| Marvel's
Man Thing
Horror/Action/Science-Fiction
[Einleitung]
Mit dem Titel „Marvel's Man Thing“ (Originaltitel:
Man-Thing) konnte ich ja mal noch gar nichts anfangen. Trotz
des Gedankens, dass ich die meisten Figuren und Szenarien
der Marvel Welt kannte, war mir „Man Thing“ kein
Begriff. Jedenfalls erschien am 1. Juni die soeben genannte
DVD-Fassung von „Marvel’s Man Thing“ aus
dem Programm der universumfilm. Regisseur Brett Leonard (Der
Rasenmähermann) schuf 2005 den Horror-Titel mit Matthew
Le Nevez, Rachael Taylor, Jack Thompson, Rawiri Paratene und
Alex O'Loughlin in den Hauptrollen. Das Drehbuch schrieb Hans
Rodionoff nach Charakteren von Steve Gerber. Wir konnten uns
die DVD genauer ansehen und berichten.
[Inhalt]
Es sollte eigentlich ein ruhiger erster Tag in seiner neuen,
stressfreien Stelle als Sheriff von Bywater werden. Doch das
beschauliche Örtchen wartet mit einem schrecklichen „Begrüßungsgeschenk“
für Kyle Williams auf: Die aufs Grausamste entstellten
Überreste eines Jugendlichen wurden im nahe liegenden
Sumpfgebiet gefunden - zahllose rissartige Wunden deuten auf
einen Krokodilangriff hin. Kyle erfährt, dass dies nicht
der erste mysteriöse Todesfall der letzten Zeit ist.
Bei seinen
Recherchen stößt der Polizist auf unterschiedlichste
Theorien der Einheimischen: Ein Teil der Bevölkerung
glaubt tatsächlich an große Panzerechsen, andere
bringen den radikalen Einsiedler LaRoque mit den Morden in
Verbindung. LaRoque will den Öl-Industriellen Frederic
Schist aufhalten, im Sumpfgebiet nach Öl zu bohren. Andere
wiederum sprechen von einer mystischen, historischen Überlieferung:
Der „Wächter der Natur“ erscheine und richte
ohne Gnade über die, die sein heiliges Land beschmutzen...
(Quelle: universumfilm)
[Kommentar]
Was ist das also für ein Film, den wir hier haben? Ein
Film über Leichen aus dem Sümpfen einer Südstaaten-Kleinstadt,
die scheinbar durch mysteriöse Umstände auf bestialische
Art und Weise ein jähes Ende fanden. War ein Monster
daran schuld? Klar. Regisseur Brett Leonard schuf einen Horror-Action-Thriller,
der klassisch sowie auch Genrebezogen als Nischenprodukt einzuordnen
ist. Man könnte ihn gar als B-Movie bezeichnen. Die Hauptfigur
kommt eher daher wie ein gerade absolvierter Student, nicht
wie ein knallharter Cop, der seine Stadt im Griff hat. Neben
dem ungünstig frisierten Sheriff tritt vor allem die
sexy Grundschullehrerin zu Tage. Denn sie ist sich –
scheinbar – der Gesamtsituation am besten bewusst, was
das Handeln der weiteren wichtigen Personen nur bedingt beeinflusst.
Man merkt
es praktisch an alles Enden, dass wir es hier nicht mit der
besten Qualität an Film zu tun haben. Einfache Figuren,
viele Klischees. Besonders schön empfand ich den Indianer,
der sinnlos den Zucker auf der Theke des lokalen Diners verschüttet
und darin Zeichen liest. Was für die Story keinen Mehrwert
bietet, jedoch irgendwie ein mysteriöses Flair versprühen
soll. Auf solchen Dingen und einigen gut platzierten Schock-Momenten
basiert die Spannung von „Man-Thing“. Wo die Masken
durchaus überzeugen können, haben es auch die Sets
recht einfach. Der unheimliche Charme der Sümpfe hinterlässt
Eindruck. Wilde Kamerafahrten durch die dampfenden Sümpfe
mit zackigen Schnitten unterlegt von unverständlichem
Indianer-Gebrabbel gehören ebenfalls zu den eingesetzten
Mitteln.
[Technik]
Der Bildtransfer weist eine anamorphe Abtastung auf und befindet
sich im Seitenverhältnis 1.78:1 auf dem Datenträger.
Er kann durch seine gelungene Farbgebung Gefallen finden.
Sehr gelb, beige und staubig, zuweilen auch etwas grün
und matschig, denn es handelt sich schließlich um Aufnahmen,
welche die sumpfigen Südstaaten Amerikas abbilden sollen.
Ihr Kontrast geht in Ordnung und wir erhalten einen ausreichend
plastischen Eindruck von den Gegebenheiten geboten. Nur die
Sauberkeit des Bildes, damit zwangsläufig auch die Kantenschärfe
gibt Anlass zur Kritik. Denn ein stets wahrnehmbares Grundrauschen
kann nicht wegdiskutiert werden. Somit leidet auch ein wenig
die Detailzeichnung. Seitens der Kompression hingegen gibt
es keine negativen Reaktionen.
Modern
wie der Film ist erscheint er mittels mehrkanaliger Sound-Aussteuerung
nach dem Dolby Digital 5.1-Verfahren. Wahlweise kann zwischen
den Sprachfassungen Deutsch und Englisch gewählt werden.
Wenn das Sumpfmonster hier brüllt oder aber gezielte
Schreckmomente im Stile kleinerer und passender Geräusche
absetzt, so entsteht eine lebhafte und spannungsgeladene Atmosphäre.
Die Aussteuerung von bidirektionalen Effekten und großartigen
Basseinlagen hingegen kommt etwas zu kurz. Auf der Habenseite
können wir hingegen die saubere Dialog-Führung und
die aktionsgebundene musikalische Untermalung verbuchen. Untertitel
sind nicht aufzufinden.
[Fazit]
universumfilm veröffentlicht mit „Marvel’s
Man Thing“ mit Sicherheit weder großes Kino, noch
einen ausgesprochen guten „Mensch-gegen-Monster“-Film.
Dafür jedoch muss festgehalten werden, dass es sich beim
Titel um ein gelungenes B-Movie handelt, welches mit guter
Spannung und Atmosphäre daher kommt. Auf einer Laufzeit
von rund 93 Minuten gibt es Action, dunkle Magie und ein paar
wirklich gruselige Momente. So wie es der Film auch beabsichtigt.
Die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) bietet ein einfaches
Menü mit folgenden Auswahlen, wenn es um die Bonusmaterialien
geht:
- Audiokommentar
- Outtakes
- Storyboard-Vergleiche
- Concept-Art-Zeichnungen
- Deleted
Scenes
- VFX
Previsualisation
- Turbulence
Swarm Tests
- Building
a Scene
Die Laufzeit
des Materials bemisst sich auf immerhin 50 Minuten. Das ist
für einen Film dieses Kalibers schon mehr als ordentlich.
Zumal die Extras auch inhaltlich mehr als brauchbar sind.
„Marvel’s Man Thing“ kann technisch als
DVD gefallen und inhaltlich mit guten Effekten aufwarten,
so dass am Ende ein durchschnittliches Action-Flick übrig
bleibt, dass insbesondere Genre-Fans zu schätzen wissen
werden. Erscheinungstermin im Handel ist der 20. August. Die
Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren. Wer Horror mag und
auf eine Portion Humor à la „Lake Placid“
verzichten kann, der wird zufrieden sein.
Andre
Schnack
09.07.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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