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Werwolf
von Tarker Mills
Horror
Jedes
Mal bei Vollmond ereignen sich in der amerikanischen Kleinstadt
Tarker Mills grauenvolle Morde. Alle Bewohner der Stadt sind
verängstigt - niemand kennt das nächste Opfer. Marty
(Corey Haim) ist der einzige, der die schreckliche Wahrheit
erahnt: Er ist überzeugt davon, dass nur ein Werwolf
seine Opfer auf solch brutale Weise zerfleischt. Eines Nachts
beobachtet Marty, wie ein Werwolf tatsächlich durch den
Ort streift. Es gelingt ihm, diesem mit einer Silvesterrakete
ein Auge auszuschießen. Zusammen mit seinem Onkel Red
(Gary Busey) und seiner Schwester Jane (Megan Follows) macht
sich Marty nun auf die Suche nach demjenigen Dorfbewohner,
der eine auffällige Augenverletzung vorweist. Denn nur
dieser wird sich beim nächsten Vollmond wieder in einen
Werwolf verwandeln.
Die ersten
50 Minuten des Films frisst sich zwar der Werwolf unbemerkt
und fernab jedweder Vorstellung über einer solchen Kreatur
durch das friedlebende und bis dahin verschlafene Dorf, doch
kommt beim Betrachter nicht die rechte Spannung auf. Atmosphäre
gibt es, alleine schon durch den 2. Handlungsstrang: die Beziehung
zwischen Onkel Red - sehr schön portraitiert von Gary
Busey - und seinem Neffen Marty, der glaubhaft vom damals
noch jungen Corey Haim gespielt wird. Stephen Kings Roman
bietet etwas mehr, als hier im einfach gehalten, dennoch unterhaltsamen
Film abgebildet wird. Auch die vermeintliche Überraschung,
wer denn nun der Wolf im Schafspelz ist, stellt sich für
den aufmerksamen Betrachter nicht als solche dar. Aus heutiger
Kinosicht nichts besonderes, für vergangene Tage jedoch
gelungene Unterhaltung mit durchaus guten darstellerischen
Leistungen, einer dichten Stimmung und etwas "Kamera-schaut-durch-Büsche-Spannung".
Für King-Fans Pflicht und andere dürfen auch man
reinschauen.
Kinowelt
Home Entertainment sorgte schon bei vielen Klassikern und
etwas älteren Filmen für ein technisch einwandfreies
und sehr zeitgemäßes Gewand, so auch hier. Die
Präsentation des Bildes gelang sehr schön. So wird
ein anamorpher Breitbildtransfer im Originalformat 2.35:1
geboten, der es mit vielen Leistungen aktueller DVD aufnehmen
kann. Zwar wirkt die Farbgebung schon etwas betagt und die
Sättigungen nicht mehr ganz so frisch, dafür macht
der Kontrast und der für dieses Alter ausgesprochen hoher
Schärfegrad wieder einiges wett. Zudem bleibt das Geschehen
frei von Störungen und wartet mit einer sauberen und
hochwertigen Kompression auf. Tontechnisch hingegen wird nicht
gerade etwas erwähnenswertes geliefert. Zwar gibt es
insgesamt gleich vier Sprachfassungen auf dem Datenträger
vorzufinden (englisch, spanisch, italienisch und deutsch),
diese jedoch befinden sich allesamt im zurückhaltenden
Dolby Digital-Monoton auf der Scheibe. Für einen Soundtrack
dieser Natur wird ein ausreichend lebhaftes und untereinander
gelungen getrenntes Akustikbild präsentiert, welches
verständlicherweise jedoch nur sehr wenig Raumtiefe mitbringt.
Die Dialoge sind jedoch klar und deutliche aus dem Center
zu vernehmen.
"Der
Werwolf von Tarker Mills" oder auch "Silver Bullet"
läuft rasch verrinnende 94 Minuten (Verpackungsangabe)
und findet auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ
9) Platz. Die PAL Code2-DVD wurde freigegeben ab 18 Jahren,
was in Anbetracht des Inhalts und einem Vergleich zu aktuelleren
Filmen jedoch als überzogen erscheint. Extras? Die gibt
es auch, wenn sie auch in der Anzahl sehr dürftig erscheinen,
denn mit einem Trailer (englisch), 7 optionalen Untertitelspuren
und einem Audiokommentar lockt man nicht mehr recht den Wolf
hinter dem Ofen hervor. Auch wenn sich der exklusiv produzierte
Kommentar mit dem Regisseur als durchaus interessant erweist.
Die deutsche DVD erschien am 16. Oktober im Handel zu einem
Preis von rund 50,- DM (empfohlener Verkaufspreis liegt bei
DM 49,95). Wer Stephen King-Bücher und Verfilmungen mag,
der braucht auch diese Disc in seiner Sammlung, ansonsten
eventuell vorab einmal Probesehen.
Andre
Schnack
29.10.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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