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Brother
Crime/Thriller/Action
[Inhalt]
Als entehrter Yakuza schwebt Yamamoto (Takeshi Kitano) in
Lebensgefahr. Der einzige Ausweg für ihn liegt in einer
Flucht in die USA. Er reist unter Hilfe seiner Yakuza-Brüder
nach Los Angeles, wo er seinen Halbbruder Ken (Kuroudo Maki)
aufsucht. Des englischen nicht mächtig macht sich Yamamoto
durch Gewalt und Brutalität verständlich. Er findet
Ken, der sich als kleiner Drogenhändler mit seiner Drei-Mann-Gang
über Wasser hält. Unter ihnen auch Denny (Omar Epps),
der Farbige und intelligente Begleiter Kens. Yamamoto kehrt
rasch zur Mafia-Routine zurück und schafft es, aus der
kleinen Bande eine lukrative und effizient arbeitende Organisation
aufzubauen. Doch mit der Expansion in andere Teile der Stadt
wachsen auch neue Probleme. Und spätestens, als sich
Yamamoto mit der japanischen Gang Shirase (Masaya Kato) zusammenschließt,
gerät die Situation aus der Bahn – denn die alteingesessene
Mafia in L.A. sieht nun eine Gefahr in den Japanern...
[Kommentar]
„Brother“ mag sich von der Geschichte zwar wie
ein stumpfer Schießfilm anhören – dem ist
aber ganz und gar nicht so. Und erst nach dem ersten kompletten
Ansehen des Films wird man wissen, warum das so ist. Hier
wird ein wirklich glaubhaftes und vorstellbar nahes Abbild
von dem geboten, was man vielleicht als „Yakuza“
und „Code der Bruderschaft“ unter den Mitgliedern
der japanischen Mafia versteht. Eine ganz fantastische Leistung
von Filmemacher Takeshi Kitano, der hier die Hauptrolle spielt,
Regie führte, das Drehbuch schrieb und ferner auch den
Schnitt des Films überwachte. Es wird hier eine Symbiose
aus Gewalt, actiongeladenen Gunfights und einer fesselnden
Geschichte geboten, die mehr Tiefe bietet, als anfänglich
überhaupt möglich erscheint. Stilvolle Bilder ohne
Übertreibung und dennoch mit einem gewissen und hohen
Grad an Gewalt ausgestattet, erzeugen eine sehr eigene und
dichte Atmosphäre. Von den darstellerischen Leistung
kann sich manch ein Film etwas abschneiden, insbesondere Omar
Epps und Takeshi Kitano überzeugen auf ganzer Linie.
Weitere Elemente, wie z.B. die Filmmusik und die Kameraführung
gefallen ebenfalls.
[Technik]
Technisch wird eine ausreichende Darbietung absolviert. Entgegen
der UK-Fassung, greift diese DVD
nicht auf ein anamorphes Breitbild zurück und bietet
lediglich einen Transfer im Format 1.85:1 mittels Letterbox-Verfahren.
Faktoren für positive Kritik: natürliche Farbgebung
und Sättigung des Bildes und der ausreichend hohe Schärfegrad.
Da macht es auch nichts, wenn ab und zu leichte Verunreinigungen
auftreten, einige Treppeneffekte entstehen und ein leichtes
Hintergrundrauschen die Geschichte begleitet. Von der Farbdarstellung
und dem Kontrast her wird hier gute Qualität abgeliefert.
Auch bei der Akustik hat diese Scheibe das Nachsehen, denn
es befindet sich lediglich die deutsche Tonspur im Dolby Digital
2.0-Format (Surround) auf dem Datenträger. Und dabei
bietet der Film ausreichend Potential für einen satten
Mehrkanalton. Wie schade. Stattdessen kommt nur ein zögerlich
lebhafter, weniger klarer und dynamischer Klang zum Zuge.
Untertitel gibt es nicht optionaler Natur, dafür aber
stets, wenn japanisch gesprochen wird.
[Fazit]
Mit „Brother“ erscheint eine ganz ausgezeichneter
Film auf einer technisch etwas enttäuschenden Code2-DVD.
Wir haben an der UK-Fassung gesehen,
dass hier mehr möglich ist (Test hier). Das rund 110minutenlange
Stück befindet sich auf einer einseitigen Single-Layer-Disc
(DVD Typ 5) und wurde als Bonusmaterial lediglich mit einer
Slideshow und einem Trailer ausgestattet. Das ist mager. Und
das sehr einfach gehaltene und etwas zu günstig aussehende
Menü kann da auch nichts wett machen. Wir haben die deutsche
Rental-Fassung getestet, die mit einer Altersfreigabe ab 18
Jahren daherkommt. Die DVD kann nicht empfohlen werden, der
Inhalt „Brother“ hingegen ist ein frischer und
guter Film mit neuen Ideen, die den amerikanischen Mafia-Filmen
Paroli bieten können. Fans von Takeshi Kitano-Filmen
kommen um diese Produktion nicht herum. Empfehlenswert.
Andre Schnack
04.09.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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