| Space
Pirate Captain Herlock Vol. 1
Animation/Adventure/Fantasy/Science-Fiction
[Einleitung]
Mit „Captain Herlock“ erscheint aus dem Programm
der universumfilm unter dem Label ufa anime ein weiterer japanischer
Zeichentrick-Film, der bereits ein paar Jahre auf dem Buckel
hat: die Rede ist von „Space Pirate Captain Herlock“.
Bei vielen Anime-Fans wird Freude beim Lesen dieses Titels
aufkeimen, genießt der für Freiheit im Sternenmeer
stehende Captain Herlock in der Anime-Welt doch einen guten
Ruf. Auf dieser ersten DVD der beginnenden Reihe sind die
Episoden 1-4 enthalten und wir konnten uns ein genaueres Bild
von der Disc machen. „Captain Herlock“ wurde 2002
als japanische Animations-Produktion unter Regie von Leiji
Matsumoto abgedreht.
[Inhalt]
Der Weltraumpirat Captain Herlock steht für Freiheit
im riesigen Sternenmeer der Galaxie; er kämpft für
seine Überzeugungen und gegen die Unterdrückung
durch die Regierungen. Herlock ist ein Pirat und ein Dieb
– und ein Retter der Menschen in Not. Als Verbrecher
von der Erde verbannt, zog Herlock durch den Weltraum und
stellte unterwegs eine Besatzung für sein Raumschiff
Arcadia zusammen. Als letzter der Weltraumpiraten, Zerstörer
eines feindlichen Imperiums und Beschützer eines Planeten,
der ihn verstoßen hat, ist Herlock ein wahrer Held der
Freiheit.
1. Der
Müllplanet
2. Die Rückkehr des Retters
3. Die Stimme aus der Ferne
4. Rettung in letzter Sekunde
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Ruhige Musik begleitet das Geschehen der Weltraumpiraten und
weist uns nicht weniger actiongeladen in die Thematik und
die Art der Unterhaltung ein. Nach und nach werden recht prominent
die verschiedenen Figuren vorgestellt und schnell wird klar,
dass ein gelungener Charakter-Mix zustande gebracht wurde.
Dabei halten sich die albernen Charakterzüge im Rahmen,
was ansonsten ja schon typisch ist für viele japanische
Zeichentrick-Produktionen. „Captain Herlock“ ist
zwar typische Anime, jedoch auf einem erwachsenen Niveau.
Alle vier enthaltenen Episoden weisen einen ähnlichen
Aufbau und Ablauf auf, allerdings erreichen sie inhaltlich
nicht das Niveau anderer Animations-Episoden und Filme.
Zum Leben
erweckt wurde der mutige und ehrenwerte Pirat Herlock bereits
vor rund 30 Jahren, denn dazumal liefen bereits – 1978
– in Japan die ersten Folgen der Serie im TV-Programm.
2002 holte man den galaktischen Freibeuter wieder zurück
und schuf eine neue Reihe an Folgen. Dabei hielt man sich
vom Animationsstil her an die bereits bewährten künstlerischen
Ausgestaltungen und dem bereits etablierten Stil der Gesichtszeichnungen.
Technisch betrachtet steht „Captain Herlock“ anderen
Titeln ähnlicher Entstehungszeit in nichts nach. Musikalisch
und auch optisch stört sich die Serie weder an kulturellen
Problemen, noch an einem überzogen wirkenden Hang zum
fernöstlichen Ursprung.
Action
und Science-Fiction – hier kennt sich der Kapitän
der Sternenmeere aus. Unterhaltsam und ausreichend spannend
gelang es Regisseur Leiji Matsumoto eine fantasievolle Story
zu spinnen. Zum Schluss noch ein mir unerklärliches Rätsel:
warum heißt der interstellare Freibeuter in der deutschen
Fassung Herlock und trägt im Original (japanisch, sowie
international) den Namen Harlock? Nunja, es gibt Dinge, die
sind nicht auf dem ersten Blick zu erklären und andere,
die sind nicht wichtig genug, um erklärt werden zu müssen.
Hier trifft beides zu. Der Müllplanet, die erste Folge,
erinnert an den weniger erfolgreichen Paul W.S. Anderson Streifen
„Soldier“. Nur hat diese Animations-Sendung wesentlich
mehr Atmosphäre und Stil.
[Technik]
Wie beim fast 30 Jahre alten Original, so kommt auch die Wiederbelebung
des „Captain Herlock“ im 4:3-Vollbild-Format daher
(1.33:1). Es ist immer die Frage, in welche qualitativen Güte
ein Zeichentrick anzusiedeln ist. Heutzutage unterscheidet
man sogar schon zwischen zahlreichen Varianten, denn es gibt
so genannte Realfilme, dann noch die Computer-Animationen
à la „Cars2 und die klassischen Zeichentricks
wie zum Beispiel Anime, welche noch nicht maßgeblich
aus dem Computer kommen. „Captain Herlock“ weist
einen gelungenen Animationsfluss auf, kann mit ordentlicher
Farbgebung punkten und verliert in den Bereichen Kantenschärfe
und Detailreichtum leider an Boden. Die Kompression schreitet
weitgehend unbemerkt zu Werke.
Seitens
des Tons erleben wir eine kleine Überraschung, denn so
befinden sich die deutschsprachige Synchronfassung im Dolby
Digital 5.1-Format auf der DVD. Die japanische Originalfassung
hingegen weist einen Dolby Digital 2.0-Sound auf. Untertitel
sind optional in deutschen Lettern hinzuzuschalten. So weltbewegend
ist der hochgemixte Mehrkanalton nicht, er reicht aus und
erfüllt die Anforderungen ganz gut. Sein Wirkungsspektrum
ist gegenüber Realfilmen etwas eingeschränkt, die
Sprachausgabe hingegen hinterlässt einen verständlichen
und weitgehend sauberen Eindruck.
[Fazit]
„Captain Herlock Vol. 1” (Originaltitel: Captain
Herlock Vol. 1 – The endless odyssey Outside Legend)
wird den Anime-Fans unter uns gefallen, denn die gebotene
Unterhaltung ist kurzweilig und das Science-Fiction Ambient
emit der Mixtur aus Zukunft und Seefahrt bereitet gute Laune.
Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren. Auf der einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) befinden sich Episoden 1 –
4 zu einer Laufzeit von je rund 25 Minuten, die gesamte Spieldauer
der Disc beläuft sich somit auf ca. 100 Minuten. Davon
ab bietet das einfach gehaltene Menü folgendes an Bonusmaterialien:
- Original
Intro- und Outro-Animationen
- Original
Interviews
- 10
Trailer weiterer Anime-DVDs
Die Laufzeit
des Bonusmaterials bemisst sich auf rund 30 Minuten. Das Material
löst keine Jubelsprünge aus, geht hingegen als nette
Beigabe gut durch. Auch die 10 Trailer zu weiteren Anime-Titeln
sind gelungener Qualität und bereiten Spaß, und
sorgen für Appetit auf mehr. Das erwähnte Interview
führte man mit dem Autor Mr. Reiji Matsumoto. „Captain
Herlock Vol. 1“ weist die ersten 4 Episoden der Reihe
auf und erschien am 2. Oktober zu einem nicht ganz so günstigen
Preis von rund 28,- Euro. In naher Zukunft wird auch noch
eine Box mit sämtlichen Folgen (13 an der Zahl) im Handel
erscheinen. Wer nicht abwarten will, zugreifen.
Andre
Schnack
24.10.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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