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Der Sieger
Drama/Romance
Der Ire
Sean Thornton (John Wayne) hat in den U.S.A. als Boxer Karriere
gemacht. Nun kehrt er zurück in sein Heimatdorf. Mit
Freuden heißen ihn die Dorfbewohner willkommen - bis
auf einen: Red Will Danaher (Victor McLaglen). Sean hat ihm
nämlich ein Haus vor der Nase weggeschnappt. Wie der
Zufall es will, ist Red Will der Bruder von Seans großer
Liebe Mary Kate (Maureen O'Hara). Gemäß der irischen
Tradition hält Sean bei ihrem Bruder um die Hand an.
Dabei wird er fortwährend von Red Will beleidigt. Aber
Sean geht einem Kampf aus dem Weg. Mary Kate schämt sich
deswegen. Sie fordert ihren - vermeintliche feigen - Mann
auf, Red Will zur Herausgabe der Mitgift zu zwingen. Erst
als Sean ihr ihrem Bruder handgreiflich zeigt, wer Herr im
Haus ist, gewinnt er ihren Respekt...
In "Der
Sieger" zeigt sich John Wayne vielseitig und beweist
mit seiner Leistung großes Schauspielertalent. Ob von
der elegant-romantischen Seite, oder auch von der durchgreifenden
und direkten Seite - Wayne vermag seine Figur vorzüglich
darzustellen. Auch die anderen beteiligten Schauspielerinnen
und Schauspieler verkörpern ihre Rollen gut. John Ford's
Regiearbeit leistet gute Dienste und bindet trotz der großen
Laufzeit von rund 129 Minuten kaum Durststrecken, dafür
sorgt letztlich die interessante, doch sonst recht unspektakuläre
Geschichte aus der Feder von Frank S. Nugent. Seine Storyline
mit Humor, Romanze und etwas Action überzeugt. Insbesondere
die Darstellung des Aufeinandertreffens zweier sehr unterschiedlicher
Kulturen (Amerika / Irland) wurde einfach köstlich und
mit viel Witz und Wahrheit inszeniert und spaßig abgehandelt.
Absolute Schmankerl stellen neben den schauspielerischen Leistungen
vor allem die Aufnahmen der wundervollen Landschaften und
die Musik von Victor Young. "Der Sieger" erhielt
1953 den Oscar für die Beste Regie und die Beste Kameraführung.
Zur Technik
der DVD gibt es leider - wahrscheinlich aus dem hohen Alter
resultierend - viele, nicht so überzeugende Eigenschaften
zu berichten. Das Bild wird in Form eines 4:3-Vollbildtransfers
(1.33:1) auf den Fernseher bzw. Projektor gebracht. Es handelt
sich um einen Farbfilm mit etwas verwaschenen, dafür
aber sehr kontrastreichen, relativ plastischen Farben. Diese
werden leider durch nur bedingt wirkende Konturen voneinander
abgegrenzt, die Schärfe des Bildes lässt wirklich
arg zu wünschen übrig. Viele Details verschwinden
in dem unscharfen Gefilden des Siegers. Zwar treten einige
Bildverunreinigungen auf, dafür wird der Betrachter von
Kompressionsartefakten o.ä. verschont. Der Sound des
Films erklingt wahlweise auf deutsch oder englisch im monauralen
Tongewand aus dem Lautsprecher. Eine Besonderheit: selbst
die deutschsprachige Fassung wartet mit einigen Aufnahmen
auf, die nur in englisch ertönen. Das rührt daher,
dass diese DVD das erste Mal eine Fassung des Streifens enthält,
die bisher in dieser Form in Deutschland nicht zu sehen war!
Zu diesen unsynchronisierten Szenen gibt es optionale, deutsche
Untertitel. Die Untertitel der englischen Sprachfassung sind
ebenfalls aus- und einblendbar. Die Geräuschkulisse fällt
mager aus, zu den vereinzelt auftretenden Hintergrundgeräuschen
gibt es Musik und klare Sprachausgabe. Ein leichtes Rauschen
bemerkt das Ohr beim genauen Hinhören.
"Der
Sieger" ist ein fabelhafter Film. Diese DVD-Fassung bietet
erstmals die Möglichkeit, den Film in seiner ungekürzten
Fassung in Deutschland zu sehen. Der Film läuft 129 Minuten
und befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD
Typ 9). Im Bereich der Technik verliert die DVD maßgeblich
beim Bild an Boden, ansonsten keine schlechte Leistung für
einen Film solchen Alters. Hier kommt es aber auch mehr auf
den Inhalt an. Als Zusatzmaterialien gibt es 3 Trailer weiterer
DVD-Erscheinungen von Kinowelt mit John Wayne, den Kinotrailer
des Films, Produktionsnotizen und den Kurzfilm "Rookie
Of The Year". Diese Features sind über das einfach
gehaltene, bewegte und mit Musik unterlegte Menü zu erreichen.
Seit dem 31. Oktober kann die DVD für 49,95 DM erworben
werden. John Wayne-Fans werden sie nicht im Regal stehen lassen
können, und auch andere Kenner des guten Filmgeschmacks
sind mit diesem DVD-Tipp mehr als gut beraten!
Andre
Schnack
06.11.2000
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/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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