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Das Grauen
Horror
Nach dem
Unfalltod seiner Frau und seiner Tochter zieht sich der Komponist
John Russell (George C. Scott) auf einen alten Landsitz zurück,
um das Geschehene zu verarbeiten. Doch er findet nicht die
ersehnte Ruhe. Nachts hört er seltsame Geräusche
und glaubt, die Leiche eines kleinen Jungen zu sehen. Bei
der Erkundungstour durch das alte Gemäuer stößt
er auf einen Geheimgang zu einem verborgenen Kinderzimmer.
In dem seit Ewigkeiten vergessenen Raum befinden sich lediglich
ein Rollstuhl und eine Musikbox. John spürt, dass sich
in diesem Raum etwas Schreckliches ereignet haben muss. Um
der Sache auf den Grund zu gehen, folgt er dem Rat eines Parapsychologen,
dort eine Seance abzuhalten. Doch er ahnt nicht, welch ein
fürchterliches Verbrechen dabei enthüllt werden
würde...
"Das
Grauen" besitzt das typische Flair dieser Filme der späten
70er und vor allem 80er Jahre. Der Film wurde sehr professionell
umgesetzt und bedacht inszeniert. Logisch kann das Geschehen
zwar keinesfalls erklärt werden, dafür befindet
sich zu viel Mystik im Filmgemisch. Aber da es sich schließlich
um einen Horror-Film handelt, ist diese Tatsache zu vertragen,
denn im groben machen die Zusammenhänge allesamt Sinn.
"Das Grauen" baut ruhig die gruselige Stimmung auf,
vor allem durch sehr gekonnten Einsatz der passenden musikalischen
Untermalung des Geschehens und ein gutes Schattenspiel, gewinnt
dann an Tempo und Dichte in der guten Story von Drehbuchautoren
Russel Hunter und William Gray. Der Film präsentiert
sich stellenweise wirklich arg unheimlich, ohne die aktuellen
Methoden oder aber Mittel der heutigen Technik zu nutzen,
was damals schlicht und ergreifend einfach noch nicht möglich
war. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls gut.
Und nun
zur Überraschung, der Technik. Bildtransfer gibt es im
anamorphen Breitbildformat 1.85:1, welches der Originalkinovorlage
von '80 entspricht. Der Transfer glänzt in einem Umhang,
als wäre er erst wenige Jahre jung: es gibt knackige
Farben, saubere und klare Konturen und einen plastischen Gesamteindruck
mit einer natürlichen Farbgebung. Das Alter von rund
20 Jahren sieht man der Leistung nicht an. Das Geschehen besticht
durch Sauberkeit und weist praktisch kaum Verunreinigungen
auf, auch die Kompression befindet sich auf einem qualitativ
hochwertigen Level. Vom Bild zum Ton. Dieser wurde zum einem
im Dolby Digital-Stereo Format im englischen Originalton aufgenommen
und zum anderen im Dolby Digital-Mono Format in den Sprachfassungen
Deutsch, Spanisch und Italienisch auf der Scheibe abgelegt.
Der englischsprachige Sound weist im Vergleich zu den anderen
Fassungen eine etwas höhere Dynamik an den Tag und wirkt
auch im Raunklang deutlich weiter, gegenüber heutigen
Erscheinungen jedoch sehr zurückhaltend. Die monauralen
Tonspuren gewinnen etwas das Gefühl aufkommender Raumweite
durch die Musik und die klar davon separierten Dialoge. Untertitel
gibt es optional in sechs Sprachfassungen hinzuzuschalten.
"Das
Grauen" von Regisseur Peter Medak bietet spannende und
gruselige Unterhaltung, und das rund 102 minutenlang. Kinowelt
brachte den ab 16 Jahren freigegebenen Film auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) unter und schürte bei der
Technik keine Mühen, denn diese gelang gut. Nur bei der
Ausstattung gibt es wieder negative Kritik, denn mehr als
eine musikalisch unterlegte Fotogalerie und einen englischen
Audiokommentar mit dem Regisseur findet der Käufer nicht
vor. Mager. Wer sich auf der Suche nach einer Alternative
zum heutigen Kino-Programm befindet, der erhält hier
einen spannend inszenierten Film einer Art, die heutzutage
etwas in den Rückhalt geraten ist und den technischen
Spielereien großer Special Effects Häuser gewichen
ist. Wer Interesse hegt, der muss mit ca. 25,- Euro recht
tief in die Tasche greifen, erhält dafür jedoch
einen guten Film auf einer ebenso guten DVD. Diese erschien
am 16. Juni.
André
Schnack
25.07.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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