „Ghost Dog“ und „Tötet Mrs. Tingle“, und selbstverständlich darf auch nicht der Trailer des Hauptfilms fehlen, ebenfalls auf englisch oder deutsch. Ferner wurden Star-Infos und ein Trivia Game auf der Disc abgelegt – nicht gerade üppig, aber ausreichend. Durch ein ansprechendes, zudem animiertes und mit Musik unterlegtes Menü, gelangt man zum Ton-Setup und den Extras. Die DVD wechselt für rund 50,- DM ihren Besitzer und erscheint als Verkaufsversion im September, die Rental-DVD kann ab dem 13. Juni ausgeliehen werden.

Andre Schnack, 12.06.2000

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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