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Das Loch in
der Tür
Horror
Nach dem
Unfalltod ihrer wohlhabenden Eltern werden Flora (Verna Harvey)
und Miles (Christopher Ellis) von ihrem Vormund auf einen
entlegenen Landsitz geschickt, wo sie unter Obhut der Gouvernante
Ms. Jessel (Stephanie Beacham) aufwachsen. Mit im Haus leben
noch die Haushälterin und Peter Quint, der Gärtner
(Marlon Brando), mit dem sich die beiden schnell anfreunden.
Quint ist belesen, hat einiges von der Welt gesehen und lockert
die nach strengen Regeln ablaufende Erziehung etwas auf. Doch
Quint besitzt auch eine dunkle Seite: Flora und Miles beobachten
verstohlen sein sehr "spezielles Verhältnis"
mit Ms. Jessel, deren unterdrückte Leidenschaft und Obsessionen
sowie die demütigenden Spielchen, die Quint mit ihr durchführt.
Und so beginnen Flora und Miles langsam ihre eigenen Spielchen
zu spielen, die in einem brutalen Mord enden.
"Das
Loch in der Tür" bereitet ganz gute Spannung und
eine insgesamt gute Unterhaltung, sofern man sich nicht der
Existenz der Roman-Vorlage und vor allem deren Inhalt bewusst
ist. Denn dann sackt das Niveau leider etwas ab und einige
der wichtigsten Faktoren, durch die das Buch lebt, fehlen
oder wurden in der Film-Verwandlung nicht adäquat umgesetzt.
"Das Loch in der Tür" gefällt mit zahlreichen
Zügen der Geschichte und vermag durch Kostüme und
Sets sehr stimmungsvoll zu wirken, wenn auch ein gemächlicher
Gang der Geschichte etwas dagegenwirkt. Die darstellerischen
Leistungen der wenigen Schauspieler gefallen, insbesondere
der "Leb-in-den-Tag"-Charakter Quint wurde von Marlon
Brando fantastisch gespielt. Der Geschichte kann lediglich
die Message entnommen werden, dass die Verantwortung der Erziehenden
in Bezug auf die Persönlichkeit der Kinder immens wichtig
ist. Ok, nichts wirklich neues, aber dennoch interessant.
Technisch
betrachtet gibt es keine sonderlich brillante Darbietung,
was von Anfang an jedoch klar ist, schließlich hat der
Film auch bereits 30 Jahre auf dem Buckel. Der Transfer befindet
sich im anamorphen Breitbildgewand auf der DVD, und zwar im
Format 1.85:1 und entspricht somit der Original-Kinovorlage.
Die Farbgebung des Englands der 70er Jahre gefällt sehr
gut, auch die Ruhe des Geschehens verbucht dem Transfer Pluspunkte.
Die Kantenschärfe reicht aus, hätte jedoch etwas
höher ausfallen können, ebenso auch der Kontrast.
Von der Kompression her gibt es keine nennenswerten Makel
zu berichten. Auch der Ton hinterlässt einen etwas "gealterten"
Eindruck, denn der Dolby Digital 1.0-Sound begeistert nicht
gerade mit seiner frischen Wirkung. Abgemischt in wahlweise
deutscher oder englischer Sprachausgabe, fällt einem
sofort nach Beginn die etwas blechernde Wiedergabequalität
der Dialoge auf. Sie grenzen sich von dem restlichen akustischen
Geschehen zwar etwas ab, bieten eine klare Verständlichkeit
an, doch vermögen sie nicht ganz die Gunst des Zuhörers
zu gewinnen. Davon ab befindet sich die Mono-Qualität
auf einem guten Level.
"Das
Loch in der Tür" - ein Thriller, dem es leider etwas
an Biss fehlt, der dafür aber mit einer angenehmen Atmosphäre
rund 94 Minuten lang ausreichend spannend unterhält.
Abgelegt wurde der Film auf einer einseitigen Dual-Layer-DVD
(DVD Typ 9), die Altersfreigabe erfolgte ab 16 Jahren. Als
Bonusmaterial sind über das schlichte Menü folgende
Extras zu erreichen: ein Teaser und ein Trailer und optionale
Untertitel in den Sprachen Deutsch und Holländisch. Die
deutsche Code2-DVD von Kinowelt kann seit dem 20. August zu
einem Straßenpreis um die 20,- bis 25,- Euro erworben
werden. Wer Thriller mit Stimmung schätzt und zudem eventuell
ein Fan von Marlon Brando ist, der kann auch mit "Das
Loch in der Tür" wirklich etwas anfangen und sollte
den Kauf in Erwägung ziehen.
André
Schnack
04.09.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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