| Das
Königreich der Katzen
Adventure/Animation/Family/Fantasy
[Einleitung]
Aus den Ghibli Studios entsprangen tolle Filmwerke der Animationskunst
wie „Prinzessin
Mononoke“ und „Das
Schloss im Himmel“. Unter der Regie von Hiroyuki
Morita entstand 2002 der Titel „Das Königreich
der Katzen“ (Originaltitel: Neko no Ongaeshi). Das Drehbuch
entstammt den Federn von Cindy Davis Hewitt und Donald H.
Hewitt. In den Hauptrollen sprechen japanische Darsteller,
bzw. hierzulande aus dem TV und Kino bekannte deutsche Synchronsprecher.
Dieser Titel entstand 5 Jahre nach „Prinzessin Mononoke“
und sollte qualitativ entsprechend mithalten können.
Inhaltlich geht’s ums Träumen und die Zuflucht
in der eigenen Fantasie. Wir konnten uns das moderne Märchen
genauer ansehen.
[Inhalt]
Auf dem Heimweg von der Schule rettet die 17-jährige
Haru eine Katze vor einem heranrasenden Lastwagen. Zu Harus
Verblüffung bedankt sich die Katze artig - und macht
sich eilig davon. Das Mädchen ist schon bereit, das Erlebnis
als Einbildung abzutun, doch in der folgenden Nacht erhält
sie Besuch von einer ganzen Prozession aufrecht gehender,
sprechender Katzen. Ihr Anführer, der Katzenkönig,
bedankt sich bei Haru, denn es war sein Sohn Prinz Lune, den
sie gerettet hat. Dafür wird ihr nun die höchste
Ehre des Katzenkönigreichs zuteil: Sie soll den Prinzen
heiraten!
Diese
Dankesbezeugung ist Haru nun doch etwas zuviel. Auf Anraten
einer mitfühlenden Katze wendet sie sich hilfesuchend
an das „Katzenbüro“ des exzentrischen Katers
Humbert von Gikkingen. Der Baron verspricht, sie zusammen
mit seinen Kollegen, dem stets hungrigen Kater Muta und der
Krähe Toto, vor der Zwangsheirat zu bewahren. Als der
skrupellose Katzenkönig Haru in sein Reich entführen
lässt, macht sich das ungewöhnliche Trio zu ihrer
Rettung auf...
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Ein Märchen, welches einige unserer inneren Träume
ausformuliert, kindgerecht und fantastisch darstellt. Wenn
man von Situationen überfordert ist oder aber sich bestimmten
Dingen nicht gewachsen fühlt, so stellt man sich oftmals
den Ausgeburten unseres Kopfes, oder aber man schweift ab
von seinen Dämonen, sucht Nähe in der Fantasie und
erstrebt das abstrakte Glück. Inhaltlich formt „Das
Königreich der Katzen“ eine wunderbare Märchenwelt
aus nahezu alltäglichen Dingen. Katzen sind fantastische
Tiere, keine Frage. Was der Film hier darstellt ist natürlich
rational gesehen Quatsch, fasziniert jedoch auf seine eigene
Art und Weise und funktioniert und fungiert als Träger
einer gelungenen Message für die gesamte Familie. Ungefährlich
vertritt das „Königreich der Katzen“ seine
Standpunkte.
Seitens
der technischen Fertigung des Titels sei gesagt, dass man
nicht jeden Tag einen solch’ schönen Zeichentrick
vor die Augen bekommt. Ob die Fertigungstechnik als Anime,
Zeichentrick oder Zeichenkunst zu bezeichnen ist, kann meines
Erachtens nicht eindeutig geklärt werden und mag Ermessenssache
bleiben. Fest steht jedoch, dass diese Animationstechnik optisch
einfach auf ganzer Linie überzeugt. Die Technik unterstreicht
die Figurenzeichnung im wahrsten Sinne des Wortes. Plastische
und Kontrastreiche Bilder ohne Angst vor Bewegungen oder Vielzahlen
an Details stellen die Technik auf die Probe. Insgesamt eine
überzeugende Arbeit. Das zwei DVDs umfassende Set erscheint
aus der Reihe der Studio Ghibli DVD Collection, in der schon
andere bekannte Anime-Werke von universumfilm veröffentlich
wurden.
[Technik]
Das Bild ist qualitativ hochwertig! Es befindet sich im anamorphen
Breitbildgewand 1.85:1 auf dem Datenträger. Von Beginn
an fällt einem die klare Konturenzeichnung ins Auge,
die Bilder wirken unheimlich scharf, sauber und ruhig. Wunderbar.
Das es ihnen generell, letztlich auch durch den Zeichenstil
bedingt, ein wenig an Bilddetails fehlt - dies ist jedoch
kein spürbarer Mangel, sondern sozusagen natürlich
bedingt. „Das Königreich der Katzen“ gefällt
durch seine guten Werte. Allerdings gilt dies nicht für
die Farbsättigung, denn der Kontrast leidet dadurch ein
wenig und hinterlässt einen leicht fahlen Eindruck. Rasche
Bewegungen oder ab und an auftretende Kameraschwenks brechen
der Qualität keinen Zacken aus der Krone.
„Das
Königreich der Katzen“ hat zwar schon 5 Jahre auf
dem Buckel. Doch ist dies kein Indikator für eine weniger
zufriedenstellende tonale Leistung. Und so tritt der Titel
mit Dolby Digital 5.1-Ton in den Sprachen Deutsch und Japanisch
auf die Bühne. Von Beginn an spricht er mit der Story,
bildet ihren Inhalt akustisch sehr gelungen ab, macht aber
auch klar, dass wir hier kein besonderes Effekte-Spektakel
zu erwarten haben. Höhen, Tiefen und die Aussteuerung
von Musik und Sprache gelingt den beiden Soundtracks gleichermaßen
gut. Optionale Untertitel können in deutscher Sprache
hinzugeschaltet werden. Fehler gibt es nicht zu vernehmen,
keine Spur von Rauschen oder Knacken.
[Fazit]
„Das Königreich der Katzen“ bereitet Spaß.
Und universumfilm bringt uns in Form der hier getesteten 2-DVD
Version einen weiteren und zudem sehr gelungenen Zuwachs der
Studio Ghibli DVD Collection in den Handel. Zwar bietet der
Titel mit einer Laufzeit von gerade einmal rund 72 Minuten
nur einen kurzen Film. Dafür gefallen jedoch seine inhaltlichen
Stärken und die Spieldauer macht ihn noch kinderfreundlicher
für „mal zwischendurch“. Neben dem Hauptfilm
bietet das Set – bestehend aus zwei einseitigen Dual-Layer-Discs
(DVD Typ 9) – noch folgende Bonusmaterialien. Zu erreichen
über ein schönes Menü:
- Making
Of
- Storyboards
- Original
japanische Trailer
- Original
japanische TV-Spots
Sieht
auf dem ersten Blick nach nicht besonders viel aus. Tatsächlich
gab es auch schon Titel der Collection, die seitens der Extras
nicht gerade Lorbeeren ernteten. Hier ist das anders. Die
Navigation innerhalb der DVDs geht gut von der Hand und die
Extras kommen auf eine zusätzliche Laufzeit von rund
100 Minuten. Sie bieten einen gelungenen Einblick in die Entstehung
des Films. So soll es sein. Die Altersfreigabe liegt bei ab
6 Jahren, Erscheinungstermin des Sets ist der 12. März
zu einem Preis von rund 23,- Euro. Uns ist dies in der Kombination
eine Empfehlung wert.
Andre
Schnack
26.02.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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