| Deauce
Bigalow: European Gigolo
Comedy
[Einleitung]
Unter dem Titel „Rent A Man“ (Originaltitel: Deuce
Bigalow: Male Gigolo) wurde 1999 unter Regie von Mike Mitchell
eine Comedy mit Rob Schneider in der Hauptrolle abgedreht.
Rob Schneider arbeitete dazumal am Drehbuch mit. Und beim
nun erschienenen Nachfolger, „Deuce Bigalow: European
Gigolo“, tat er dies erneut und spendete die Geschichte
des Films. Auch schlüpfte der gebürtige Amerikaner
erneut in die Figur des „Deuce“, dieses Mal unter
der Regie von Mike Bigelow. In weiteren Rollen sind Eddie
Griffin, Jeroen Krabbé, Til Schweiger und Douglas Sills
zu sehen. Wir konnten uns den Nachfolger genauer ansehen und
berichten über Inhalt, technische Aspekte und die Ausstattung
des Titels aus dem Programm der Sony Pictures Home Entertainment.
[Inhalt]
Deuce Bigalow hat dem horizontalen Gewerbe zwar den Rücken
gekehrt, doch schon bald steckt er wieder bis über beide
Ohren drin. Denn sein ehemaliger Zuhälter T. J. Hicks
wird in Amsterdam in eine mysteriöse Mordserie verwickelt,
in deren Verlauf die größten Gigolos Europas von
einem Serienkiller systematisch eliminiert werden. Also muss
Deuce wohl oder übel wieder zurück an die Arbeit,
um den guten Ruf seines alten Freundes wiederherzustellen.
In Holland soll Deuce auf einer Gigolo-Akademie lernen, sein
Potential als käuflicher Liebesdiener voll auszuschöpfen
und sein Repertoire als Profi-Verführer zu erweitern.
Dabei
muss er es nicht nur mit der mächtigen europäischen
Gigolo-Gewerkschaft aufnehmen, in deren Hackordnung er ganz
unten steht, sondern auch mit einer ganzen Reihe merkwürdig
veranlagter weiblicher Kundinnen, auf die seine magische Ausstrahlung
und virile Männlichkeit überaus stimulierend zu
wirken scheint. Als Lohn für seine ganze Liebesmüh
winkt immerhin die Teilnahme bei den alljährlichen "Gigolo
Awards". Möge der Beste gewinnen!
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)
[Kommentar]
Filme, deren Inhalt sich einzig und allein auf das horizontale
Gewerbe stützen müssen nicht zwangsläufig mit
viel nacktem Fleisch oder aber sogar erotischen Szenen aufwarten.
Soviel können wir schon einmal von „Deuce Bigalow“
lernen. Muss ja nichts schlechtes heißen, immerhin handelt
es sich um eine Comedy, die vor 6 Jahren ihren ersten Teil
als Erfolg feierte und mit Scherzen und lustiger Unterhaltung
bewies. Der zweite Teil kommt hingegen leider eher als Abklatsch
daher. Warum? Es sind mehrere Faktoren, die sich hier kontraproduktiv
auswirken. Natürlich darf man auf bestehendem aufsetzen
und kann Erfolge feiern, in dem man bewährt eingesetzte
wiederholt. Allerdings ist ein Spritzer Innovation gern gesehen,
wenn nicht sogar heutzutage nahezu notwendig. Ferner haben
wir es mit einem Humor zu tun, der sich nicht selten der unteren
Schubladen bedient. Da nützt es auch nichts bekannte
und eingeschlagene Filme zu zitieren oder aber in die Pfanne
zu hauen.
Erschwerend
kommt hinzu, dass sich der Nachfolger oftmals auf den Vorgänger
beruft, was zwar anhand der Thematik nicht wirklich den Einstieg
erschwert, doch einige Witze und Anspielungen natürlich
wertfrei verpuffen lässt. Schauspielerisch gibt es hier
natürlich keine Glanzleistungen mit Oscar-Potenzial,
dafür jedoch solide Comedy-Kost, die gerade durch Rob
Schneiders Präsenz gewinnt und charmant verpackt wird.
