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The Hard Word
Crime/Drama/Comedy/Thriller
[Inhalt]
Für Dale Twentyman (Guy Pearce) und seine beiden Brüder
sind Gefängnismauern kein Hindernis. Im Gegenteil: Es
gibt kein besseres Alibi als den Knast. Dank korrupter Polizisten
und eines kriminellen Anwalts (Robert Taylor) können
die schweren Jungs beim Freigang ihre lukrativen Raubzüge
durchziehen. Denn wer kommt schon auf die Idee, dass die Täter
bereits "sitzen". Doch als ihre Entlassung unmittelbar
bevorsteht, entwickelt der Rechtsverdreher Frank eine unangemessene
Gier: Er will nicht nur die Beute für sich alleine haben,
sondern Dales Ehefrau Carol (Rachel Griffiths) noch dazu.
Aber die drei Twentymans ahnen schon, dass es ihnen an den
Kragen gehen soll. Bei einem letzten großen Coup wird
sich zeigen, wer wirklich clever ist.
[Kommentar]
„The Hard Word“ von Regisseur Scott Roberts ist
wirklich ein erfrischender und netter Film, der über
seine Laufzeit von 99 Minuten bestens unterhält und mit
angenehmen darstellerischen Leistungen aufwarten kann. Allen
voran ist natürlich Guy Pearce zu nennen, er bringt den
etwas verbitterten, dennoch lebensfrohen und extrem gewitzten
Kriminellen ohne Gier und Besessenheit nahe und sorgt für
einen facettenreichen und ausreichend plastischen Charakter.
Der fiese und scheinheilige Anwalt wird bestens vom Robert
Taylor portraitiert, auch Dales beide Brüder haben ein
wunderbares Alter-Ego gefunden.
Anfänglich
etwas zäh im Verlauf, dann gewinnt die kurzweilige Geschichte
jedoch plötzlich an Tempo und Plastizität und wird
fortan bis zum Ende hin zu einem Adrenalin-treibenden und
rasanten Unterhaltungsspaß mit Biss. Der eigensinnige
Soundtrack besteht aus keinen Song-Titeln, die auch im Radio
vor sich her dudeln, sondern aus einem technoiden, modernen
und harten Score, der das Geschehen sehr gekonnt unterstreicht
und die Stimmung verdichtet.
„The
Hard Word“ hat leichte Ähnlichkeiten zu „Reindeer
Games“ und „Nine
Queens“ oder aber auch Züge des Tarantino-Stils
und den atmosphärischen Charme eines „Two
Hands“. Stilistisch mehr als nur gelungen, atmosphärisch
sehr dicht und gefüllt von Nettigkeiten, die dem Cineasten
sofort ins Auge springen. Man achtete auf Details, so lieb
ich mir das. Hier und da treten auch winzige Fehler auf. Insgesamt
kann eine ambitionierte Arbeit mit gutem Ergebnis attestiert
werden.
[Technik]
Visuelle Qualitäten werden im Format 2.35:1 präsentiert,
und zwar anamorph codiert. Die Independent-Produktion erstrahlt
in einem angenehmen Gewand und bringt also auch optisch Spaß.
Ein knackiger Kontrast, satte Farben und ein ausgewogenes
Gesamtbild sprechen für die Schokoladenseite der DVD.
Ein leichter Nachzieheffekt, etwas grobes Rauschen und auch
zarte Verfransungen an den Konturen hingegen zeugen auch von
der Existenz einer negativen Seite der Darbietung –
alles hat eben zwei Seiten. Auch die steile Übersteuerung
des Kontrasts kann negativ angekreidet werden. Die Kompression
geht in Ordnung.
Der Ton der DVD
kommt in den Sprachfassungen und Formaten Deutsch DTS und
DD 5.1 und Dolby Surround, Englisch DD 5.1 und Dolby Stereo
2.0 daher. Der DTS Ton hebt sich qualitativ nicht von den
Dolby Digital-Soundtracks ab, bietet ebenso viele Surround-Effekte
und wartet auch mit einer angenehm weiten Räumlichkeit
auf. Vor allem der Music-Score dringt durch Volumen und Druck
in die Ohren. Dialoge tönen aus dem Center-Speaker, Hintergrundgeräusche
primär aus der Front, was durch den Einsatz der hinteren
Kanäle angenehm unterstrichen wird. Deutsche Untertitel
gibt es optional für Hörgeschädigte.
[Fazit]
Kriminell sein ist cool. So könnte man anmaßend
die Thematik vom 99minutenlangen Film kritisieren. Es geht
noch weiter, denn indirekt predigt „The Hard Word“
das sich Verbrechen lohnt, wenn man es denn gerissen und gewitzt
anstellt und dabei niemand zu Schaden kommen lässt. So
gibt es auch keinen Eklat mit dem Gewissen. Die einseitige
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) erscheint von Sunfilm Entertainment
am 14. Januar nächsten Jahres, die Rental-Fassung ist
hingegen bereits seit dem 26. November in gut sortierten Videotheken
zu haben. Als Bonusmaterial finden wir eine 4minutelange Featurette
mit Hinter den Kulissen-Aufnahmen, rund 20 Minuten Interviews
mit Cast & Crew, den Originaltrailer, Filmo- und Biografien
und drei Trailer weiterer Sunfilm DVDs vor. Das erfreut das
Herz. Die Film-Produktion von 2003 wurde mit einer FSK von
16 Jahren freigezeichnet. Wer intelligente, kurzweilige und
seichte Unterhaltung mag, der sollte sich dieses Leckerli
unbedingt ansehen. Ein besonderes Lob geht nicht nur an Guy
Pearce als Hauptdarsteller und Scott Roberts als Regisseur,
sondern auch an David Thrussell als Musiker.
André
Schnack
08.12.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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