| Apocalypto
Action/Adventure/Drama/Romance
[Inhalt]
Ein Volk, dem Untergang geweiht! Es ist die Zeit in der der
Niedergang der Maya, einer der ältesten und geheimnisvollsten
Hochkulturen der Geschichte, bevorsteht. Hollywoodstar und
Regisseur Mel Gibson erzählt mit „Apocalypto“
die dramatische Geschichte eines Mannes, der in dieser Zeit
um sein Leben und das seiner Familie kämpft und dem nur
die Liebe zu seiner Familie die Kraft und den Mut gibt, zu
bestehen. Wie bei seinen letzten großen Regierfolgen
„Braveheart“ und „Die Passion Christi“
legte Mel Gibson auch hier größten Wert auf Authentizität
und inszenierte mit „Apocalypto“ ein mystisches
und tief bewegendes Kinoabenteuer der besonderen Art. Ein
eindringlicher und opulenter Film, der den Zuschauer in die
gleichermaßen geheimnisvolle wie auch brutale Welt der
Maya entführt und in diesem Jahr 3 Oscar-Nominierungen
erhielt.
(Quelle: Highlight Video)
[Kommentar]
Dieser Film kommt in einer mir nicht verständlichen Sprache.
Angesichts der Tatsache, dass es sich bei jedem gesprochenen
Wort um Maya handelt, bin ich mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit auch nicht allein damit. Untertitel in
deutscher Sprache lassen den Betrachter an den Dialogen der
Protagonisten und somit an der Story teilhaben. Und dies ist
nur eine der Besonderheiten von „Apocalypto“.
Um einem ständigen Blick auf die notwendigen Untertitel
abzuschwächen, sagte sich Mr. Gibson scheinbar, lasst
uns tolle Bilder mit der Kamera festhalten. Was ihm auch wirklich
gut gelang. „Apocalypto“ ist visuell und ausgesprochen
bildgewaltig und das ohne wertend auf den gezeigten Inhalt
einzugehen.
Nach dem Motto
„Wo gehobelt wird, fällt Späne“ lässt
Regisseur Gibson in „Apocalypto“ wieder mächtig
die rohe Gewalt – meist körperlicher Natur –
zum Zuge kommen. Blutig und schonungslos inszenierte er à
la „Die Passion Christi“ Schlüsselmomente
im Film und wird dabei nicht jedermanns Augen erfreuen. Zarte
Gemüter schauen weg, Hartgesottene schauen zu. Die Geschichte
in der alten Kultur der Maja, welche weitgehend bestimmt durch
mystische Zauber, Götter und Einflüsse war, kannte
Menschenopfer, Todesurteile und andere Grausamkeiten, so dass
Gibsons Inszenierungsstil hier durchaus passt. Emotionale
Momente gibt es jedoch auch intensiv in die andere Richtung
und es keimt Drama auf.
Insgesamt kann
diese Mixtur bestehen und über die recht üppige
Laufzeit von rund 133 Minuten überzeugen. „Apocalypto“
ist irgendwie ein prähistorischer Actionfilm, der dem
Zuschauer kaum Zeit zum Luftschnappen gibt. Action dominiert,
Spannung regiert und die intensiven Bilder tragen den Betrachter
von einer Szene in die nächste. Nicht nur die Bilder
sprechen für sich, auch der pompöse und stets angemessene
Music-Score leistet einen guten und wichtigen Beitrag am Gesamtstück.
Anfänglich konnte ich mir nicht viel unter dem Film mit
dem merkwürdigen Titel vorstellen. Am Ende schätze
ich „Apocalypto“ und seine direkte und ungeschönte
Art. Wenngleich es kein Film ist, der zur mehrmaligen Ansicht
einlädt.
[Technik]
Ein bildgewaltiger Titel benötigt eine entsprechende
Technik, damit das durch die Filmemacher ausgerufene Ziel
des Films auch erreicht werden kann. „Apocalypto“
zielt auf visuelle Reize und kann diese akzentuiert setzen,
was zu einem wesentlichen Anteil auf den anamorphen Breitbild-Transfer
im Format 1.85:1 zurückzuführen ist. Wir haben es
mit einer schwierigen Ausleuchtung zu tun, die zwar einen
guten Job verrichtet, jedoch auch ihre Eigenheiten mit sich
bringt. Oftmals regiert der düstere, grüne Dschungel
oder aber die abendlichen Szenen mit schattigem Himmel. Das
sind nicht die besten Voraussetzungen für einen fehlerfreien,
detailreichen und scharfen Transfer. Unbeeindruckt geht „Apocalypto“
seinen Weg und erreicht nahezu in allen Disziplinen einen
gut bis sehr guten Wert. Sogar die Kompression geht trotz
hoher Bilddynamik in Ordnung.
Endlich mal wieder
eine DVD, die einem richtig ihre Meinung sagt. Im übertragenen
Sinne zu verstehen. „Apocalypto“ bietet inhaltlich
das Potenzial, um richtig guten Ton an den Tag zu legen. Technisch
gelang das Abmischen so gut, das wir es mit einem richtig
guten Sound zu tun bekommen. Wahlweise kann zwischen einer
DTS 5.1- und einer Dolby Digital 5.1-Tonspure gewählt
werden. An Sprachfassungen gibt es die bereits erwähnte
Maya-Sprache zu vernehmen, inklusive deutschsprachiger Untertitel,
die den Inhalt überhaupt erst zugänglich machen.
Sound gibt es bei „Apocalypto“ in einem sehr dynamischen,
kraft- und druckvollen Umfang. Überwiegend richtet sich
der Ton an sämtliche angeschlossene Lautsprecher. Und
ob es das Tosen eines Wasserfalls, Rennen durch den Dschungel
oder aber tausende von Maya sind, die im Blutrausch ein Opfer
fordern – „Apocalypto“ dreht auf.
[Fazit]
„Apocalypto“ gibt es seit dem 29. Mai im Handel
zu erwerben. Es gibt neben der Rental-Fassung noch die hier
getestete Kauf-Version, beide sind ungeschnitten und weisen
eine Laufzeit von rund 133 Minuten auf. Es handelt sich beim
eingesetzten DVD-Typ um eine zweischichtige, einseitige Disc
(Tpy 9). Ein schick gestaltetes Menü läutet bereits
die düstere Stimmung des Hauptfilms ein. „Apocalypto“
verlangt nach Offenheit beim Betrachter, wer die nicht mit
im Gepäck hat, wird sich an vielen Dingen stören.
Da mag es Jacke wie Hose sein, ob der Titel künstlerisch
wertvoll sein soll (wenn es denn beabsichtigt war). Gibson
geht also in die nächste Runde seiner Reihe „Familie
und Liebe gegen alle“, zielt dabei auch das erwachsene
Publikum ab, was dem Film eine FSK ab 18 bescherte. Die Extras
setzen sich aus einem informativen Making Of „Becoming
Mayan“ (50 Min.) und einem Audiokommentar mit Mel Gibson
und Farhad Safinia in englischer Sprache zusammen.
Andre Schnack
13.06.2007
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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