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Das Böse
unter der Sonne
Crime/Mystery
Im vollbesetzten
Hotel "Jolly Roger" erholen sich die Feriengäste
auf der kleinen Insel beim Baden, bei Ausflügen und gutem
Essen. Für ausgiebigen Klatsch und Gesprächsstoff
sorgt die ehemalige Schauspielerin Arlena Marshall (Diana
Rigg) mit ihrer allzu auffälligen Liaison, Mr. Redfern
(Nicholas Clay). Als dieser bei einem Bootsausflug Arlena
in einer Badebucht erwürgt auffindet, gerät er unter
Mordverdacht. Aber auch seine von allen anderen Gästen
bemitleidete Ehefrau und der kühle Mr. Marshall hätten
wohl ein Motiv für die Tat gehabt. Poirot (Peter Ustinov)
ermittelt und findet dabei heraus, dass praktisch jeder Feriengast
hier einen scheinbar triftigen Grund hatte, um diesen Mord
zu verüben, aber auch, dass jeder ein Alibi aufweisen
kann. Ein kniffeliger Fall für den gewitzten Belgier.
Er muss sich gehörig anstrengen, um aus den vielen kleinen
Puzzlestücken ein Bild des Mordes zusammenzusetzen.
Und das
gelingt ihm dann letztlich ganz gut. Das Ergebnis von Regisseur
Guy Hamilton gefällt nicht nur Krimi-Fans und Romanfreunden
der bekannten Autorin Agatha Christie. Zum einen liegt das
an der durchdachten und wirklich intelligent umgesetzten Geschichte
und dem mysteriösen Mord an sich, zum anderen aber auch
an den gelungenen darstellerischen Leistungen, dem hohen Anspruchs
und Unterhaltungsfaktor, den Poirot und seine Ermittlungen
mit sich bringen. Wie schon bei "Tod auf dem Nil"
wurde auch hier viel Wert auf die Sets und die Umgebung gelegt,
in denen das Verbrechen und dessen Klärung stattfinden.
Wie aber auch schon im erwähnten Vorgänger, so hält
sich auch der Verlauf dieser Geschichte sehr an das bereits
Bekannte. Die Verhöre, Situationen und die Art, die Mr.
Poirot an den Tag legt, wenn er durch "seine kleinen
grauen Zellen" und viele Schlussfolgerungen letztlich
auf die Lösung stößt, ist auch nichts wirklich
neues - dennoch sehr unterhaltsam und am Ende überraschend.
Und das zählt bei einem guten Krimi.
Die technische
Seite sieht auch ganz gut aus. Zwar vermag das anamorphe 1.78:1-Bild
nicht einen Vergleich mit aktuellen Neuerscheinungen standzuhalten,
dafür wird aber eine dem Alter und den Anforderungen
an diese DVD gerecht werdende Leistung offenbart. Die visuelle
Leistung leidet stellenweise deutlich unter dem Alter, was
sich durch kleinere Drop-Outs, Verunreinigungen und eine nicht
immer ausreichende Schärfe bemerkbar macht. Der Kontrast
hingegen stiehl so manch anderem Transfer die Show, auch die
Schärfe geht über das Filmmittel hinweg in Ordnung.
Von der Kompression her auch keine schlechten Worte. Sound
gibt es im betagten Dolby Digital 1.0-Format, was kaum anders
zu erwarten war. Monaural schallt es in den Sprachen Englisch,
Italienisch, Spanisch und Deutsch auf dem Center-Speaker,
aus dem auch der restliche Klang in Form der passenden Filmmusik
und einiger Hintergrundgeräusche dringen. Viel passiert
hier nicht, das Gebotene verfügt aber weitgehend über
einen akzeptablen Qualitätsstand.
"Das
Böse unter der Sonne" macht durchaus mehr als nur
wenig Spass - soviel steht fest. Auch die technische Seite
kann sich unter Berücksichtigung des Alters sehen lassen.
Schön. Abgelegt wurde der rund 112minutenlange Guy Hamilton-Film
auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Das schick
gestaltete und einfach navigierbare Menü bietet Zugriff
auf folgende Extras: ein ca. 15minutenlanges Making Of, ein
6minutenlanger Zusammenschnitt von der Erstaufführung
mit der Queen im Publikum (nur mit Musik unterlegt), der Trailer
zum Film und eine Fotogalerie. Untertitel gibt es in den Sprachen:
Portugiesisch, Italienisch, Holländisch, Spanisch, Türkisch
und Deutsch. Freigegeben ab 12 Jahren erscheint die DVD am
12. März zu einem Preis von ca. 20,- Euro. Wer Krimis
mag, der kommt an dieser DVD kaum herum.
Andre
Schnack
13.03.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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