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Die Stille
nach dem Schuss
Drama
Deutschland
in den 70er Jahren. Rita Vogt (Bibiana Beglau) lebt im unerschütterlichen
Glauben an eine bessere Welt. Sie will etwas bewegen. Untätig
herumsitzen ist ihr verhasst. Sie schließt sich gemeinsam
mit ihrem Freund Andi (Harald Schrott) einer terroristischen
Gruppe an, nachdem sie Andi aus dem Gefängnis befreiten
- dabei musste ein Anwalt sein Leben lassen. Als die Ereignisse
sich überschlagen und auch ein weiterer Mensch getötet
wird, taucht Rita in der DDR unter. Der Stasibeamte Hull (Martin
Wuttke) unterstützt sie dort beim Aufbau einer neuen
Identität. Ein anderer Name, ein Job und neue Freunde.
Rita glaubt, ihre Vergangenheit abgeschüttelt zu haben.
Doch als dann die Mauer fällt, ist Rita wieder auf der
Flucht...
"Die
Stille nach dem Schuss" ist ein Stück deutsch-deutsche
Geschichte, gemixt aus wahren Begebenheiten, Anlehnungen und
Spekulationen. Was dem Werk von Regisseur Volker Schlöndorff
oft angekreidet wird: es wertet zu sehr - und dabei fühlen
sich immer irgendwelche Leute zu Meinungen gezogen, dass der
eine oder andere Teil zu gut oder zu schlecht durch den Film
dargestellt wird. Lässt man diese Ansichtsweisen und
mehr oder minder passenden Portraits bestimmter Gruppierungen
und Systeme weg, so bleibt ein guter Film, der durch die tiefe
und lebensnah wirkende Geschichte fasziniert. Musikalische
Untermalung wirft Schlöndorff nur selten ein - einer
der vielen Unterschiede zu typischen Hollywood-Produktionen.
Wer also eine Geschichte eines Lebens und einen Wandel einer
Person sehen möchte, der bekommt hier eine klasse Darbietung
zu Augen. Insbesondere Darstellerin Bibiana Berglau überzeugt
auf ganzer Linie.
Technisch
betrachtet gibt es einiges aufzudecken. Das Breitbild im Ratio
1.85:1 wurde anamorph auf der DVD abgelegt. Die Qualität
variiert allerdings im Verlaufe des Films ein wenig. So wird
stellenweise ein sehr klares, stark in den Farben und durch
einen gelungenen, harmonischen Kontrast überzeugendes
Bild geboten. Dem gegenüber stehen dann, meist Aufnahmen
wie in einer Dokumentation, Leistungen des Bildes, die negativ
durch ein großflächiges Rauschen und durch einen
niedrigeren Detailgrad auffallen. Insgesamt befindet sich
die visuelle Präsentation aber auf einem ausreichenden,
durchschnittlichen Niveau. Der Ton der Scheibe wurde in deutscher
Sprache im Dolby Surround-Format aufgenommen. Er gibt sich
der Thematik entsprechend nicht sonderlich dynamisch und reich
an Effekten, sondern zeichnet sich durch klare und deutliche
Sprachausgabe aus. Auch die wenigen Musikeinlagen und "schnelleren
Szenen" des Films werden vom Ton adäquat umgesetzt.
Rauschen oder andere Beeinträchtigungen treten nicht
auf. Optional gibt es deutsche Untertitel.
Mit "Die
Stille nach dem Schuss" bringt Arthaus / Kinowelt einen
interessanten Film auf den deutschen Code2-Markt. Themen:
Klassenfeind, deutsch-deutsche Geschichte - und das relativ
interessant verpackt im Unterhaltungsformat. Anspruchsvoll,
wenn auch dem Ganzen etwas der Biss fehlt. Das Werk läuft
98 rasch vergehende Minuten und wurde auf einer einseitigen
Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) untergebracht. Folgende Special-Features
befinden sich über das ansprechende Menü zu erreichen:
ein Trailer, 2 Dokumentationen, eine Fotogalerie, 2 Audiokommentare,
eine Audiodiskription für Blinde und die schon oben erwähnten
Untertitel. Inhalt, Ausstattung und technische Umsetzung können
sich also durchaus blicken lassen. Freigegeben wurde der Film
ab 12 Jahren, er erschien als Rental-DVD am 17. April, die
Kauf-Version für rund 50,- DM wird am 5. Juni folgen.
Wer also etwas verfilmte Geschichte unseres Landes sehen möchte,
der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.
Andre
Schnack
27.04.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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