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Lost
Souls
Horror/Thriller
Seit sie
sich selbst einer Teufelsaustreibung unterziehen musste, hat
sich Maya Larkin (Winona Ryder) dem katholischen Glauben zugewandt.
So unerschütterlich ist ihre Überzeugung, dass sie
von Pater Lareaux (John Hurt) sogar für einen Exorzismus
an einem verurteilten Frauenmörder ausgewählt wird.
Doch die Prozedur schlägt fehl - und Maya erkennt, was
sie schon lange vermutet hat: Der Teufel will auf die Erde
zurückkehren. Er hat sich den Körper eines Ungläubigen
als Hülle ausgesucht, den des charismatischen Schriftstellers
Peter Kelson (Ben Chaplin). Dieser hat allerdings für
Mayas Verschwörungstheorie nur ein abschätziges
Lächeln übrig. Doch dann geschehen merkwürdige
Dinge, und Peter beginnt mehr und mehr zu zweifeln, bis er
sich der grausamen Wahrheit nicht mehr verschließen
kann. Er sieht nur noch einen Ausweg: Um an seinem 33. Geburtstag
nicht vom Antichristen besessen zu werden, muss er sich Maya
anvertrauen...
Was es
schon in ganz ähnlicher Form bei "Stigmata"
und "End Of Days" ein Jahr zuvor gab, wurde hier
erneut aufbereitet und mit anderen Darstellern, einem anderen
Stil und durch ein anderes Team umgesetzt. Aber auch dieser
Film hat wieder viel mystisches und etwas "religiöses"
an sich, wenn er in seiner Qualität auch nicht an die
anderen Streifen herankommt. Leider ging den Machern ein wenig
die Ideen aus, so dass hier nichts wirklich neues geboten
wird - der Film verkommt zu einer Art Plagiat mit einer zwar
unterhaltsamen aber nicht gerade intelligenten Story, einem
gewissen Hang zur Schwermut und zu viel Ernsthaftigkeit. Das
Drehbuch von Pierce Gardner bereitet eine stellenweise etwas
langsame Unterhaltung und wurde inhaltlich sonst einfach gehalten
und orientiert sich an bekannten Elementen. Die Filmmusik
und die darstellerischen Darbietungen gefallen, doch wird
hier keine Glanzleistung unterbreitet. Regisseur Kaminski
inszenierte auf moderne Weise seinen Film und benutzt sehr
viele Slow-Motion Einlagen, welche einem nach einiger Zeit
etwas überdrüssig sind.
Bei der
Technik gelingt es der DVD nicht recht Fuß zu fassen.
Kinowelt leistete sich bei "Lost Souls" gleich ein
paar Schnitzer. Der Transfer wurde 16:9erweitert auf dem Datenträger
abgelegt und besitzt das Originalformat 2.35:1. Er verliert
aber durch das permanente starke Rauschen des gesamten Bildes
viel an Boden was die Qualität angeht. Nebst dieses Rauschens
tritt auch noch eine gewisse Unreinheit und Körnigkeit
auf, was leider auch negativ die Kantenschärfe und etwas
den Detailreichtum beeinflusst. Davon ab gelang die Kompression
ausreichend hochwertig. Ton gibt es im Dolby Digital 5.1-
und im DTS 5.1-Format in deutscher und englischer Sprache
zu hören. Vom Sound her vermag "Lost Souls"
zu gefallen. Neben einer lebhaften Umgebung mit einigen wohlplatzierten
Hintergrundgeräuschen und ein paar wenigen Direktionaleffekten
wird ein guter Musicscore und eine klare Sprachausgabe geboten.
Rauschfrei und insgesamt hochwertig in der Qualität gefällt
der Ton. Untertitel gibt es ebenfalls in Form von deutschen
und englischen Wörtern.
"Lost
Souls" ist nicht gerade ein sehr tolles Filmeereignis,
füllt aber einen Freitag Abend mit netter Unterhaltung
aus - zumindest wenn man Filme dieses Genres mag. Der rund
94minutenlange Streifen wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt und es befinden sich noch folgende Bonusmaterialien
auf der Scheibe: ein Audiokommentar mit dem Regisseur und
dem Kameramann, 10 Deleted Scenes, der englische und deutsche
Trailer, ein Trailer zu "The Lord Of The Rings"
und Starinfos auf Texttafeln. Freigegeben wurde der Streifen
ab einem Alter von 16 Jahren. "Lost Souls" erschien
am 21. August als Rental-DVD und wird am 20. November als
Kauf-Disc veröffentlicht. Technisch mit Makeln behaftet,
eine ausreichende Ausstattung und ein Inhalt, der wahrscheinlich
keiner unbedingt breiten Masse gefallen wird. Aber letztlich
muss jeder für sich entscheiden, und wer "Stigmata"
gut fand, der wird auch "Lost Souls" mögen.
Andre
Schnack
10.09.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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