| DOA:
Dead Or Alive
Action/Adventure
[Inhalt]
Die gewiefte Wrestlerin Tina Armstrong (Jaime Pressly), die
clevere Trickdiebin Christie Allen (Holly Valance), die japanische
Prinzessin Kasumi (Devon Aoki) und die Extremsportlerin Helena
Douglas (Sarah Carter) gehören zur Elite der asiatischen
Kampfkunst. Dabei überzeugen sie ihre meist männlichen
Kollegen nicht nur mit ihren äußerst erotischen
Reizen, sondern auch mit ihrer extremen Durchschlagskraft.
Als die vier Girls zu dem mit 10 Mio. Dollar dotierten Martial-Arts-Tunier
namens „Dead or Alive“ antreten, müssen sie
beweisen, ob sie den besten Kämpfern der Welt gewachsen
sind.
(Quelle: Highlight Video)
[Kommentar]
Natürlich sind sie die Besten der Besten und zudem auch
noch einige der „sexiest girls alive“! Binnen
der ersten Minuten des Films eskaliert bei den Mädels
jeweils die männliche Umwelt, die Herren erheben sich
mit muskulösen Körpern gegen die scheinbar wehrlos
hübschen, jungen Frauen. Und sie alle ernten eine tierische
Tracht Prügel, verabreicht von genau diesen Frauen. Sie
sollen unterschätzt werden, holen dann aus und schlagen
so zu, dass James Bond vor Respekt erblasst und den Hut nimmt.
Doch diese zu Wort gewordene Produzenten-Fantasie verliert
dafür auf der anderen Seite sehr an Glaubwürdigkeit
und etwas Nähe. Alles hat seinen Preis und die Wunschvorstellung-Seifenblase
droht zu zerplatzen. Selbstverständlich gab es solche
Ausflüge Hollywoods in Titeln wie zum Beispiel „Charlies
Angels“, doch selten wurden sie so plastisch und comic-haft
umgesetzt wie hier.
Man hielt
sich an die inneren Vorgaben und formte letztlich durch einen
Haufen Erfahrung und einer wirklich hochwertigen Handwerkskunst
der Film-Branche einen rasanten und leichtfüßigen
Action-Titel ohne nennenswerten Anspruch. Letztgenanntes versucht
der Film durch stellenweise Albernheiten und einem sehr seichten
Humor. Apropos seicht, denn dieses Wort umschreibt auch die
getragenen Textilien der tollen Damen. Eher leicht bekleidet
und stets in sexy Pose zielen die Argumente der Mädels
erfolgreich auf ein männliches Publikum. Und so rekeln
sie sich vor der Kamera, egal wie schwierig der Martial-Arts-Einsatz
auch ist und präsentieren sich von ihrer besten Seite.
Das gehört zum Konzept und scheint beim einen oder anderen
unter uns auch tatsächlich soweit anzuschlagen, dass
aus dem objektiv sehr flachen Inhalt ein akzeptables Ergebnis
herausgeht. Tja.
[Technik]
Nachdem ausreichend weibliches und vor allem nacktes, weibliches
Fleisch gezeigt wurde, schwenkt der Titel auf die Action auf
der Agenda. Zumeist setzt irgendein Hardcore-Rock Titel überraschend
ein, bestimmt plötzlich die Präsenz und verlangt
durch Lautstärke und Ausdruckskraft die komplette Aufmerksamkeit
des Betrachters. Da verzeiht man schon mal den einen oder
anderen Patzer. Patzer gibt es beim anamorphen Breitbild im
Format 2.35:1 nahezu überhaupt nicht. Wir haben es mit
einem gut bis teils sogar sehr guten Bild zu tun, welches
in nahezu allen Bereichen mit überdurchschnittlich guten
Werten aufweist. Kontrast, Farbgebung und der Sättigungsgrad
bieten gute Leistungen, die Schärfe des Transfers könnte
zuweilen höher ausfällen, wirft jedoch keinen Grund
zum Beschweren auf. Die Kompression geht unbemerkt vonstatten.
Stylish
und sauber ist nicht nur die technische Umsetzung, sondern
auch die oftmals steril anmutende Set-Landschaft. Für
den Ton gilt dies nicht. Wir bekommen es mit deutscher Sprachausgabe
in Form eines DTS und eines Dolby Digital 5.1-Soundtracks
zu tun. Den englischen Originalsound gibt es hingegen ausschließlich
im Dolby Digital 5.1-Mehrkanaltonformat. Macht aber nichts,
denn sie unterscheiden sich hier nur in Nuancen. Hauptaugenmerk
setzten wir auf die Wiedergabequalitäten in den musikalischen
und actiongeladenen Momenten. Immer wieder gibt es ordentlich
etwas für den Decoder zu verarbeiten und einige gut gesetzte
Effekte erfüllen den Raum mit Klang und sorgen für
akustische Weite. Höhen und Tiefen werden durchweg gut
ausgespielt. Untertitel: deutsch.
[Fazit]
Worum geht es zum Teufel überhaupt innerhalb dieses Films?
Vielleicht um Schöne Frauen hauen sich gern? Ich weiß
es nicht genau. Fest steht jedoch, es hat mit viel Martial
Arts zu tun und soll Spaß bereiten. Inhaltlich erinnert
der Film an Werke wie „The Quest“ oder aber „Mortal
Kombat“, welche sich keines besonders großen Erfolges
erfreuen konnten, dennoch auf ihre Art und dem Hintergrundwissen
über das Computerspiel ihre Fangemeinde aufbauen konnten.
„DOA“ wirft letztlich einige Fragen auf, begeistert
auf der Laufzeit von rund 83 Minuten jedoch auch sehr kurzweilig
und unterhaltsam. Neben diesem Hauptfilm befinden sich noch
folgende Features auf der Disc:
- Making
Of (ca. 23 Min.)
- Blick
hinter die Kulissen (ca. 8 Min.)
- Deleted
Scenes (ca. 8 Min.)
- Interviews
(ca. 13 Min.)
- Storyboard
Abgelegt
auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) füllen
die Features noch einmal eine weitere Laufzeit von rund 52
Minuten, das ist ordentlich. Gerade deswegen, da sie auch
inhaltlich ein paar gelungene Wissenshappen aufzubereiten
wissen. „Dead or Alive“ ist an für sich recht
ungefährlich und bekam eine FSK Freigabe ab einem Alter
von 12 Jahren. Wenn man sich auf „Mortal Kombat“
einließ, dann sollte man auch diese Computerspiel-Verfilmung
unbedingt ansehen. Aber auch den Freunden hübscher Frauen
unter uns kann dieses Filmstück näher gebracht werden.
Erhältlich seit dem 22. Februar zu rund 16,- Euro.
Andre
Schnack
19.03.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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