Immer wieder bezeugt der Betrachter einige lustige Situationen
und Aufnahmen, wie man sie sich im wahren Leben nur erträumen
könnte. Der Unterhaltung kommt dies zugute, der Film
gewinnt dadurch jedoch nur bedingt und der Gesamteindruck
verbessert sich dadurch nicht gerade. Optisch ausreichend
ansprechend und mit einem gelungenen Music-Score begleitet
inszenierte Regisseur Mike Bigelow eine durchschnittliche
Komödie.
[Technik]
Als visueller Transporter fungiert hier ein anamorpher Breitbild-Transfer
im Format 1.85:1. Dieser schreitet von Beginn an sehr sauber
zu Werke und hinterlässt einen rundum guten Eindruck.
Wir haben es hier mit einem zarten Grundrauschen zu tun, das
nur bei der genaueren Betrachtung ins Auge fällt und
dem Spaß kaum Abbruch bereitet. Kontrast, Farbgebung
und Ausleuchtung bieten eine gute Grundlage, auf der sich
der Transfer plastisch und harmonisch entfalten kann. In einigen
Aufnahmen schwinden in den – zugegeben selten auftretenden
– dunklen Bildbereichen einige Details, doch aufgrund
der angenehmen Konturenzeichnung gibt es dennoch eine überdurchschnittliche
Benotung. Plastisch und nicht übersteuert fährt
der Transfer eine satte Umgebungsdarstellung. Kompressionsartefakte
oder andere Verunreinigungen treten kaum auf.
Tontechnisch
haben wir es mit einem soliden und klaren Dolby Digital 5.1-Ton
zu tun. Wahlweise erklingt dieser in deutscher, englischer
oder italienischer Sprachausgabe. Die deutsche Synchronfassung
glänzt mit sauberer Verständlichkeit, einem ausreichend
weiten Raumklang und einigen ganz netten Surround-Effekten,
die sich jedoch nicht mit den „Großen“ Blockbustern
vergleichen lassen. Die musikalische Begleitung gibt sich
situationsgerecht und umsorgt den Betrachter mit guter Musik
in guter Qualität. Störungen wie Knacken oder Knistern
nehmen wir nicht wahr. Insgesamt eine unspektakuläre
und ausreichende Leistung für eine Comedy. Untertitel
können wahlweise in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch
und Türkisch hinzugeschaltet werden.
[Fazit]
„Deuce Bigalow: European Gigolo“ aus dem Hause
Sony Pictures Home Entertainment bemisst sich auf eine Laufzeit
von rund 80 Minuten und findet Platz auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Die Altersfreigabe des Titels
wurde – aufgrund des Inhalts in Form von Ton, Bildern
und gesprochenen Worten – zurecht bei ab 16 Jahren festgesetzt.
Bis auf leicht bekleidete Frauen und ein paar Witzen, die
unter die Gürtellinie zielen, gibt es jedoch kaum etwas
jungend-störendes zu vermelden. Und die genannten Faktoren
braucht der Film auch ganz einfach, da er sonst seiner Zielsetzung
nicht gerecht werden kann. Sony stattete die Disc mit einem
einfachen Menü aus und spendierte folgende Extras:
- Hinter
den Kulissen von Deuce Bigalow European Gigolo
(zweiteilig, 1. Teil 25 Min., 28 Min.)
- Casting
Lounge (4 Min.)
- T.J.s
Hausboot (5 Min.)
- Gigolo
Konsumanreize (3 Min.)
- Comedy
Central Special (21 Min.)
- Burger
/ Bentley Spot (B-Roll zu 4 Min.)
- Portugiesisches
Frühstück
- Entfallene
Szenen (5 Min.)
- 5
Trailer
Zu den
80 Minuten Laufzeit des Hauptfilms gesellen sich somit noch
weitere 90 Minuten an Bonusmaterial. Schön zu sehen,
dass auch nicht großartig angelegte, mit gigantischem
Budget ausgestattete Filme auf DVD solche Bonusmaterialien
erhalten. „Deuce Bigalow: European Gigolo“ mag
Geschmackssache sein und für lustige Party-Unterhaltung
ausreichend humorvoll daherkommen. Wer etwas Anspruchsvolles
sucht, der wird hiermit nicht glücklich sein. Die DVD
kann ab dem 14. März im Handel erworben werden und schlägt
mit einem sony-üblichen Preis von rund 20,- Euro zu Buche.
Andre
Schnack
01.02.2006
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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