| Osamu Tezukas
Robotic Angel
Adventure/Animation/Science-Fiction
[Einführung]
Als Ausschnitt einer sehr eigenen Art und Weise des Geschichtenerzählens
erscheint auch Regisseur Rintaro’s (Hayashi Shigeyuki)
„Osamu Tezukas Robotic Angel“ von 2001 aus japanischen
Landen. Die fernöstliche Produktion mit einem Budget
von rund 14,5 Mio. US-Dollar wurde bereits lange mit Spannung
erwartet, wir konnten uns dieses Code 2-DVD Set (2 Discs)
von Columbia TriStar nun genauer ansehen. In den Hauptrollen
als deutsche Synchronsprecher sind zu vernehmen: Ekkehardt
Belle, Sabine Bohlmann, Kai Taschner, Marc Stachel und Philipp
Brammer.
[Inhalt]
Der machtversessene Magnat Duke Red (Ekkehardt Belle) will
in dem gigantischen Stadtstaat Metropolis die Kontrolle gewinnen
und von einem Mädchen (Sabine Bohlmann) - halb Mensch,
halb Maschine und geschaffen nach dem Ebenbild seiner verstorbenen
Tochter - steuern lassen. Doch zwischen den Duke und seine
wahnsinnigen Pläne stellen sich der japanische Detektiv
Shunsaku (Kai Taschner), sein Neffe Kenichi (Marc Stachel)
– und der brutale Rock (Philipp Brammer), der eifersüchtige
Ziehsohn des Duke...
[Kommentar]
Wer mag sie nicht? Die Rede ist von Filmen wie „Blade
Runner“, „Das
fünfte Element“ oder auch „Terminator
2“. All diese stehen für gehaltvollen Inhalt
mit Seele. Und das so etwas auch bei bewegten Mangas funktioniert,
hat bereits der erfolgreiche „Ghost
In The Shell“ bewiesen. Mit „Robotic Angel“
aka „Metropolis“ gelangen Drehbuchautor Katsuhiro
Otomo (Akira) und Regisseur Rintaro ein wahrlich wertvoller
Film, der sich über das Medium Anime Zugang zu allen
Altersgruppen eröffnet. Die Story, facettenreich und
originell, wurde in groben Zügen der des Fritz Lang Klassikers
„Metropolis“ nachempfunden, wobei ganz aktuelle
Faktoren großen Einfluss auf die Geschichte besitzen.
Über die passend gelungene Zugehörigkeit der Musik
mag man diskutieren, davon ab jedoch stimmt bei „Robotic
Angel“ alles und der Film unterhält anspruchsvoll
und kurzweilig.
[Technik]
Bei einem solch aktuellen Werk spielt die Technik eine immens
tragende Rolle der DVD-Auskopplung. Hier noch wichtiger, da
gezeichnete Passagen mit computergenerierten Einlagen einhergehen.
Der Video-Transfer dieser Erscheinung wurde im Format 1.85:1
vollzogen und zudem anamorph auf der DVD abgelegt. Den Machern
war klar, dass hier jedes gezeichnete Detail seine Berechtigung
besitzt und somit ein solides Bild als Fundament benötigt
wird. Und dies gelang. Der Kontrast, Schwarzlevel, Detailreichtum
und die Farbsättigung – alles Komponenten, die
qualitativ hochwertig gelungen sind. Kompressionstechnisch
ebenfalls nichts großes zu bemängeln. Einziger
Wehrmutstropfen: ein sehr leichtes Rauschen, das ab und an
in Erscheinung tritt. Sound kommt im japanischen Original
in Form eines DD 5.1-Tons, die englische Fassung hingegen
in Dolby Surround und die deutsche Version wahlweise in DTS
oder DD 5.1. Die beiden letzteren geben sich unheimlich atmosphärisch,
da sie lebhaft in der Wirkung herüberkommen und das visuelle
Geschehen räumlich und dynamisch unterstreichen. Von
Hintergrundgeräuschen und Dialogen, bis hin zu direktionalen
Sounds und satten Basseinlagen wird hier alles geboten –
und das in guter Wiedergabequalität. So soll es sein.
[Fazit]
Columbia TriStar gelang mit diesem DVD-Set eine gut bis sehr
gute Leistung, zumindest was den rund 104minutenlangen Inhalt
und die technische Umsetzung angeht. Auf der ersten DVD (DVD
Typ 9) befinden sich zusätzlich 3 Trailer, die zweite
Scheibe (DVD Typ 5) enthält ein Making Of (ca. 33 Minuten),
Interview-Ausschnitte (rund 8 Minuten), Animationsvergleich,
eine Galerie, Infos zur Geschichte des Films und Filmografien
von Cast & Crew-Mitgliedern. Die gelungene und sehr passende
Menügestaltung sorgt für Gefallen zwischen dem Film
und den Extras. Freigegeben wurde das Set ab einem Alter von
12 Jahren. Es erscheint am 24. April zu einem Preis von rund
25,- Euro. Wer Anime der anspruchvolleren Art mag, der kann
hier bedenkenlos zugreifen. Auch alle anderen sollten sich
diese DVD einmal etwas genauer ansehen.
André Schnack
23.04.2003
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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