| Ratatouille
Animation/Comedy/Family
[Einleitung]
„Ratatouille“ hieß die letzte intensive
Zusammenarbeit zwichen den Pixar Studios und dem Meister aller
Zeichtrick-Filme Disney. „Ratatouille“ entstand
unter der Regie von Brad Bird und Ko-Regisseur Jan Pinkava
2007 als Vollanimationswerk. Alle paar Jahre kommt ein toller
Animationsfilm aus den Studios von Pixar. Und so ist es auch
hier bei „Ratatouille“ der Fall, kein Wunder also,
dass sich der Titel großer Beliebtheit bei seinem Publikum
erfreute und lange in den Kinos lief. Zudem belegt der Titel
bereits nach kurzer Zeit Platz 115 der besten 250 Filme in
der Internet Movie Database. Die Geschichte und das Drehbuch
entstammen der Feder von Brad Bird, dem Regisseur. Wir konnten
uns die Blu-ray Disc aus dem Programm der Walt Disney Home
Entertainment genauer anschauen und berichten.
[Inhalt]
Remy, eine ungewöhnliche, junge Ratte träumt davon,
eines Tages ein renommierter Chefkoch in einem der feinsten
Restaurants von Paris zu werden. Hin- und hergerissen zwischen
den Wünschen seiner Familie und seiner wahren Leidenschaft,
setzt Remy zusammen mit seinem neuen Freund, dem Küchenjungen
Linguini eine Kette von urkomischen Ereignissen in Gang. Ratatouille
ist ein ganz besonderer Leckerbissen, von dem man einfach
nicht genug bekommen kann!
(Quelle: Walt Disney Home Entertainment)
[Kommentar]
Die ersten Teaser und seichen Vorschauen auf „Ratatouille“
strafte ich mit recht ausgeprägter Nichtachtung ab. Doch
spätestens als die ersten ernstzunehmenden Kino-Trailer
erschienen, weckten Disney und Pixar meine ungeteilte Aufmerksamkeit
und schürten die aufkeimende Vorfreude auf das Erscheinen
dieses Werkes. Und als es dann soweit war, da lief die Familie
ins Kino, sah den Film, begeisterte sich an ihm und empfand
viel Spaß. Dies bedeutet aus meiner Warte für Pixar:
well done, good job! Jawohl, denn „Ratatouille“
ist beste Kost, von Beginn bis Ende, sozusagen von Vorspeise
bis hin zum Dessert. So soll es sein!
Was zeichnet
dieses Zeichentrick, oder besser, Animations-Stück besonders
aus? Es ist wieder einmal die nahezu perfekte, ach was, es
ist die perfekte Symbiose aus Bild und Geschichte. Denn eines
haben diese Animationswerke auf jeden Fall an Vorteil: sie
gelingen genau so, wie sich die Macher es vorstellen. Heute
sind nämlich kaum noch grafische Einschränkungen
gegeben und den technischen Möglichkeiten keine Grenzen
gesetzt. Erinnern wir uns an den ersten „Toy Story“,
so sehen wir einen großen Fortschritt, das Genre erklimmt
ein bisher nicht erreichtes Niveau. Technisch gesehen ist
ein Vergleich mit z.B. „Cars“
kaum einer Erwähnung wert, denn die letzten Jahre hat
Pixar einen Qualitätsstandard geschaffen, den niemand
anderes zu erreichen vermag.
An „Ratatouille“
stimmt praktisch alles. Die wohl durchdachte Story überzeugt
mit Wertevermittlung der alten Schule, jedoch höchst
modern verpackt und einfach wunderbar und zuckersüß
inszeniert. Auf ganzer Linie wird dem Humor gefrönt,
der Slapstick-Komik Tribut gezahlt und dem notwendigen Tiefsinn
der Dialoge Zoll getragen. So soll es sein. Und tatsächlich
ist es so, wie man sich ein gutes Rezept vorstellt. „Ratatouille“
hat einfach alles, was dazu notwendig ist, auf einem kind-
und erwachsenengerechten Weg zu begeistern, zu überzeugen
und einfach gut zu unterhalten. Es gibt keine Tiefen, keine
Langeweile oder keine „blöden“ Momente, es
gibt Kino auf einem ganz herrlichen Niveau. Basta.
[Technik]
Ein wundervolles Bild, das sich hier offenbart. Einfach wunderbar.
