| The
Invisible Man
Comedy/Thriller/Science-Fiction
[Einleitung]
„The Invisible Man“ – das ist eine TV-Serie
von 2000 von den Regisseuren Carlton Prickett und Breck Eisner
und vielen weiteren. Filmemacher Michael Grossman fertigte
insgesamt 11 Episoden der Serie als verantwortlicher Regisseur.
Die Serie lief zwei Jahre im TV-Programm und erscheint nun
als DVD-Fassung in der deutschsprachigen Region aus dem Angebot
der e-m-s new media. Es handelt sich um eine Science-Fiction-Serie
und wir konnten die DVD mit dem Pilot-Film genauer unter die
Lupe nehmen. In den Hauptrollen sind Vincent Ventresca, Spencer
Garrett, Joel Bissonnette, Eddie Jones und Paul Ben-Victor
zu sehen. Wir waren gespannt aus der Mixtur aus dramatischer
Science-Fiction mit einer Spur Comedy.
[Inhalt]
Um einer lebenslangen Gefängnisstrafe zu entgehen, lässt
sich Gauner Darien Fawkes auf einen Handel ein: Er nimmt an
einem geheimen Experiment der Regierung teil, bei dem ihm
eine synthetische Drüse eingepflanzt wird. Diese sondert
eine Flüssigkeit namens „Quecksilber“ ab,
welche es Darien ermöglicht, sich fortan unsichtbar zu
machen. Aber die Nutzung der Flüssigkeit wirkt sich zutiefst
negativ auf sein Gehirn aus. Darien droht allmählich
den Verstand zu verlieren. Als Terroristen das Labor überfallen
und dabei das Mittel gegen seine Wahnvorstellungen klauen,
muss sich Darien auf die Jagd nach den Hintermännern
machen. Immer wieder stolpert er über Anzeichen, dass
der Wissenschaftler Arnaud in den Überfall verstrickt
ist...
Episoden:
01 Pilotfilm: Der Unsichtbare (Teil 1)
02 Pilotfilm: Der Unsichtbare Teil 2)
03 Tödliche Berührung
04 Mein Freund Ralph
05 Die Prophezeiung
06 Alte Liebe rostet nicht
07 Den Teufel im Nacken
08 Claires Geheimnis
09 Die Entscheidung
10 Trennungsangst
11 Auf den Kopf gefallen
(Quelle: e-m-s new media)
[Kommentar]
Mit dem hier getesteten Pilotfilm zur US-amerikanischen TV-Serie
„The Invisible Man“ wird ein Menschentraum thematisiert:
Unsichtbarkeit. Was man vor rund 30 Jahren noch als rein positiv
dargestellt hätte, wird heutzutage weitaus kritischer
beäugt und filmerisch umgesetzt. Denn alles hat zwei
Seiten und die Kehrseite der Medaille der Unsichtbarkeit sind
– so zumindest hier – Wahnvorstellungen und der
drohende Verlust des eigenen Verstands. Nicht so gut. Mit
diesen Zutaten sind schon einmal die Grundsteine der Geschichten
des „Invisible Man“ dargelegt. Aber es gibt noch
mehr. Unter anderen einen toten Bruder der Hauptperson, aus
dem sich die Motivation des Protagonisten – in diesem
Fall Rache – ableiten. Ferner sind da dann noch skrupellose
Kriminelle, denen jedes Mittel recht ist, um in den Besitz
der unvorstellbar wertvollen Drüse zu kommen. Eine Frau
spielt auch mit, und Kopfschmerzen.
Denn eigentlich
ist Darien stets auf der Flucht, denn Unsichtbarkeit ist kein
reiner Segen und es gibt probate Mittel, um unsichtbare Menschen
wieder sichtbar zu machen. So hat Darien kein leichtes Vorwärtskommen
bei seiner Recherche nach dem Mörder seines Bruders und
der Suche nach einem „Gegenmittel“. Immer wieder
plagen den ansonsten recht einfachen Charakter fiese körperliche
Schmerzen und Aussetzer seines rationalen Verstands. „The
Invisible Man“ beginnt somit bereits in den ersten beiden
Pilot-Folgen einen Charakterzug zu zeichnen und stellt die
wesentlichen Figuren dar. Viele Kernpersonen gibt es dabei
nicht. Ohnehin agieren nur selten mehr als 2-3 Darsteller
gleichzeitig vor der Kamera, welche ausreichend gut gestaltete
Sets mit der Linse einfängt. Die optische Aufmachung,
wie auch Special Effects, gehen in Ordnung.
