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Der
Sizilianer
Crime/Drama
Es ist
die Zeit gegen Ende des II. Weltkriegs. Salvatore Giuliano
(Christopher Lambert), ein Bandit und Wegelagerer, führt
von seinem Versteck in den sizilianischen Bergen einen blutigen
Privatkrieg gegen die Reichen und Besitzenden. Mit einer Handvoll
Gesinnungsgenossen befreit er Verbrecher aus dem Gefängnis
und beraubt Gutsbesitzer, um das erbeutete Geld wieder den
armen Bauern zu schenken. Salvatores Ziel ist die Unabhängigkeit
Siziliens. Schon bald feiert ihn das Volk als sizilianischen
"Robin Hood". Weder die Mafia, noch die Carabinieri
können ihm letztlich etwas anhaben. Doch Salvatore hat
Neider und selbst in den eigenen Reihen lauern die Verräter...
"Der
Sizilianer" hört sich vom Titel her sehr nach "Mafia"-Film
an, was auch größtenteils stimmt. Andererseits
ist es aber auch eine Erzählung mit Drama-Charakter.
Eine ganz gut ausgearbeitete Geschichte mit ausreichend tief
gezeichneten Charakteren bietet der Film. Und auch wenn die
Figuren lange nicht so plastisch wie in Konsorten des Genres
wirken, so leisten sie doch ausreichende Darbietungen. Christopher
Lambert wirkt in der Rolle als Giuliano irgendwie etwas hilflos
behaftet und kann seine Figur nicht ganz so formen und sich
ausspielen, wie es ein Al Pacino in einem "Der Pate"
beweist. Davon ab vermittelt die Geschichte genügend
Spannung, die Sets, Musik und Schauplätze sorgen für
eine dichte Stimmung und der Betrachter wird vor dem Fernseher
gehalten. Das Drehbuch entstand nach einem Roman von Mario
Puzo (Der Pate) und wurde von Steve Shagan angefertigt. Regisseur
Michael Cimino (Die durch die Hölle gehen) leistete einen
guten Job. Er ist bekannt für seinen eigenen Stil des
Transfers auf die Leinwand und z.B. auch für sein nicht
sehr hohes Erzähltempo seiner Filme.
Technisch
gibt es beiderlei zu berichten: positives und negatives. Visuell
zeigt sich der Sizilianer Up-to-date, denn das 2.35:1-Bild
verfügt über eine anamorphe Abtastung und wirkt
somit detailreicher und schärfer als eine Letterbox-Fassung.
Man sieht der Bildleistung kaum ihr Alter an. Davon ab gibt
es eine ausreichend mit den Original-Gefilden übereinstimmende
Farbgebung und einen ausgewogenen Kontrast. Verunreinigungen
oder Rauschen tritt nahezu gar nicht auf, dass Bild wirkt
wie aus dem Ei gepellt - sehr schön. Ab und an fehlt
etwas an Schärfe, darüber kann aber aufgrund einer
sauberen Kompression und weiteren Vorzügen hinweggesehen
werden. Beim Ton sieht es leider nicht ganz so gut aus. Der
englische Originalsound erscheint im Dolby Digital Stereo-Format,
die englische und spanische Synchronfassung hingegen im Dolby
Surround-Ton. Beide Formate tun sich hier nicht viel und bieten
ein beschränktes Klangfeld, wenn es um räumliche
Tiefe geht. Es wird insgesamt eine recht schmale Akustik mit
einem begrenzten Klangspektrum geboten, die zwar für
die klare Wiedergabe von Sprachausgabe geeignet ist, aber
in der Tiefe an Gewicht verliert. Untertitel gibt es optional
in 9 Sprachfassungen zum Sound hinzuzuschalten.
"Der
Sizilianer" ist ein Film für Fans des Genres, oder
aber Freunden von Darsteller Christopher Lambert und Regisseur
Michael Cimino. Das rund 141minutenlange Werk über den
sizilianischen Volkshelden wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) abgelegt und verfügt über ein schlicht
gehaltenes Menü, welches den Zugriff auf die einzig enthaltenen
Extras - einen Trailer und eine Fotogalerie - offenbart. Freigegeben
wurde der Film ab einer Altergruppe ab 16 Jahren. Die deutsche
Code2-PAL DVD erscheint am 4. Dezember zu einem Straßenpreis
um die 50,- DM und macht sich in einer Sammlung an Gangster-
und Mafia-Filmen ganz gut.
Andre
Schnack
08.12.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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