Mike McDermott (Matt Damon) ist ein junger Jurastudent in
New York. Er träumt davon der größte Pokerspieler der Welt
zu werden und an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Noch
treibt er sich aber in den New Yorker Bars herum, wobei er
auf den russischen Barbesitzer und Kartenspieler "Teddy
KGB" (John Malkovich) trifft und in einem Spiel alle
seine Ersparnisse verliert. Mike schwört seiner Freundin Jo
(Gretchen Mol) nie wieder Karten anzurühren und sich auf das
Studium zu konzentrieren. Dies hält er auch ein, bis sein
alter Freund Lester "Worm" Murphy (Edward Norton)
aus dem Gefängnis entlassen wird. "Worm" muß noch
alte Spielschulden begleichen und will mit der Hilfe seines
Freundes möglichst schnell die New Yorker Pokerspieler ausnehmen.
Mike kommt in einen Interessenkonflikt: entweder sein Versprechen
halten und seinen Freund hängen lassen oder ihm helfen und
riskieren wieder alles zu verlieren was er hat, inklusive
seiner Freundin. Professor Mr. Petrovsky (Martin Landau) merkt
das etwas nicht stimmt und versucht seinem Studenten zu helfen.
Nach und nach reist "Worm" seinen Freund immer mehr
in seine Probleme mit rein, bis es nur noch eine Möglichkeit
gibt das Geld zu bekommen. Ein neues Spiel gegen den Russen...
ob er diesmal gewinnen kann?
"Rounders" ist ein sehr guter Krimi, der eine sehr
eigene und verruchte Atmosphäre aufbaut. John Dahl gelang
ohne aufwendige Effekte ein spannender und mitreißender Film.
Allerdings sind Leute, die der Pokerregeln mächtig sind im
Vorteil, da man so die Situationen noch besser versteht und
mehr mitfiebern kann. Das Kartenspielen steht zwar im Vordergrund
aber die Charakter sind sehr deutlich ausgearbeitet und man
beginnt schnell sich mit ihnen zu identifizieren. Dies ist
nicht zuletzt auch ein großer Verdienst der hervorragenden,
schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller. John Dahl
kann in seinem Werk ein wahres Staraufgebot vorweisen, so
sehen wir neben Matt Damon und Edward Norton noch John Malkovich
(In the Line of Fire), John
Turturro (The Big Lebowski), Martin Landau (Ed Wood) und Femke
Janssen (007 - Goldeneye). Durch
den Einsatz von Licht und Schatten schaffte es Dahl außerdem,
einen sehr dunklen und schmutzigen Film zu schaffen, indem
die heruntergekommenen Bars und dunklen Spelunken noch einmal
so abstoßend wirken. Auch die Kameraeinstellungen sind einer
Erwähnung wert. Die für Außenstehende sehr langweilig wirkenden
Kartenspiele sind gut in Szene gesetzt und man hat immer das
Gefühl etwas mehr zu sehen als man sollte. Abgerundet wird
der Film durch einen klasse Soundtrack, der sich hervorragend
in das Geschehen einpaßt und unterstreicht. Ein wirklich sehenswerter
Film, der mit einer spannenden Geschichte aufwarten kann.
Der Käufer wird mit einer technisch ausgereiften Scheibe
belohnt. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist das nicht anamorphische
2.35:1 Bild, das aber trotzdem eine brillante Qualität aufweist.
Die Helligkeit und der Kontrast sind gut aufeinander abgestimmt,
was bei den vielen dunklen Einstellung positiv ins Auge fällt.
In einigen Szenen wirkt das Bild allerdings etwas Farblos
und blaß. Der hervorragende AC3-Sound klingt klar und deutlich
an unsere Ohren. Die Musik ist sehr gut von den Dialogen getrennt
und wird diskret über die Front- und Effektlautsprecher ausgegeben.
Es fallen keine Fehler oder Rauschen im Klangbild auf. Auf
der Scheibe ist leider nur der englische Original-Soundtrack
enthalten, bei dem man auf Wunsch noch englische Untertitel
für Hörgeschädigte hinzuschalten kann.
Miramax Home Entertainment bringt mit "Rounders"
eine gute DVD auf den Markt, allerdings hätte sie das Medium
besser nutzen können - hoffentlich wird das noch besser. Unter
dem verheißungsvollen Menüpunkt "Bonusmaterial"
finden wir leider nur einen Trailer und Werbung für weitere
Filme von Miramax. Die Single-Layer-Disc besitzt eine Spieldauer
von etwa 121 Min. und ist in 28 Kapitel unterteilt. Für etwa
60,- DM (Listenpreis 30$) ist sie im Handel erhältlich. Ein
Film, der von den Charakteren lebt und ohne aufwendige Spezialeffekte
auskommt. Leider nur eine mittelmäßige DVD.
Sven Preuß
| Film
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Bewertung:
Eine Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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