„The Invisible
Man“ zeigt sich innerhalb der ersten beiden Pilot-Episoden
teilweise sehr humorvoll, jedoch auch ohne Scheu die gruseligen
Momente wirkungsvoll zu inszenieren. Es gibt zahlreiche gar
drollige Faktoren wahrzunehmen. Wie beispielsweise die „Agentur“,
die dem armen Unsichtbaren ein wenig unterstützt. Geleitet
wird die Gruppe von „dem Offiziellen“. Irgendwie
schon amüsant. Auf der anderen Seite wirft der Start
und Hintergrun des Titels auch Fragen auf: warum kann sich
der gute Darien eigentlich unsichtbar machen? Durch Quecksilber
im Blut, verabreicht in bestimmten Dosen durch eine Drüse
am hinteren Teil der Hirnrinde – naja, wissenschaftliche
Äußerungen hierzu wollen wir gar nicht erst hören.
Auf der Habenseite gibt es dann noch einmalige Dialoge wie
„Sie haben meinen Bruder geötet!“ –
„Na und? Dann töte ich meinen auch, dann sind wir
quitt.“
[Technik]
„The Invisible Man“ erscheint auf der Mattscheibe
in Form eines 4:3-Vollbildtransfers. Gemäß der
Strategie einer TV-Produktion kann die Entscheidung zum 1.33:1-Format
entsprechend nachvollzogen werden. Das Bild verfügt über
einen guten und knackigen Kontrast, der sich hin und wieder
aufgrund einiger Parametrierungen über dem Mittelwert
bewegt. Und spätestens dann wird klar, dass am Bild gearbeitet
wurde. Denn die Farbsättigung hinterlässt hin und
wieder einen eher unterdurchschnittlichen Eindruck und die
verschiedenen Farbstufen verfügen über variierende
Bildintensität, bzw. Schwellwerte im Bereich der Wahrnehmung
von kleineren Bilddetails – kurz: der Detailgrad leidet.
Hin und wieder kommen die knackigen Farben richtig gut zur
Geltung und Plastizität keimt auf. Rauschen oder visuelle
Störungen treten kaum auf, auch die Kompression schreitet
sauber voran und gibt keinen Anlass zur Kritik.
Ein wenig schwach
auf der Brust ist die gesamte erste Staffel auf dem akustischen
Gebiet. Hier gibt es zwei Sprachfassungen im Tonformat Dolby
Digital 2.0: Deutsch und Englisch. Optional können dem
Geschehen noch deutsche Untertitel hinzugeschaltet werden.
Wenn inhaltlich nicht viel passiert und die Action sich verzieht,
dann stehen auch die tonalen Muskeln nicht mehr unter Strom
und es herrscht aufs Wesentliche reduzierte Tonleistung. Dazu
zählen vor allem zentrale Sprachausgabe und einige Hintergrundgeräusche.
Hier und dort noch etwas Musik, und das war es dann aber auch
schon. Keine großartige Leistung, jedoch auch keine
große Verwunderung vor dem Hintergrund einer TV-Produktion.
[Fazit]
Etwas Humor tut immer gut. Das dachten sich auch die Regisseure
der „The Invisible Man“-Episoden und mengten etwas
Comedy mit in die ansonsten actiongeladenen Science-Fiction
Sendungen zu rund 42 Minuten Laufzeit. Die gesamte Box mit
der ersten Season fasst somit rund 463 Minuten Filmunterhaltung
ab einer Altersstufe von 16 Jahren. Abgelegt sind die Inhalte
auf drei einseitigen Dual-Layer-Discs (DVD Typ 9). Verpackt
in einem ansehnlichen Schuber mit gelungenem Cover-Design.
Als Bonusmaterial kann über ein angenehm gestaltetes
Menü lediglich der erste Teil eines Interviews mit Vincent
Ventresca, Paul Ben-Victor und Michael McCafferty erreicht
werden. Wer eine gelungene TV-Produktion auch heimisch zum
erneuten Ansehen sein Eigen nennen möchten, der erhält
mit „The Invisible Man“ einen guten Wurf. Nicht
mit Filmen wie „Hollow Man“
zu vergleichen, wenn es um die Technik geht, inhaltlich hingegen
durchaus unterhaltsam. Erhältlich seit dem 9. November.
Andre Schnack
05.12.2006
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Bewertung:
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geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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