| Babel
(2 DVD Set)
Drama/Thriller
[Einleitung]
Wir haben es bei dieser Erscheinung mit einem universumfilm
DVD-Titel zu tun. Der Film lautet „Babel“ (identischer
Originaltitel) und heimste sieben Oscar-Nominierungen ein
und nahm eine der begehrten Film-Auszeichnungen als Trophäe
mit nach hause. Und zwar für die beste Filmmusik. Regisseur
Alejandro González Iñárritu, bekannt
durch „Amores Perros“, erzählt nach eigener
Idee und einem gemeinsamen Drehbuch mit Guillermo Arriaga
eine dramatische und authentische Geschichte. In den Hauptrollen
jener sind Brad Pitt, Cate Blanchett, Gael García Bernal,
Koji Yakusho, Adriana Barraza und Said Tarchani zu sehen.
Wir konnten uns den Film, die Technik des Sets und die Ausstattung
genauer ansehen und berichten über die Qualitätsstände.
[Inhalt]
Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende
Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale
von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander
verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko
um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein
mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht,
die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen
zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager,
der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit
rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen
Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar
keine Verbindung haben …
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Wenn ich an „Babel“ denke, dann denke ich zwangsläufig
an „21 Gramm“, „Magnolia“
und „Amores Perros“. Und tatsächlich gibt
es nicht nur inhaltliche Analogien, sondern auch Verbindungen,
die hinter die Kamera von drei der bisher genannten Filme
führen. Denn „21 Gramm“ und „Amores
Perros“ kommen ebenfalls von Alejandro González
Iñárritu. Doch dieses Mal haben wir es nicht
mit einer spanischen, sondern vielmehr mit einer US-amerikanischen
Produktion mit namhaftem Hollywood-Ensemble zu tun. Doch die
wahre Stärke von „Babel“ liegt entspringt
aus der Kombination von Story, Darsteller und den gezeigten
Bildern. Die dadurch entstehende authentische Wirkung ist
nicht vergleichbar mit oftmals hochstilisierten und aufpolierten
Hochglanz-Hollywood-Produkten.
Das Konstrukt
und die Struktur des Films sind bekannt und gleichermaßen
bewährt, zumindest für das ausführende Team
dieses Titels. Im Kern ist es ein bestimmtes Moment, welches
schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten mit sich bringt
und den Ausgangspunkt einer dramatischen Geschichte darstellt.
Für alle Involvierten ändern sich daraufhin grundlegende
Dinge im Leben und der Film erzählt von Gedanken und
Gefühlen derjenigen, die sich mit diesen Situationen
konfrontiert sehen. Im Groben vergleichbar mit „Amores
Perros“, dessen Qualität sich unlängst über
zahlreiche Hollywood-Produktionen erhebte, obgleich er nicht
aus der US-Filme Traumfabrik entstammte.
„Babel“
adaptiert dieses erfolgreiche Vorgehen, verfeinert das Handwerk
und zieht einen klaren Strich zu anderen Dramen, wenngleich
gewissen Parallelen zu Titeln wie „Magnolia“ unverkennbar
sind. Insbesondere der Music-Score, welcher schlussendlich
zurecht einen Oscar erhielt, stellt eine klare Spitze dar.
„Babel“ kommt mit klaren und deutlichen, unverfremdeten
Bildern daher. Auch weist die neueste Arbeit von Alejandro
González Iñárritu keine philosophische
und künstlerische Freiheit in der visuellen Darstellung
(à la „Frösche fallen vom Himmel“)
eines „Magnolia“ auf. Am Ende bleibt ein Film
mit tragischer Tiefe, einer transportierten Verlustangst und
den klassischen Momenten eines Dramas. Voller Authentizität
packt einen „Babel“, schüttelt einen durch
und spuckt einen wieder aus.