Die Blu-ray Disc bietet einen – natürlich anamorphen
– Transfer im breitwandigen 16:9-Format 2.40:1. Und
zwar, wie es sich für ein High Definition-Medium gehört,
in einem 1080p-codierten Transfer. Da „Ratatouille“
zu 100-Prozent aus computergenierten Bildern besteht, ist
davon auszugehen, dass wir es mit einem perfekten Bild zu
tun haben. Und so ist es auch. Allerdings sei angemerkt, dass
dies keine Selbstverständlichkeit ist und wir es mit
dem Ergebnis einer grandiosen Arbeit vieler Menschen zu tun
haben, die auf einem künstlerisch und technisch sehr
gehobenen Level arbeiten. „Ratatouille“ besticht
mit fantastischen Bildern und tollen Farben voller Kontrast.
Hin und wieder – jedoch unter Bewusstsein der Macher,
so meine Annahme – variiert die Kantenschärfe,
ansonsten alles super.
Tontechnisch
gibt es ordentlich etwas auf die Ohren. Jedoch in Qualität,
nicht in Quantität. Kurzum: richtig viele Effekte kann
der Titel nicht liefern, dafür jedoch situationsbezogene
und technisch sehr hochwertige Untermalung. Das reicht von
der fabelhaften musikalischen Begleitung, über die sauberen
und passenden Sprachausgaben und Hintergrundstimmen bis zu
den ebenfalls fehlerfreien und oftmals räumlichen Hintergrundgeräuschen
aus der unmittelbaren und mittelbaren Umgebung. Der Fokus
bezieht sich immer sehr klar auf das, was gerade im Handlungszentrum
steht. Jedoch sollte man dies den verschiedenen Transfers
nicht negativ auslegen. Es gibt den Ton in den folgenden Fassungen:
Englisch 5.1 EX PCM und Dolby Digital 5.1 EX, Italienisch
und Deutsch hingegen in jeweils 5.1 DTS und Dolby Digital
5.1 EX. Untertitel sind in den Sprachfassungen Englisch, Deutsch
und Italienisch auf der Blu-ray Disc abgelegt.
[Fazit]
„Ratatouille jetzt in revolutionärer Bildqualität
und spektakulärem Ton – ein ganz besonderer Leckerbissen,
von dem man einfach nicht genug bekommen kann!“ –
so schreiben es die für PR verantwortlichen Mannen um
Disney Home Entertainment. Weitgehend haben sie Recht. Die
vorliegende Blu-ray Disc zu „Ratatouille“ kann
auf ganzer Linie gefallen, sie verdient sich praktisch sogar
mit Leichtigkeit unsere Auszeichnung für besonders lohnenswerte,
hochwertige und inhaltlich überzeugende Discs: den goldenen
Haken. Der Film mit einer Laufzeit von rund 111 Minuten befindet
sich keinesfalls allein auf dem Datenträger. Er weist
eine ganze Ratten-, nein, Extras-Kolonie mit auf. Die Features
sind über ein sehr gelungenes und stilvolles Menü
via einfacher Navigation zu erreichen:
- Kurzfilm:
Dein Freund die Ratte (11 Min.)
- Kurzfilm:
Lifted (5 Min.)
- Film
& Delikatessen
- Unveröffentlichte
Szenen
- Easter
Eggs
- Das
Testament
- Zum
Andenken an Dan Lee
- Gusteaus
Gourmet-Spiel
- Animations-Meetings
(Mitschnitte)
- Dokumentarische
Kurzfilme (10 Filme, 51 Min.)
- Zusätzliche
Szenen: „RIP“
Unter
den zahlreichen Materialien befinden sich tolle Dinge. So
zum Beispiel der grandiose Kurzfilm „Lifted“ von
Pixar. Zu komisch und einfach köstlich. Die Laufzeit
und die Inhalte zeigen sich in sich stimmig, geben Aufschluss
über die Entstehung und die immens aufwändigen Arbeiten
am Titel und gehen somit die Extrameile an Entertainment.
Sehr gut. „Ratatouille“ erscheint ohne Altersbeschränkung,
Erscheinungstermin war der 14. Februar 2008 zu einem Preis
von rund 25,- Euro. Wir machen es kurz: wer High Definition
mag, der kommt an diesem Titel nicht vorbei. Wer Disney- und
Pixar-Stücke schätzt, dem ergeht selbiges Schicksal:
kaufen!
André Schnack
25.02.2008
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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