|
Gesprengte Ketten
Adventure/War
1963
brachte United Artists John Sturges’s „Gesprengte Ketten“
(The Great Escape) in die Kinos. Seiner Zeit ein gigantischer
Erfolg an den Kassen und heutzutage einer der größten Klassiker
der Filmgeschichte. Schaffte es dieser auf einer wahren Begebenheit
beruhender Film die bekanntesten Schauspieler seiner Zeit
vor der Kamera zu vereinen.
Es
ist 1944, der zweite Weltkrieg tobt in Europa. Die deutschen
Gefangenenlager sind überbelegt und es kommt immer häufiger
zu Ausbruchsversuchen. Die Luftwaffe errichtet ein neues,
ausbruchsicheres Lager, Stalag Luft III unter dem Kommando
von Luga (Hannes Messemer) in dem alle Ausbruchsspezialisten
(Zitat aus dem Film: „faulen Eier“) unter höchstem Aufwand
bewacht werden. Zu den Gefangenen gehören Hills (Steve McQueen)
der draufgängerische Jagdflieger, Hendley (James Garner) das
Organisationstalent, Danny Velinski (Charles Bronson) der
„Tunnelkönig“ und natürlich Bartlett (Sir Richard Attenborough)
der Rädelsführer, der auch Big X genannt wird. Die Gefangenen
beginnen unter dem Kommando von Bartlett die Arbeit an den
Tunneln Tom, Dick und Harry, um die Flucht von 250 Männern
zu ermöglichen. Eine riesige logistische Arbeit beginnt, bei
der Papiere gefälscht, Uniformen nachgemacht und der Ausbruch
vorbereitet wird. Kurz vor dem Stichtag wird einer der Tunnel
gefunden. Trotzdem gelingen 76 Menschen die Flucht durch die
beiden anderen Erdlöcher und eine Hetzjagd durch Deutschland
beginnt. Die Flüchtlinge haben dabei nur ein Ziel vor Augen:
die Freiheit!
John
Sturges, der durch Filme wie „Der alte Mann und das Meer“
oder „Die glorreichen Sieben“ bekannt wurde, hatte schon 13
Jahre vor Drehbeginn das Buch gelesen und das Projekt in Angriff
genommen. Er wahr ein angestellter Regisseur bei MGM und stieß
erst auf taube Ohren bei den Bossen. Erst nachdem er „Die
glorreichen Sieben“ abgedreht hatte und dieser zum Kinoknüller
wurde hatte er genug Einfluß um sich an dieses Projekt zu
trauen. Die Hauptrolle sollte Steve McQueen spielen, doch
war dieser zuerst nicht zufrieden mit seiner Figur - so wurde
die Rolle des Hills etwas ausgebaut und die berühmte Motorrad-Szene
am Ende des Films geschaffen. Andere Stars wie Charles Bronson,
James Garner, Richard Attenborough und James Coburn wurden
durch die Beteiligung von McQueen und Stuges gewonnen, wodurch
ein riesiges Staraufgebot entstand, das noch heute Konkurrenz
seinesgleichen sucht. Die Rollen der Wachen wurden von deutschen
Schauspielern übernommen um eine höhere Authentizität zu erreichen.
Hilfreich war auch dabei, dass viele der Schauspieler und
Mitwirkenden tatsächlich im Krieg Gefangene waren. Gedreht
wurde das Werk an Originalschauplätzen in Europa, in der Nähe
der polnischen Grenze. Die Innenaufnahmen wurden in den Bavaria
Filmstudios aufgenommen. Was den Film auch so erfolgreich
machte ist die Tatsache, dass er auf einer wahren Begebenheit
beruht. Paul Brickhills, der Autor der Romanvorlage war einer
dieser Gefangenen und wirkte selber am Bau von Tom, Dick und
Harry mit. Die Flucht sollte so viele deutsche Streitkräfte
wie möglich beschäftigen, da der D-Day bevorstand.
Da
der Film noch von 1963 ist, muß man leider mit einem Mono-Soundtrack
auskommen, der von United Artists etwas erweitert wurde und
somit zumindest einen leichten Surround-Effekt erzeugt. An
einigen Stellen ist ein leichtes Rauschen zu hören, dieses
stört aber kaum. Für Fans ist besonders der englische Track
sehr interessant, da früher bei der Übersetzung einige Details
weggelassen wurden (außerdem ist hier noch der qualitativ
beste Klang vorhanden). Trotz alledem ist der Sound besser
als je zuvor. Die Bildqualität ist ebenfalls besser als je
zuvor und endlich ist es möglich den Film im originalen 2.35:1
Format zu genießen, da sowohl die Video als auch die Fernsehversion
nur im 4:3 Format zu sehen waren. Das Bild gibt sich sehr
klar und scharf, auch wenn in einigen Szenen dunkle Flächen
einen leichten Schatten ziehen. Artefakte wie in der Videoversion
sucht man vergebens, nur bei großen ruhigen Flächen ist ein
leichtes Aufpixeln zu erkennen. Auf der Disc befinden sich
die englische, deutsche, spanische, französische und italienische
Version des Films, bei denen sich auf Wunsch englische, deutsche,
spanische, holländische, portugiesische, französische, polnische
oder norwegische Untertitel hinzuschalten lassen. Außerdem
gibt es noch eine englische und eine deutsche Version für
Hörgeschädigte.
United
Artist und MGM bringen mit „Gesprengte Ketten“ eine sehr gute
DVD auf den Markt, die ein Muß für Fans ist. Ein animiertes
Menü führt durch die vielen Optionen der Scheibe. Man darf
die Sprache der Menüs ändern oder sich gleich den Bonusmaterialien
widmen. Hier kann man auf Wunsch den amerikanischen Original-Kinotrailer
sehen oder sich die 24 minütige Dokumentation „Return to The
Great Escape“ anschauen. Für Leute die immer noch nicht genug
haben liegt der DVD ein 8seitiges Booklet bei, in dem noch
viele zusätzliche Informationen für den Interessenten warten.
Der 164 minutenlange Film wurde in 32 Kapitel unterteilt und
wechselt für etwa 50,- DM den Besitzer.Alles in allem eine
hervorragende DVD und ein brillanter Film, der zudem im neuen
Licht erstrahlt. Für Fans ein Muß!!!
Sven
Preuß
| Film
/ Inhalt |
: |
    |
Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
| Bild |
: |
    |
| Ton |
: |
  |
| Extras
/ Ausstattung |
: |
   |
| Preis-Leistung
/ Gesamt |
: |
   |
|
| |
WWW
Links:
- |
Bitrate
(durchschnittlich):
5,49 |
|