Retrospective: Terminator 2: Jugdment Day

Action/Science-Fiction/Thriller
Action/Science-Fiction/Thriller

[Einleitung]
Kurz „T2“ oder auch in länger „Terminator 2: Judgment Day“ von 1991 gehört zu den Meilensteinen des modernen Kinos und bestätigte erneut das Talent des gebürtigen Kanadiers und heutigen US-Bürgers und Filmemachers James Camerons. Auch auf dvdcheck.de habe ich bereits einige Reviews veröffentlicht, welche sich mit seinen Film-Titeln befassen. Darunter natürlich auch „T2“. Doch heute, 27 Jahre nach dem Kinostart von „T2“ und 3 Jahre nach meinem letzten Review einer Blu-ray Disc Version des Titels, möchte ich erneut ein paar Worte zu diesem Stück verlieren.

Inhalt
10 Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Terminators vergangen, als Sarah Connor erneut mit der Gefahr aus der Zukunft konfrontiert wird. Denn ein neuer Terminator ist auf die Erde zurückkehrt. Sein Ziel: den jungen John Connor zu eliminieren, bevor er eines Tages zum Anführer des menschlichen Widerstandes gegen die Terrorherrschaft der Maschinen aufsteigt. Sarah tut alles, um ihren Sohn zu schützen und sie ist nicht allein: Die Rebellen aus der Zukunft haben ihnen einen Verbündeten geschickt – ein umprogrammierter Terminator der alten Generation soll John Connor um jeden Preis beschützen.
(Quelle: StudioCanal Home Entertainment)

[Kommentar]
Der Tag der Abrechnung. Das mag der eingedeutschte Titel sein, der auch zweifelsohne gut passt. Doch das Original könnte man auch übersetzen mit „Der Tag des jüngsten Gerichts“, und schon haben wir Christentum, unsere Weltordnung und alles, was wir als Menschen über uns wissen auch in dieser Geschichte von James Cameron untergebracht. Cameron spricht für ein Prinzip, für sein Prinzip. Das bedeutet, dass State-of-the-Art Special Effects zum Einsatz kommen, eine Frau eine starke Rolle in der Geschichte spielt und das es eine Auseinandersetzung der Menschen mit einer gegenspielenden Technologie thematisiert wird.

Hier ist es John Connor, der den echten Kern der Geschichte darstellt. Geht es doch um die menschliche Natur, unsere selbst-zerstörerischen Züge. Und darum, dass mit rechtschaffenen Werten mehr erreicht werden kann, als mit jeder von Menschenhand geschaffenen Technologie. Es ist Connor, der bereits in seiner frühen Jugend führt. Er führt den von ihm selbst aus der Zukunft entsandten Terminator T-800 (Schwarzenegger). Er gibt von Beginn an vor, welchen Rahmen die Maschine hat. Welche Mittel die Maschine, der todbringende Terminator, nutzen darf, um ihn – John – zu beschützen. Das ist Größe, das ist Führung.

John Connor entscheidet über die maßgeblichen Dingen, bietet seiner Mutter Einhalt und zerbricht fast daran, dass die mittlerweile als Freund wahrgenommene Maschine zuletzt eben auch gehen muss. Anders geht es nicht. John kann auch dies gemeinsam mit seiner Mutter erkennen und fällt die richtige Entscheidung. „T2“ ist somit vielmehr als ein einfach gehaltener Action-Film mit dem reinen Fokus auf plakative Darstellungen, sondern ein vielschichtiger und durchaus tiefsinnig angehauchter Film. Und das liegt nicht darin begründet, dass der Film mit einem guten Zitat abschließt.

The unknown future rolls toward us. I face it, for the first time, with a sense of hope. Because if a machine, a Terminator, can learn the value of human life, maybe we can too. – Sarah Connor

[Technik]
Um in der Retrospektive über den Titel zu sinnieren bedarf es nicht unbedingt einer technischen Bewertung der mittlerweile unterschiedlichsten Darreichungsformen des Titels, eben von der Standard Definition DVD über Blu-ray Disc bis hin zur 4K UHD-Fassung. Daher entschied ich mich auch dagegen, an dieser Stelle auf die technischen Belange einer der vorgenannten Versionen genauer einzugehen. Denn ohnehin steht fest, dass mit jedem neuen Medium auch die Qualität dieses 1991 abgedrehten Titels erneut überarbeitet und in verbesserter Qualität auf den Markt gebracht wurde. Dies trifft gleichermaßen auf die visuellen sowie akustischen Leistungen zu.

[Fazit]
Die bereits zuvor erwähnten unterschiedlichen Versionen des Films beinhalten auch zum Teil unterschiedliches Bonusmaterial, oder aber eben unterschiedliche Zusammenstellungen aus einem Fundus, der in Teilen immer wieder auftaucht. „T2“ hat an Extras einiges zu bieten und verstand es bis heute durch schick animierte Menüs oder aber schlichtweg die substantiellen Zusatzmaterialien in praktisch jeder Fassung zu überzeugen. Einige Versionen beherbergen wahrlich Massen an Informationen und Materialien, die zum Teil sogar bis zur jeweiligen Veröffentlichung der entsprechenden Fassung nicht zu sehen waren.

Soviel also zum Umfang von „T2“ in seinen unterschiedlichen Ausprägungen. Doch nicht genug, denn geht es doch keinesfalls nur um die enthaltenen Extras, sondern auch um die unterschiedlichen Schnitte des Hauptfilms. Auch hier kann „Terminator 2“ einiges bieten und offenbart sogar, dass es ein alternatives – und vor allem optimistischer wirkendes – Ende gibt. James Cameron tat gut daran, seine Gedanken so umzusetzen, wie er es als passend erachtete. Für mich endet das Terminator-Franchise eigentlich auch schon mit genau diesem Film, also mit Teil 2. Alles andere wirkt für mich zu sehr konstruiert.

Alle bisherigen Reviews von „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“-Veröffentlichungen auf dvdcheck.de:

* 3 Disc Special Edition auf Blu-ray Disc, 8. November 2016
* 2 Disc Skynet Fan Edition auf Blu-ray Disc, 2. Juli 2009
* HD-DVD Fassung, 19. März 2008
* 2 Disc Ultimate Edition auf DVD, 28. August 2001
* Standard Code 1-Version aus den USA auf DVD, 22. Oktober 1997

Andre Schnack, 24.07.2019

Film/Inhalt:★★★★★☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★★☆ 
Preis-Leistung★★★★★☆