| Blood
Simple
Crime/Drama/Thriller
[Inhalt]
Weil seine Frau Abby (Frances McDormand) lieber mit seinem
Angestellten Ray (John Getz) ins Bett geht, heuert Barbesitzer
Marty (Dan Hedaya) den zwielichtigen Privatschnüffler
Visser (M. Emmet Walsh) an, um die untreue Gattin samt Liebhaber
ermorden zu lassen. Visser kassiert zwar das Geld, bringt
dann jedoch statt den beiden seinen Auftraggeber um die Ecke.
Alle Spuren führen nun zu Abby und Ray…
(Quelle: Kinowelt Home Entertainment)
[Kommentar]
Ein Film voller Abgründe. Voll jener Faktoren und Situationen,
die Menschen auseinander bringen, voneinander wegtreibt und
sauer aufeinander stimmen. Und dann kommt auch noch das liebe
Geld, Skrupellosigkeit und Liebe mit ins Spiel, perfekt ist
die Höllensuppe. Die abgewrackten Charaktere von „Blood
Simple“ machen gar nicht den Anschein, als würde
viel im Busch sein. Dennoch hegen sie dunkle Geheimnisse und
Absichten, welche nur peu à peu zutage kommen um den
Verlauf der Geschichte noch immer verzwickter und aussichtsloser
für die Figuren zu gestalten. Dabei wirkt alles so authentisch
und dennoch logisch und vorbestimmt, jedoch keinesfalls vorhersehbar
und stets spannend.
Den darstellerischen
Leistungen gebührt bei der Bewertung besonderes Augenmerk.
Es fallen die durchweg guten Leistungen auf, und dies ist
nicht genug: die Szenen sind extrem gut durchdacht aufgebaut,
was zuweilen unbemerkt und unterschwellig wirkt. Eine dichte
Atmosphäre fängt die Gedanken um Eifersucht, die
zu Hass wird und der Geldgier, die auch vorm Morden nicht
zurückschreckt, sehr gut ein und sorgt für einen
hohen Spannungspegel. „Blood Simple“ kann lediglich
vorgeworfen werden, dass die musikalische Begleitung zwar
die Spannung unterstreicht, jedoch nicht immer den passenden
Ton trifft. Ein nur zu vernachlässigender Makel vor dem
Hintergrund der inhaltlichen Leistung.
[Technik]
„Blood Simple“ hat 24 Jahre auf dem Buckel, was
nicht spurlos an einem Bild-Transfer vorbei geht. Anamorph
codiert bietet die Technik einen rundum gelungenen Spaß,
ohne dabei Begeisterung im Publikum auslösen zu können.
Macht aber auch nichts, denn der 1.85:1-Transfer verfügt
über weitgehend gute Werte fürs Alter. Kontrast,
ok; Farbgebung, ebenfalls ok; auch die Kantenschärfe
ist noch akzeptabel, lässt sich jedoch nicht mit dem
Facettenreichtum eines aktuellen Bildes vergleichen. Auf der
anderen Seite muss man festhalten, dass „Blood Simple“
nie besser aussah. Rauschen oder Störungen wie Drop-Outs
machen wir nur selten aus. „Blood Simple“ bietet
zudem eine gelungene Kompression.
Tontechnisch erleben
wir ein wenig Ernüchterung. „Blood Simple“
hat nicht den gewünschten klaren Ton und wartet auch
nicht gerade mit abwechslungsreichen Elementen auf. Ganz das
Gegenteil ist eher der Fall. Dumpfer Sound auch bei der Sprachausgabenaussteuerung.
Zwar verständlich erklingen die Dialoge, doch ihre Klarheit
lässt stark zu wünschen übrig. Musikalisch
zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, es entsteht ein
wenig Räumlichkeit ohne die Dynamik aktueller Titel.
Optionale Untertitel deutschsprachiger Natur werden wahlweise
hinzu geschaltet.
[Fazit]
Misstrauen bricht aus, niemand ist sich mehr ganz sicher.
Es gibt Absichten von Ehebruch bis Mord auf einer Laufzeit
von rund 92 Minuten. Einblicke in die Welt der menschlichen
Seele, ihre Abgründe und dem todbringenden Potenzial,
welches in ihr steckt. Abgelegt auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) stehen Menü und Extras sehr gut. Via simpelster
Navigation erreicht der Fan folgendes Bonusmaterial: eine
Einführung von Mortimer Young, ein Presseheft als PDF
und einige Trailer. Nicht sonderlich viel, allerdings auch
besser als nichts. „Blood Simple“ erscheint am
24. Oktober auf DVD. Der Preis liegt bei fairen 12,- Euro
und „Blood Simple“ erhielt keine Jugendfreigabe.
Wer den Film kennt, der sollte sich diese Version unbedingt
zu Gemüte führen.
Andre Schnack
30.10.2008
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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