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JSA
- Joint Security Area
Drama/War/History
Der Todesstreifen
zwischen Nord- und Südkorea ist seit dem Fall des Eisernen
Vorhangs die tödlichste Grenze der Welt. Hier stehen
sich die Mitglieder einer gespaltenen Nation in unversöhnlicher
Feindschaft gegenüber. Doch auch in der Todeszone gibt
es Menschlichkeit. Als ein Soldat auf eine Mine der Gegenseite
tritt, werden die Feinde zu Lebensrettern. Eine geheime Kameradschaft
entwickelt sich zaghaft zwischen den Grenzposten - bis eines
Tages Schüsse peitschen und zwei Soldaten tot zusammenbrechen...
"JSA"
spricht eine aktuelle Sprache und bezieht sich inhaltlich
auf den stets anhaltenden Konflikt zwischen Nord- und Süd-Korea.
Dort wird noch heute ein zäher Kalter Krieg geführt,
wie es ihn sonst glücklicherweise nicht mehr gibt. Also
keine Fiktion, sondern pure Realität, die mit den Werkzeugen
des Leinwandkinos massentauglich umgesetzt wurde. So erklärt
sich auch der gigantische Erfolg des Films in Korea. Aber
man gab sich viel Mühe, so dass auch außerhalb
des Entstehungslandes durchweg positiv vom Werk Chan-wook
Parks gesprochen werden kann. Er setzte seine authentisch
wirkende Story innovativ und unterhaltsam um und sorgt mit
etwas Action, Ironie, Intelligenz und Drama für gute
Unterhaltung. Viele Elemente mögen für nicht so
aufgeschlossene Gelegenheits-Cineasten etwas befremdlich wirken,
doch jeder geistesoffene Mensch wird "JSA" definitiv
viel positives abgewinnen können.
Technisch
erwartet uns ein eher durchschnittliches Niveau, welches sich
über die beiden Bereiche Bild und Ton erstreckt. So kommt
es, dass der Film im anamorphen Breitbild im Format 2.35:1
(Packungsangabe fälschlich 1.85:1) mit seinem Rauschen
und der gewissen Unschärfe viel an Charme verliert. Zudem
wirkt das gesamte Geschehen in der Horizontalen etwas gestaucht
- ärgerlich. Die Farbgebung hinterlässt einen zu
fahlen Eindruck und der Kontrast kommt ziemlich steil daher.
Davon ab eine für asiatische Verhältnisse überdurchschnittliche
Leistung. Der Ton der Scheibe wurde in deutscher Sprache in
den Formaten Dolby Digital 2.0 und 5.1 und DTS 5.1, und in
der koreanischen Dolby Digital 2.0-Fassung abgelegt. Die deutschen
Mehrkanalton-Versionen ertönen in einem zurückhaltenden
und etwas nüchtern-sterilen Klangbild. Ab und an knallt
es zwar auch mal und die hinteren Kanäle werden eingesetzt,
im Großen und Ganzen jedoch geht es hier etwas ruhiger
zu. Die Dialoge sind klar und deutlich zu vernehmen. Untertitel
gibt es optional auf deutsch.
Der Film
mit der Message: "Bei der Klärung einer Situation
ist es wünschenswert, wenn Zugehörigkeit, Religion
und politische Ausrichtung und Ideologie der Beteiligten keine
tragende Rolle spielen" wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt und erhielt eine Altersfreigabe ab 16
Jahren. "Joint Security Area" läuft rund 110
Minuten und bietet in dieser Zeit viel Inhalt. Die Disc wurde
mit einem animierten Menü und folgenden Extras ausgestattet:
ein Interview mit dem Regisseur (ca. 7 Minuten), der Original-Trailer,
ein TV-Spot, ein koreanischer Music-Clip und ein Musik-Video
von Rage Against The Machine. Dazu gibt es noch 5 Trailer
weiterer DVD-Erscheinungen. Nicht gerade tiefsinnig und abendfüllend,
dafür ab ganz unterhaltsam. Schade, dass die Disc auf
der technischen Seite nicht so punkten kann wie erhofft, sonst
wäre die Disc auf jeden Fall eine Kaufempfehlung geworden.
André
Schnack
10.01.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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/ Ausstattung |
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