Frank Horrigan (Eastwood) hat Probleme mit der Vergangenheit,
besonders mit dem Tag, an dem Präsident Kennedy in Dallas
erschossen wurde. Damals war der Mann vom Secret Service in
der Sicherheitscrew Kennedys. Seit diesem Unglück verlief
Franks Leben nicht mehr so gut. Er macht sich mitverantwortlich
für das Scheitern der Truppe den Präsidenten zu beschützen.
Die Folgen des Attentates treiben ihn zum Alkoholismus, seine
Ehe scheitert. Heute hat Frank sich wieder gefangen, dennoch
verfolgen ihn die dramatischen Sekunden damals in Dallas noch
oft in seinen Träumen. Eines Tages, Frank arbeitet noch immer
für den Secret Service, meldet sich ein Mann bei ihm. Er sprich
davon den Präsidenten zu erschießen, und er ruft beabsichtigt
genau Frank an. Er ist davon überzeugt das richtige zu tun,
denn ihn und Frank verbindet etwas: die Regierung hat sie
beide zum Narren gehalten, so ist seine Ansicht der Dinge.
Frank sieht das selbstverständlich anders, er sieht es auch
persönlich, denn schon wieder ist der Präsident in Gefahr.
Frank läßt sich zum Personenschutz versetzen, trotz seines
schon gehobenen Alters muß er diese zweite Chance nutzen.
Als sich herausstellt, daß Attentäter Mitch Leary (Malkovich)
ein absoluter Profi ist und auch noch Franks Partner Al DAndrea
(Dylan McDermott) brutal über den Haufen schießt, platzt Frank
die Hutschnur. Die anderen Agenten und das Weiße Haus halten
ihn für einen Wichtigtuer und nehmen seine Warnungen nicht
ernst. Nur seine neue Partnerin Lilly Raines (Russo) vertraut
ihm. Frank will Leary das Handwerk legen, und das wird schwierig,
denn der mächtigste Mann der Welt befindet sich mitten im
Wahlkampf und gibt oft ein leichtes Ziel ab...
Wolfgang Petersen liefert mit seinem Polit-Thriller "In
The Line Of Fire" eine wirklich gute Arbeit ab. Der Film
erzeugt eine spannende Atmosphäre und fesselt für unterhaltsame
124 Minuten vor den Fernseher. Die Geschichte des Bodyguard-Veteranen,
seiner zweiten Chance und dem widerwärtigen Gegenspieler wurde
seht gut in Szene gesetzt. Die schauspielerischen Leistungen
stimmen ebenfalls, besonders John Malkovich verkörpert den
Bösewicht einfach diabolisch glaubwürdig. Aber auch die anderen
Rollen wurden ausgezeichnet besetzt, Clint Eastwood bietet
für seine Verhältnisse erstaunlich viel Tiefgang und lebt
in seiner Rolle richtig auf: er klopft "große" Sprüche,
spielt den harten Mann, zeigt aber auch Schwäche und Gefühle.
Auf die Beziehung der beiden Hauptfiguren wurde besonders
viel Wert gelegt, ansonsten bietet die Story aber auch kaum
mehr als Durchschnitt. Vom Aufbau und der Art des Drehens
erinnert der Film an "Air Force One", wer also Filme dieses
Kalibers mag, wird auch gerne in der Schußlinie stehen.
Bei der Betrachtung der technischen Seite der DVD stoßen
wir auf folgendes Ergebnis: das anamorphische Bild in 2.35:1
weist keinerlei Makel auf und präsentiert gute Qualität. Das
Bild bleibt den ganzen Film über stets detailliert und sehr
scharf, nur selten fällt ein leichtes Griseln ins Auge. Die
Farben sind satt, kontrastreich und harmonieren prima miteinander.
Nicht nur visuelle legte man sich ins Zeug, auch die Akustik
kommt nicht zu kurz. Alle Tonspuren wurden im MPEG-Format
auf der Scheibe abgelegt. Es sind deutsche und englische MPEG-1
2.0 Soundtracks und ein englischer MPEG-2 5.1 Track enthalten.
Alle bieten adäquaten Klang, ein richtiger Genuß ist allerdings
nur der 5.1 Sound. Hier versüßen einige direktionale Effekte
das Klangfeld und runden die ohnehin schon gute Geräuschkulisse
angenehm ab. Untertitel sind in folgenden Sprachen wahlweise
einzuschalten: Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch,
Norwegisch und Isländisch.
"In The Line Of Fire" begeistert den Zuschauer.
Der gute Film kommt in einer soliden Umsetzung auf DVD. Wermutstropfen
in der Ausstattung trüben leider den sonst guten Gesamteindruck.
Nur einen Trailer bekommt der Käufer zu einem Listenpreis
von 60,- DM dargeboten, da macht die Quantität der Untertitel
wahrlich nichts wett. Die meisten Händler bieten die einseitige
Single-Layer-Disc jedoch schon meist für einen halben Hunderter
an. Fans von Petersen und Eastwood bekommen das was sie erwarten,
Freunde des Action- und Thriller-Genres dürfen ebenfalls zugreifen.
Andre Schnack