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Liberts Stands
Still
Action/Thriller/Drama
Joe (Wesley
Snipes) hat nichts mehr zu verlieren. Seine heißgeliebte
kleine Tochter wurde von einem Amokläufer erschossen
und Joe ist blind vor Kummer. Sein ganzer Hass gilt nun denjenigen,
die solche tödlichen Waffen in Umlauf bringen. Liberty
Wallace (Linda Fiorentino), Vize-Präsidentin des größten
Waffenherstellers in den USA, repräsentiert all das,
was Joe verabscheut. Und so kidnappt er die smarte Geschäftsfrau
am helllichten Tag mitten in einem kleinen Park in der City.
Ausgerüstet mit einem Laser-Präzisionsgewehr gibt
Joe über das Handy seine Befehle und zwingt Liberty,
sich an einen Hot Dog-Stand anzuketten. An diesem sowie in
einem benachbarten Theatergebäude sind scharfe Bomben
installiert, und wenn Liberty seine Forderungen nicht minutiös
befolgt, dann gehen diese hoch...
"Liberty
Stands Still" bereitet beim Ansehen sachtes Kinovergnügen,
welches jedoch leider nicht recht über das Maß
des Durchschnitts gelangt. Die Spannung befindet sich auf
einem angenehmen Niveau, wobei der Betrachter allerdings nur
bedingt in das Geschehen gezogen wird. Die gesamte Erzählung
wirkt recht langsam inszeniert und mit wenig Tempo ausgestattet,
was aber auch am Gesamtkonzept des Films liegt. Gemeinsam
mit der Tatsache, dass die Geschichte im Kern wirklich nichts
neues bietet und zudem durch den gewählten Rahmen die
Sets in ihrer Vielfältigkeit auch sehr eingeschränkt
herüberkommen, werden zwei ganz überzeugend spielende
Darsteller in den Hauptfiguren geboten. Die Message in Form
von Kritiken an Staat, System und letztlich auch an Korruption
in bestimmten Industriezweigen, kommt sehr plump, dafür
aber deutlich daher.
Technisch
betrachtet kein sonderliches Ereignis. Der Bildtransfer beläuft
sich auf das Format 1.85:1 und entspricht somit der Originalvorlage.
Das 16:9 codierte - anamorph - Geschehen läuft mit ansehnlichen
Werten in den Bereichen Farbgebung, Kontrast und Plastizität
auf, kann aber in den Kategorien der Kantenschärfe und
Fehlerfreiheit nicht sonderlich gut punkten. Letzteres liegt
vor allem an dem stets erkennbaren und auch etwas störenden
Rauschen im Bild, das sich vor allem bei plakativen Elementen
des Bildes prominent dem Auge zur Schau stellt. Davon ab gefällt
das gebotene. Die Akustik des jungen Films wird im modernen
Dolby Digital 5.1-Format geboten, wahlweise in den Sprachen
Deutsch und Englisch. Der sehr zeitgemäße und etwas
technoide Soundtrack gefällt, wenn er auch etwas zu wenig
Abwechslung bietet. Die Dynamik geht in Ordnung, ebenso die
Räumlichkeit, Rauschen oder Knacken sind nicht zu vernehmen.
Der Film
"Liberty Stands Still" bietet angenehme Unterhaltung,
die im Fahrwasser großer Thriller und Actionfilme etwas
träge daherschippert. Die beiden Hauptdarsteller bieten
eine gute Leistung und der Film verrinnt in den 92 Minuten
Laufzeit nur ausreichend zügig. Abgelegt wurde er auf
einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9), welche ab einem
Alter von 16 Jahren freigegeben wurde. Als Special Features
bietet Kinowelt hier etwas, das nicht auf jeder Erscheinung
vorzufinden ist. Damit sind nicht die optionalen Untertitel
in den Sprachen Deutsch und Türkisch gemeint, sondern
vielmehr:
Trailer, ein Audiokommentar der Regisseurin, 20 Minuten Hauptfilm
in Multi-Angle-Funktion und zusätzlich 4x4 Multi-Angle-Szenen.
Letztere Option bietet die Möglichkeit sich 4 Szenen
aus 4 Perspektiven gleichzeitig anzusehen - nett. Die DVD
erschien am 8. Oktober in den Videotheken und die Verkaufsversion
wird am 7. Januar kommenden Jahres folgen. Wer Action mag,
gerne Fiorentino oder Snipes sieht, der kann hier zugreifen.
André
Schnack
01.11.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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