Steven Taylor (Douglas), ein Wallstreet-Banker, mußte lange
und hart für sein Reichtum arbeiten. Sein Verdienst erlaubt
ihm nun ein Leben in der oberen Klasse der Gesellschaft mit
seiner wunderschönen Frau Emily (Paltrow). Emily scheint eine
treue Ehefrau zu sein, aber in Wirklichkeit hat sie eine Affäre
mit einem jungen, mittellosen Maler. Zu schade, daß Steven
den Braten schon gerochen hat, noch aber schweigt er gegenüber
seiner Frau. Er holt Informationen über den Hobby-Picasso
ein. Dabei tritt die nicht ganz so schöne Vergangenheit vom
"Lover" David Shaw (Mortensen) ans Tageslicht. Dieser
saß nämlich schon öfter im Knast und Emily ist nicht die erste
reiche Frau, die in seinem Bett schlief. Steven konfrontiert
David mit dem Wissen über ihn und die Affäre. Alles steht
gegen David und es scheint keinen Ausweg für ihn zu geben...
. Doch dann macht Steven ihm in Angebot. Für 500.000 Dollar
soll der Geliebte Stevens Frau, Emily, umbringen. Steven
Tailer ist ebenso ein lieber Ehemann, wie Emily eine treue
Frau ist. Er hat auch schon den perfekten Plan zum "Perfekten
Mord". David übernimmt dabei die Drecksarbeit und Steven
spielt an dem besagten Abend des Mordes gemütlich Karten in
einem Club sein Alibi ist perfekt. Später dann kommt
er nach Hause. Doch was ging hier vor? Emily liegt verstört
im Schlafzimmer, sie lebt, der Mann in der Küche allerdings
ist tot - und als die Polizei vor der Tür steht, muß Steven
auch noch feststellen, daß der Mann in der Küche nicht David
ist...
"A Perfect Murder" ist ein gelungen inszeniertes
Spielchen um den Mord eines Ehemannes an seiner Frau. Dabei
spielt jeder Einzelne der Beteiligten sein eigenes Spiel und
einige Überraschungen erwarten den Zuschauer. Die Geschichte
blieb dabei die Gleiche wie vor über 30 Jahren beim Hitchcock-Original,
nur wurde sie nicht einfach kopiert und ein günstiger Abklatsch
erzielt. Vielmehr besitzt der Film Selbstidentifikation und
Eigenart, natürlich auch durch das moderne Gewand der 90er.
Die Aufnahmen der High Society und der unteren Schicht der
Gesellschaft, der auch der vermeintliche Künstler angehört,
sind gut gelungen und spiegeln heutige Verhältnisse in der
Gesellschaft wieder. Dem Regisseur und Mitarbeitern gelang
es, eine betrügerische, spannende Atmosphäre zu erschaffen.
Ständig tappt der Zuschauer ein wenig im Dunkeln, klärt sich
etwas, so kommt sofort wieder etwas Verwirrendes hinzu
prickelnde Spannung. Außerdem erzielt das Darsteller-Trio
eine gute Leistung. In der Rolle von Steven Taylor erkennt
man Michael Douglas gleich wieder und man merkt, daß ihm diese
Rollen sichtlich Spaß bringen, zudem stehen sie ihm sehr gut
- ähnlich wie in "The Game", "Enthüllung"
oder "Wallstreet". Steven ist ein Machtmensch, Geld
zählt für ihn am meisten Seine Frau Emily hingegen
wünscht sich die romantische Liebe aus dem Bilderbuch und
verliert sich auf Anhieb bei David. Denn aus ihrer Sicht macht
David sich dadurch einmalig, da er sich für sie interessiert
und Geld für ihn unwichtig ist. Später allerdings stellt sie
fest, daß nichts um sie herum so ist wie es schien. Die Ausarbeitung
der Charaktere gelang wirklich gut.
Von der technischen Seite betrachtet begeistert die Umsetzung
auf das DVD-Medium ebenso wie der Film. Hohe Qualität in Bild
und Ton prägen den guten Eindruck. Die Präsentation, wahlweise
in anamorph erweiterten 1.85:1 oder in der Pan&Scan, hat
ein tadelloses Bild und der Transfer weist keinerlei Fehler
oder Rauschen auf. Dennoch könnte das Bild öfter detaillierter
und die Kontraste etwas härter sein. Ansonsten besticht das
Bild durch ausbalancierte Farbgebung und bestimmende Schärfe.
Ähnlich hohen Ansprüchen wird der Sound gerecht. Auch hier
galt es die hohe Qualität des Films zu wahren es gelang.
Der digitale 5.1 Surround-Track vermittelt ein lebendiges
Klangfeld, einen Dolby Surround-Track finden wir allerdings
nicht auf der doppelseitigen Single-Layer-Disc. Für die Thematik
sind ansprechend viele und gut positionierte direktionale
Effekte aus den Lautsprechern zu vernehmen. Sprache, Geräusche
und Musik wurden gut voneinander getrennt. Der passende Soundtrack
sorgt zu guter letzt für die richtige Spannung und den gewissen
Nervenkitzel.
"A Perfect Murder" ist ein sehenswerter Thriller
der 90er, in Hitchcock-Manier aber trotzdem als autonomer
Film für sich ansprechend und sehr unterhaltsam. Die verzwickte
Story um den beinahe perfekten Mord und seine unvorhersehbaren
Folgen, wurde meisterhaft in Szene gesetzt und fesselt von
Anfang bis Ende vor den Fernseher. Er erreicht das Ziel eines
jeden guten Thrillers: das Ergreifen des Zuschauers! Die schauspielerischen
Leistungen überzeugen. Das Angebot der DVD ist auch in Ordnung:
neben einem alternativen Ende (sehr gute Qualität), stehen
im hübsch animierten Menü noch zwei Audio-Kommentare, Produktions-Notizen
und Cast & CrewInfos zur Wahl. Die Sprache erklingt
entweder in englischen oder französischen Tonschnipseln aus
den Boxen, wahlweise mit Untertiteln. Der 107 minutenlange
Film ist in 32 Kapitel unterteilt und jedem der Thriller und
spannungsgeladene Filme mag ans Herz gelegt. Michael Douglas
Fans greifen bitte bedenkenlos zu!
Andre Schnack
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Bewertung:
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geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
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