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Subway
Crime/Drama/Romance/Thriller
Helena
(Isabelle Adjani) wäre nie auf den Gedanken gekommen,
Fred (Christopher Lambert) auf ihre Party einzuladen. Doch
irgendwie empfand sie seine Person als interessant: Plötzlich
war der blonde Punk im Smoking da. Genauso plötzlich
war er allerdings auch wieder verschwunden. Und mit ihm die
Papiere, die ihren schwerreichen, aber nicht ganz sauberen
Ehemann schwer belasten könnten. Ihr Auto findet man
wenig später schrottreif mitten in einem Metroeingang
wieder. Telefonisch fordert er 50 Millionen Francs für
die Papiere - oder eine lange Nacht mit ihr...
"Subway"
ist einer der ersten Besson-Filme und zeigt schon deutliche
eine Richtung des mittlerweile sehr bekannten Regisseurs.
Dieser Film zeigt dem Betrachter mit relativ einfachen Mitteln
eine komplett andere Welt, und das mit einer unheimlich dichten
Atmosphäre. Besson und der Rest der Crew wählten
mit der Pariser Untergrundbahn ein sehr interessantes Set
mit einer sehr eigenen Wirkung. Vor allem, wenn so viel Zeit
der Geschichte ausschließlich in von Neonlicht erhellten
Gängen und Wartehallen spielt. Die Darsteller verkörpern
gelungen ihre plastischen aber sonst recht einfachen Rollen.
Ähnlich gibt sich allerdings auch die Geschichte - "einfach"
lautet die Devise. Dennoch wird eine spannende Story über
die Liebe zwischen einem Dieb und einer gelangweilten, reichen
Ehefrau eines einflussreichen Mannes erzählt. Stil und
Look hat der Film, zudem ist er cool, und das ohne Waffengewalt.
Die skurril
und surreal angehauchte Welt mit sehr dichter Stimmung wird
hier durch einen anamorphen Breitbildtransfer im Ratio 2.35:1
dem Betrachter nahegebracht. Dieser wartet mit einer ausreichend
gesättigten Farbgebung in einem vom Kontrast her ansehnlichen
Umfeld auf. Doch leider - was letztlich wohl auch an den zur
Verfügung stehenden, finanziellen Mittel lag - werden
hier gleich eine ganze Reihe an Verunreinigungen, Drop-Outs
und andere Qualitätseinbußen erkannt. Diese machen
sich so unschön breit, dass die gesamte visuelle Leistung
nur noch als mangelhaft bewertet werden kann. Eine gute VHS-Kassette
bietet eine ähnliche Qualität. Der Ton kommt in
einem etwas zeitgemäßeren Gewand. Abgemischt im
deutschsprachigen DTS 5.1- und Dolby Digital 5.1-Sound, im
englischen Dolby Digital 5.1- und französischen Dolby
Digital 5.1-Sound leisten die Tonspuren insgesamt eine gelungene
Darbietung für einen Ton der Thematik und dieses Budgets.
Zwar spielt der Hauptteil der Akustik auf der Stereo-Front
und dem Center-Speaker, aber durch einige - aber auch zurückhaltende
- Einlagen auf den hinteren Kanälen entsteht etwas Räumlichkeit
und Weite im Ton. Untertitel gibt es ebenfalls auf deutsch.
"Subway"
macht Spaß und zeigt, dass Mr. Besson nicht nur mit
viel Geld eine dichte Stimmung und tolle Sets zaubern kann.
Eher ganz im Gegenteil, denn hier schuf er mit sehr wenig
immerhin einen gelungenen Film mit einer zwar oftmals etwas
kitschigen Geschichte, dafür aber einem bestimmten und
sehr eigenen Stil und einer gewissen Haltung. Der rund 98minutenlange
Streifen befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9) und wurde ab 12 Jahren freigegeben. Als Extras
befinden sich noch folgende Features durch das schlichte aber
durchaus ansprechende Menü zu erreichen: Produktionsnotizen,
umfangreiche Star-Infos und Trailer. Der Straßenpreis
liegt bei nicht ganz 40,- DM, die Disc aus dem BMG-Video Programm
erschien am 20. August als Kauf-Scheibe. Lambert- und Besson-Fans
sollten einmal einen Blick riskieren, auch wenn die technische
Darbietung der DVD wirklich nicht sonderlich sehenswert ist.
Andre
Schnack
28.08.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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