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Love
Kills - Nicht nur die Liebe tötet
Comedy/Romance
Evelyn
Heiss (Lesley Ann Warren), die ihren wesentlich älteren
Gatten nur aus Geldgier geheiratet hatte, ist seit kurzem
verwitwet - und nur zu bereit, dem Sex-Appeal des durchtrainierten
Masseurs Poe Finklestein (Mario Van Peebles) zu erliegen.
In Windeseile nistet sich der attraktive Draufgänger
im luxuriösen Familien-Domizil in Beverly Hills ein.
Sehr zum Missfallen der restlichen Familienmitglieder. Stiefsohn
Dominique (Donovan Leitch) und Schwägerin Alena (Louise
Fletcher) wittern Konkurrenz. Muss doch das Erbe - die sagenhaften
Heiss-Juwelen - verteidigt werden. Als dann noch Sylvia (Loretta
Devine), angeblich Poes Schwester, auftaucht, ist der Kampf
eröffnet. Allianzen werden geschmiedet und gleich wieder
hintergangen, jeder verfolgt jeden, keiner ist, was er vorgibt.
Als Dominiques Liebhaber ermordet auf der Terrasse liegt,
wird bald klar: Es wird noch mehr Blut fließen in diesem
gnadenlosen Krieg um Reichtum, Macht und Lust.
"Love
Kills - Nicht nur die Liebe tötet" ist ein einfacher,
relativ unterhaltsamer und gut durchgestylter Film. Letzteres
und die sehr pralle Farbgebung, die mit den zahlreichen Nahaufnahmen
der Protagonisten kombiniert wurde, verleihen dem Film ein
etwas unnatürliches Aussehen und eine gestelzte, künstliche
Wirkung, wie man es von einigen TV-Soaps amerikanischer Natur
kennt. Davon ab wird jedoch eine intrigante Geschichte geboten,
die durch einige Wendungen spannend unterhält. Die darstellerischen
Leistungen reichen aus, gut spielt der Amerikaner Daniel Baldwin
(Vampires). Ferner gibt es einen
passenden und gelungenen Soundtrack zu den stylischen Bildern.
Letztlich bleibt aber ein nur durchschnittlicher Eindruck
des Films, vielleicht hat Mr. Van Peebles sich auch etwas
übernommen, denn gleich die Hauptrolle zu spielen, Regie
zu führen und das Script anzufertigen ist wahrscheinlich
eine gar nicht so einfache Aufgabe. Ein Mix, der zwar versucht
auf die Größe eines Tarantino-Stils zu schielen,
aber leider diesen weit verfehlt.
Technisch
befindet sich die DVD leider nur im unteren Mittelfeld. Es
wird die Geschichte im Vollbildformat 4:3 (1.33:1) erzählt,
entgegen der amerikanischen Code1-Fassung, die im nicht anamorphen
Breitbildgewand im Cinemascope-Format (2.35:1) aufwartet.
Der Transfer weist knackige und prall gesättigte Farben
auf, wenn auch der Kontrast teilweise schon überzogen
und zu steil wirkt. Doch was nützen eine gute Farbgebung
und ein gelungener Kontrast, wenn die Bildschärfe einfach
zu soft und niedrig ist und von einem ständigen Rauschen
begleitet wird. Hinzu gesellt sich ein leichter Nachzieheffekt
und eine nicht ganz ausreichende Kompression. Den Soundtrack
gibt es im Dolby Digital 5.1-Tonformat in deutscher Sprache
oder aber im Dolby Surround-Format in deutscher oder englischer
Sprache. Das diskrete Mehrkanaltonformat ist dem Dolby Surround-Ton
vorzuziehen und überzeugt durch eine satte und weite
Wiedergabe der Filmmusik und klaren, deutlich aus dem Center
klingenden Dialogen. Viel mehr wird der Thematik entsprechend
auch nicht geboten, so dass zwar die Qualität als gut
bezeichnet werden kann, die Ausnutzung des Digitaltonpotentials
aber nur bedingt geschieht. Untertitel befinden sich nicht
auf dem Silberling.
"Love
Kills - Nicht nur die Liebe tötet" ist kein sonderlich
tiefgehender Film, aber eine nette, unterhaltsame und mit
einigen Twists & Turnarounds in der Geschichte ausgestattete
Erzählung über Intrigen, Geld, Liebe, Hass und Neid.
Der Inhalt geht klar, die technische Präsentation gibt
Grund zu negativer Kritik und die Ausstattung leistet ebenfalls
keinen sonderlich guten Dienst. Denn nebst des rund 91minutenlangen
Film befindet sich lediglich der Trailer zum Hauptfilm und
3 weitere Trailer zu anderen Erscheinungen von Sunfilm Entertainment
auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Freigegeben
wurde die DVD ab einem Alter von 16 Jahren. Wer sich also
als Mario Van Peebles-Fan bezeichnet, der wird auch Spaß
an dieser Scheibe haben, alle anderen sollten vorab reinschauen.
"Love Kills - Nicht nur die Liebe tötet" ist
seit dem 17. Juli als Rental-DVD zu leihen und erschien am
31. Juli als Kauf-Version.
Andre
Schnack
05.08.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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