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Swordfish
Action/Thriller/Science-fiction
Sehr
geehrte Damen und Herren, im Folgenden ein Review des Action-Krachers
und John Travolta-Vehikels "Swordfish", welcher
hierzulande gerade in den Kinos läuft. Ok, nicht ganz
so förmlich weiter. Opfer unserer Testdurchfahrt war
die amerikanische Code1-Scheibe des Films, der von Regisseur
Dominic Sena 2001 inszeniert wurde. Mit dieser von Joel Silver
produzierten Kinokost werden John Travolta, Hugh Jackman,
Halle Berry und Don Cheadle gemeinsam vor die Kamera und somit
auf die Leinwand gezaubert. Wir nahmen uns der vielversprechenden
und technisch scheinbar hochwertigen Warner-DVD an und berichten
aus dem Sessel des Heimkinotesters.
Stanley
Jobson (Hugh Jackman), ehemaliges Hacker-Genie, lebt nun verurteilt
zur Computer-Abstinenz, in einem schicken Wohnwagen und schlägt
in seiner Freizeit gerne mal ein paar Golfbälle von der
"Dachterrasse". Und dabei macht er sich Gedanken,
wie er den Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau um seine kleine
Tochter noch finanzieren kann. Dahergebraust mit mächtig
illegalen Ideen kommt die sexy Ginger (Halle Berry) in einem
sauteuren Sportwagen. Sie bietet ihm an wieder für einen
gewissen Gabriel Shear (John Travolta) ins Hackergeschäft
zu steigen und Milliarden zu rauben. Heikel - aber: no risk
no fun. Gabriel kämpft mehr oder weniger eigenstädig
für die Regierunge gegen den Terrorismus, mit allen Mitteln
- auch wenn es ziviles Leben kostet. Doch dieser Krieg geht
ordentlich ins Geld, und hier kommt Stanley ins Spiel. Doch
alles nicht so einfach, denn Agent Roberts (Don Cheadle) wittert
schon die heiße Fährte...
"Swordfish"
von Regisseur Sena, der sich ein Jahr zuvor mit "Gone
In 60 Seconds" an der Regie versuchte, hat dazugelernt
und schuf einen gelungenen, unterhaltsamen und technisch sehr
überzeugenden Film. Eine tiefgründige Story gibt
es hier nicht. Zwar bietet diese, wie es in der heutigen Zeit
schon zur Regel wurde, wieder zahlreichen Raum für Spekulationen
und Annahmen, lässt viele Fragen unbeantwortet und spielt
etwas mit der Unwissenheit der Zuschauer und zeigt, dass nicht
immer das was man vorgesetzt bekommt auch die Wahrheit sein
muss, doch wirkt dies spätestens seit "Matrix"
nicht mehr ganz so frisch. Hier wäre mehr drin gewesen,
schade. Und trotz diverser Lücken und Schwächen
in dem temporeich inszenierten Script, leistet "Swordfish"
hervorragende Dienste wenn es um die actionreiche Unterhaltung
geht. Selten gab es einen Film, der in seinem Look & Style
moderner, hipper und sexier ausfiel. Doch wird nicht nur elegant
geschossen, sondern auch von der Thematik her etwas aktuelles
geboten, oder zumindest so verpackt, damit es so erscheint.
Sicher: eine der schönsten und aufwendigsten Filmexplosionen
überhaupt, eine sexy Halle Berry, ein genialer John Travolta.
Dazu ein passender Soundtrack - insgesamt kann man sagen,
"Swordfisch" rockt!
"Swordfish"
wird in einem anamorphen 2.35:1-Breitbildtransfer dargestellt.
Durch den großangelegten Einsatz diverser Filter wird
ein gewisser Grünstich in den Bildern erzeugt, der zwar
insgesamt nicht schlecht wirkt, aber gewollte oder ungewollte
Natur uns nicht recht offenbaren wollte. Die Farben bestechen
davon ab durch hohe Natürlichkeit und sehr saubere Konturen,
eine hohe Kantenschärfe umrahmt in Konturen die gut gesättigten
Farbflächen. Ein knackiger Kontrast resultiert aus der
Leistung, das tiefe Schwarz weist allerdings selbst in den
dunklen Bereichen noch viele Details auf. Kompressionsartefakte
oder andere Störungen treten kaum auf. Die US-DVD beherbergt
einen englischsprachigen Mehrkanalton im Dolby Digital 5.1-Format,
der es zwar in sich hat, dafür aber auch nicht übertreibt.
Wohl abgemischt beweist er durch einige wirklich beeindruckende
Toneinlagen, wie z.B. die oben erwähnte Explosion, was
aus einer Digital-Anlage herauszuholen ist, ohne dabei an
die Grenzen zu gehen. Wenn es nicht gerade mächtig scheppert,
dann spielt der Großteil der Akustik auf der Front ab,
einige Hintergrundgeräusche und die nette Musik erklingen
dennoch in adäquater Qualität aus den Surround-Lautsprechern.
Untertitel gibt es in englisch, spanisch und französisch.
"Swordfish"
macht Spaß, auch wenn die Geschichte angesichts der
aktuellen Weltlage etwas mehr Moral hätte vertragen können.
Kann man jedoch geistig davon Abstand nehmen, so wird man
für rund 99 Minuten prächtig und temporeich unterhalten.
Abgelegt wurde der Streifen auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc
(DVD Typ 9). Über das gut gestaltete Menü erreicht
der Käufer als Extras noch folgendes Bonusmaterial: ein
Audiokommentar mit dem Regisseur Dominic Sena, The Making
Of Swordfish (15 Min.), The Effects In Focus (8 Min.), 2 alternative
Enden und den US-Kino Trailer. Inhaltlich mit interessanten
Hintergrundinformationen und Aufnahmen versehen machen die
Special Features Spaß, wenn sie auch nicht gerade üppig
ausfallen. "Swordfish" hat es momentan vom Inhalt
her nicht unbedingt leicht, sollte z.B. als Travolta-Fan jedoch
unbedingt angesehen werden. Auch wer actionreiche Filmkost
aus der Produktion von Joel Silver mag, der wird hier bestens
bedient. Ansehen.
Andre
Schnack
07.11.2001
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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