[Technik]
„Babel“ erscheint im Bildformat 1.85:1 und wurde
dabei – wie es heute Standard ist – anamorph codiert
auf der Disc abgelegt. Wie bereits „Amores Perros“
einen hohen Wert auf die authentische Wiedergabe legte, so
ist dies auch bei „Babel“ der Fall. Entsprechend
fallen die verschiedenen Geschichtselemente von ihrer Farbigkeit
und Stimmung sehr unterschiedlich aus. Alle Bilder des recht
minutenintensiven Films fallen sehr naturalistisch aus und
verfügen mithin über eine realistische Ausstrahlung
ohne das einem dabei der Gedanke an ein Set in den Kopf schießt.
„Babel“ verfügt über ein sehr abwechslungsreiches
Repertoire an Szenen. Von dunklen Momenten bis hin zu sehr
strahlenden, hellen Aufnahmen ist alles mit dabei. Auch sind
dynamische wie ruhige Momente mit von der Partie. Die Sauberkeit
leidet selten, die Kompression geht weitgehend in Ordnung.
Der Mehrkanalton
der Disc befindet sich im Dolby Digital 5.1-Format in den
Sprachfassungen Deutsch und Englisch auf dem Silberling. Ebenso
gibt es optionale Untertitel in den genannten Sprachfassungen
vorzufinden. Wenngleich „Babel“ als generell ruhigeres
Drama bezeichnet werden kann, so vermögen bestimmte Schlüsselszenen
auch durch ihre Akustik einen angenehmen Eindruck zu hinterlassen.
Diese Methodik ist zum einen sehr effizient und zum anderen
wirkungsvoll von ihrer Intensität her gegenüber
dem Zuschauer. Beide Mehrkanaltonspuren transportieren die
Töne qualitativ hochwertig und mit ausgewogenem Dynamik-Umfang,
wenngleich sehr frontlastig. Höhen und Tiefen können
dabei als adäquat bezeichnet werden. Egal was passiert,
die Sprachausgabe bleibt stets verständlich und erklingt
sauber aus dem Center-Speaker.
[Fazit]
Alejandro González Iñárritu’s aktuellstes
Drama mit dem einprägsamen Titel „Babel“
ist eine Klasse für sich, obwohl es ihm im Vergleich
zu „Amores Perros“ ein wenig an Innovationskraft
mangelt. Die üppigen 138 Minuten Laufzeit fühlen
sich nicht so lang an und eine erneute Ansicht lohnt sich,
wenngleich der Inhalt des Titels nicht gerade hoffnungsvoll
stimmt und gute Laune versprüht. Das Set besteht aus
zwei einseitigen Dual-Layer-Discs (DVD Typ 9), die zweite
Disc fasst dabei das Bonusmaterial mit einer Laufzeit von
rund 132 Minuten. Jene setzen sich aus den folgenden Features
zusammen:
- Making
Of „Common Ground: Under construction notes“
(18 Kapitel, 87 Min.)
- Interview
Alejando González Iñárritu (8 Min.)
- B-Roll
(3 Kapitel, 17 Min.)
- Featurettes
(3 Kapitel, 12 Min.)
- Internationale
Trailer
(Kinotrailer und TV-Spots, 6,5 Min.)
Das Making
Of ist großartig. Es bietet einen detaillierten Einblick
in die Hintergründe der Entstehung des Films und mithin
einen Heiden an „Hinter den Kulissen-Aufnahmen“,
die insbesondere Fans sehr gut gefallen wird. Es werden die
technischen Probleme bei der Produktion ebenso beleuchtet,
wie die inhaltlichen Herausforderungen bei der Umsetzung des
Skripts. Auch die weiteren Extras unterstreichen die Erscheinung
positiv und tragen zur guten Bewertung der Ausstattung bei.
„Babel“ erscheint am 6. August mit einer Altersfreigabe
ab 16 Jahren und richtet sich an Fans des Regisseurs und Freunde
der gehobenen Kinokultur.
Andre
Schnack
08.08.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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/ Ausstattung |
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| Preis-Leistung
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