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Sass
Crime/Drama
Franz
(Ben Becker) und Erich Sass (Jürgen Vogel) werden mit
einer Reihe von spektakulären Einbrüchen zu wahren
Volkshelden. Die Polizei ist machtlos. Kriminalsekretär
Fabich (Henry Hübchen) ist den beiden zwar immer dicht
auf den Fersen und einige Male gelingt es ihm sogar, die Brüder
zu verhaften, doch die Indizien reichen nie für eine
Verurteilung aus. Aus den mittellosen Brüdern einer Arbeiterfamilie
werden angesehene Mitglieder der besseren Gesellschaft im
Berlin der "Goldenen Zwanziger". Aus vollen Zügen
genießen sie das süße Leben. Doch dann wagen
Franz und Erich Sass ihren größten Coup. Der als
nicht zu knacken geltende Tresor der Diskonto-Bank ist das
Ziel ihrer Träume. Darin liegt das Gold der Nationalsozialisten
für den Wahlkampf der NSDAP, was aber einige Risiken
mit sich bringt.
Mit "Sass"
schuf Regisseur Rola einen guten Kinofilm aus deutschen Landen
über eine deutsche Geschichte, die sich in Berlin tatsächlich
ähnlich zugetragen hat. Und auch wenn nicht jedem die
Namen Franz und Erich Sass gleich etwas sagen werden, so lockt
der Film mit guten Darstellern. Tatsächlich lohnt es
sich auch, denn "Sass" bindet mit ausreichend Spannung,
viel Atmosphäre und guten darstellerischen Leistungen
vor den Fernseher, wenngleich die Geschichte auch nichts Besonderes
bietet. Doch dafür ist neben historischen Sets und Kostümen
auch noch Platz für eine Spur Komik drin gewesen - sehr
schön und unterhaltsam. Der Verlauf der Story beschränkt
sich auf ein ausreichend hohes Tempo, welches durchgehend
nur sehr wenig vom Mittelwert abweicht, soll heißen:
es gibt keine großen Momente oder Szenen, die mit einer
besonderen Wirkung aufwarten können. Auch die Filmmusik
hätte ruhig etwas "fesselnder" ausfallen können.
Davon ab gute Unterhaltung, die sich ein Ben Becker oder Jürgen
Vogel-Fan nicht entgehen lassen sollte.
Technische
Faktoren spielen bei der Bewertung eine große Rolle.
Um so wichtiger für eine gute DVD, dass der Inhalt auch
technisch auf einem ansprechenden Niveau präsentiert
wird. "Sass" kommt im anamorphen Breitbildformat
2.35:1 (Cinemascope) daher und entspricht so der Kinovorlage.
Die Farbgebung wurde ein wenig auf die Zeit der Geschichte
gefärbt, weist aber weitgehend reichhaltig gesättigte
und plastische Bildelemente auf. Verunreinigungen bleiben
nahezu aus, auch die Kompression lässt positiv von sich
reden. Doch: einziger Makel ist die geringe Kantenschärfe,
die das gesamte Geschehen etwas zu soft erscheinen lässt.
Der Ton des Streifens befindet sich im jeweils deutschen Dolby
Digital Stereo- und im Dolby Digital 5.1-Format auf dem Datenträger.
Insbesondere letzterer gefällt durch eine hohe Dynamik
und eine hochwertige Wiedergabe von Hintergrundgeräuschen,
Dialogen und der etwas subtil eingesetzten Musik. Große
Effekte gibt es nicht vor der Kulisse, so beschränkt
sich der Mehrkanalton meist auf den Einsatz der Produktion
von Hintergrundgeräuschen. Untertitel gibt es optional,
ebenfalls auf deutsch.
Mit der
"Sass" Special Edition erscheint eine gelungene
DVD aus dem Programm von Constantin Video. Keine Frage, der
deutsche Film macht Spaß und sorgt ca. 108 Minuten lang
für gute Unterhaltung (unterteilt in 24 Kapitel). Neben
dem Hauptfilm gibt es über das Menü, welches auf
Nostalgie getrimmt wurde und optisch sehr anspricht, auch
noch folgende Extras mittels einer einfachen Navigation zu
erreichen: ein Audiokommentar mit den beiden Hauptdarstellern
und dem Regisseur des Films, ein ca. 23minutenlanges Making
Of, ein 5minutenlanges Reel über die Special Effects,
5 geschnittene Szenen, ein "Versteckte Kamera" Ausschnitt
über das "Casting" von Ben Becker mit Regisseur
Rola (ca. 11 Minuten), Interviews mit Cast & Crew, ein
Quiz, um an die Outtakes zu gelangen, Trailer, eine Fotogalerie
und Biografien. Nicht nur vom Umfang her sehenswert, sondern
auch inhaltlich sehr unterhaltsam und informativ. Die Disc
wird Freunden guter deutscher Film gefallen, aber auch denen
Zufriedenheit bescheren, die sich sonst im Hollywood-Getümmel
zuhause fühlen. Preis: ca. 25,- Euro, eindeutiges Fazit:
empfehlenswert.
André
Schnack
16.05.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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