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City
Of Industry
Crime/Thriller
MGM
Home Entertainment brachte am 6. Februar 2001 auf den amerikanischen
Code1-Markt die DVD zum Film "City Of Industry"
heraus. Die Disc erschien unter der hauseigenen Reihe "Movie
Time". Inszeniert von Regisseur John Irvin wurde der
Crime-Thriller mit Harvey Keitel, Stephen Dorff, Timothy Hutton,
Famke Janssen und Lucy Liu in wichtigen Rollen besetzt; das
Drehbuch schrieb Ken Solarz. Wir sahen uns die Umsetzung auf
DVD genauer an und prüften auch den Inhalt des 1997 erschienenen
und von Barr B. Potter produzierten Films.
Roy Egan
(Harvey Keitel) trifft sich mit seinem Bruder Lee (Timothy
Hutton) und einem weiteren Kollegen namens Jorge Montana (Wade
Dominquez), um einen Coup durchzuplanen. Komplize Skip Kovich
(Stephen Dorff) verspätet sich, hat dafür aber nicht
zurückzuverfolgende Schießeisen besorgt und soll
später - nach dem erfolgreichen Raub - das Fluchtauto
steuern. Ziel des Verbrechens: rund 3 Mio. Dollar in Form
wertvollen Schmucks von einem Juwelier zu erbeuten. Denn durch
eine gekaufte Info weiß das Gangster-Quartett, dass
an einem bestimmten Tag ein sehr reicher Mann wertvolle Diamanten
in den Laden bringen wird, und dieser Tag wurde von Roy &
Co als Zahltag bestimmt. Als es dann soweit ist, läuft
alles glatt über die Bühne. Doch beim Aufteilen
der Beute greift Skip lieber zur Waffe und erschießt
kurzerhand Lee und Jorge. Roy entkommt und macht sich ohne
Geld und mit einer Riesenwut über die Ermordung seines
Bruders im Bauch auf, um Rache auszuüben...
"City
Of Industry" erzählt ein Geschichte aus dem kriminellen
Milieu in leichten Thriller-Stil. Beginnend wie z.B. der Kult-Streifen
"Reservoir Dogs", verfügt das Stück wirklich
wissend über seine Momente. Und auch der nicht gerade
sehr überraschende Twist bringt noch einen Hach von Frische
und Abwechslung mit, doch leider schafft es "City Of
Industry" nicht recht etwas großes Neues oder eigenes
zu entwickeln. Die Charaktere wurden ausreichend plastisch
gezeichnet, die Geschichte verfügt sogar über viel
Atmosphäre und Stimmung. Eigentlicher Mittelpunkt hingegen
bilden die Charaktere, von sauber ausgewählten Darstellern
besetzt, und die sehr einfach gehaltene Geschichte. Man mag
es dem Film negativ ankreiden, aber ich denke, dass er nur
in diesem hier gebotenen Format wirken kann, was ihm ja schließlich
auch gelingt. Passend melancholische Musik zu den traurig
anmutenden und wirkungsvollen Bildern, ein unverwüstlicher
Harvey Keitel und ein tiefböser Stephen Dorff - ein herrlicher
"Root For The Bad Guy-Movie": ansehen.
Zur Technik.
Vorab: Es handelt sich um keinen Big Budget-Film, der auch
offensichtlich nicht mit dem hochwertigsten Equipment gedreht
wurde. Was ja auch nicht weiter schlimm ist. Schade nur, dass
es tatsächlich zu einer Vielzahl an Verunreinigungen
kommt, ein ständiges Rauschmuster das Geschehen begleitet
und sogar einige Artefakte bei der Kompression auffallen.
Die Gesamtqualität variiert den Film über etwas,
befindet sich meist auf durchschnittlichem Niveau. Der Kontrast
geht in Ordnung und auch die Farbgebung wirkt meist recht
natürlich, ausreichen Bildeinzelheiten werden ebenfalls
geboten. Es anamorpher Breitbildtransfer im Format 1.85:1,
der nicht ganz überzeugt. Ton gibt es im englischen oder
französischen Dolby 2.0 Stereo Surround-Sound. Optionale
Untertitel sind auch in diesen beiden Sprachen vorhanden.
Der 2kanalige AC3-Ton weist ein ausreichend weites Klangfeld
auf, welches bei einigen Szenen angenehm etwas aus der sonst
recht stillen Wiedergabe der Frontlautsprecher herausbricht
und mit einer erhöhten Dynamik glänzt. Nichts besonderes
beim Ton, hier wird ebenfalls nur glattes Mittelmaß
geliefert.
"City
Of Industry" ist zwar kein großes Kino für
die Masse, dafür aber ein feiner Insider-Tipp, insbesondere
wenn es um Fans dieses Genres oder von Harvey Keitel geht.
Ein dunkler und melancholischer Thriller mit der Kraft der
blauen Bohnen und guten Darstellern - einfach, aber trotzdem
gefallend. Abgelegt auf einer einseitigen Single-Layer-Disc
(DVD Typ 5), wurde der rund 97minutenlange Streifen mit einem
Trailer als einziges Extra ausgestattet. Das ist natürlich
sehr mager und kommt der Gesamtwertung natürlich nicht
zugute, da auch die technische Umsetzung nicht zu begeistern
versteht. Wer jedoch Fan der Films oder der Darsteller ist,
der kann sich seiner Sache sicher sein, denn eine bessere
Fassung des Film ist auf keinem anderen Wege erhältlich.
Und wer Filme wie "Payback" mit Mel Gibson schätzt,
der kommt an "City Of Industry" nicht vorbei.
Andre
Schnack
16.11.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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