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Shadow Of The
Vampire
Drama/Horror
Im Osten
Europas will F.W. Murnau (John Malkovich) vor Ort den größten
und realistischsten Film aller Zeiten drehen: "Nosferatu"!
Um sein Ziel zu erreichen, hat Murnau einen echten Vampir,
Max Schreck (Willem Dafoe), in der Titelrolle besetzt. Die
Crew ist ahnungslos, erfährt nur, dass Schreck seine
Rolle so ernst nimmt und man ihn deshalb niemals bei Tageslicht
und immer in seinem Kostüm antreffen wird. Die ersten
Aufnahmen sind phänomenal, doch schon bald beginnen die
ersten Mitglieder des Teams, sich auffallend schwindelig und
blutleer zu fühlen. Es dauert nicht lang, bis man den
ersten Toten zu beklagen hat. Entgegen aller Abmachungen denkt
Schreck nicht daran, seinen Blutdurst im Zaum zu halten. Jetzt
ist es zu spät für eine Umkehr. Murnau weiß,
dass ein Künstler Opfer bringen muss - auch wenn sich
"Nosferatu" als Angelegenheit auf Leben und Tod
entpuppt...
Mit wenig
Mitteln, dafür aber viel Liebe zum Detail und Darstellungsgrad
wird von Beginn an eine sehr unheimliche Atmosphäre vermittelt,
die einen spukigen Eindruck hinterlässt. Die ruhige Kameraführung,
der Musikeinsatz und der betagt wirkende Farbstil der Aufnahmen
vermitteln allesamt ein Gefühl vergangener Tage, was
insgesamt die Wirkung erhöht. Der Zuschauer wird hier
in jeder Hinsicht ständig auf die Folter gespannt, teilweise
mit so einfachen Mitteln, dass es nahezu schon enttäuschend
wirkt, wenn plötzlich gar nichts großes passiert.
Dennoch ein mehr als nur interessantes Spiel aus Licht und
Schatten über eine Begebenheit, die tatsächlich
stattfand, nur eben um einiges mysteriöser umgesetzt
und eine große Portion Fiktion dabei. Eine Geschichte
über einen Filmemacher, der mehr Authentizität in
seine Filme hauchen möchte und von seiner Idee besessen
ist. Regisseur Merhige schuf ein Werk nach dem Drehbuch von
Steven Katz, welches das Böse etwas relativiert und Schuld
nicht eindeutig zuordnen lässt. Zeitgenössische
Musik vom Feinsten, ein toller John Malkovich und ein ebenso
brillanter Willem Dafoe - was will man mehr.
Technisch
betrachtet stellt die Disc eine gute Partie dar. Der Transfer
wird im anamorphen Breitbildformat 1.78:1 vollzogen und füllt
somit den gesamten Bereich der Mattscheibe eines 16:9-TV Geräts.
Die Qualität gefällt überwiegend, wenn sie
verständlicherweise in den künstlich "auf alt
getrimmten" Aufnahmen natürlich nicht mit aktuellen
Werken verglichen werden kann. Die Aufnahmen weisen eine authentisch
wirkende Farbwiedergabe und einen angenehmen Kontrast auf.
Die wenigen Bilddetails der oftmals sehr dunklen Szenen bleiben
stets erkennbar und werden von einem plastischen Umfeld und
sauberen Konturen eingebettet. Die Kompression gelang ebenfalls
gut. Ton gibt es im Dolby Digital 5.1-Tonformat in den Sprachen
Englisch und Deutsch. Als dritte Tonspur befindet sich noch
ein Audiokommentar auf dem Silberling. Der getestete deutsche
Soundtrack überzeugt vor allem bei der Wiedergabe der
feinen, voluminösen und sehr detailliert abgebildeten
Musik. Aber auch einige Hintergrundgeräusche und letztlich
die gute Sprachausgabe sprechen eine qualitativ eindeutige
Sprache. Nichts weltbewegendes, doch eine solide Arbeit.
Splendid
Entertainment bringt uns mit der DVD "Shadow Of The Vampire"
einen sehr eigenen Film mit Stil, Stimmung und Spannung ins
heimische Kleinkino. Der Film besitzt eine Laufzeit von ca.
95 Minuten und befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9). Der Inhalt der scheibe wurde ab einem Alter von
12 Jahren freigegeben und besteht neben dem Hauptfilm auch
noch aus folgenden Features: Optional gibt es deutschsprachige
Untertitel, ferner Interviews, Bio- und Filmografien von Cast
& Crew, der erwähnte Audiokommentar mit dem Regisseur,
eine rund 6minutenlage Featurette mit hohem PR-Faktor, ein
B-Roll und einem Storyboard-Film-Vergleich, den deutschen
Kinotrailer und den US-TV Spot und 8 Trailer weiterer Splendid
Erscheinungen. Die DVD erschien am 25. März zu einem
Preis von ca. 30,- Euro. Es geht um Angst vor dem Fremden,
aber auch um Betrug, ums Filmemachen, Korruption und das Heranwagen
an etwas neues - wem das gefällt, der sollte zulangen.
Andre
Schnack
08.05.2002
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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