Ricky
Bobby – König der Rennfahrer
Animation/Comedy/Sport
[Einleitung]
Wenn es um Rennsport-Filme geht, so gilt es wohl auch „Tage
des Donners“ als Referenz zu nennen. Regisseur Adam
McKay schuf mit dem Titel „Ricky Bobby – König
der Rennfahrer“ (Originaltitel: Talladega Nights: The
Ballad of Ricky Bobby) eine spaßige Action-Comedy mit
Höhen und Tiefen in einer Geschichte über NASCAR-Rennen
in einer US-amerikanischen Comedy mit Will Ferrell, John C.
Reilly und Sacha Baron Cohen in den Hauptrollen. Die DVD erscheint
aus dem Angebot der Sony Pictures Home Entertainment. Der
Film entstand nach einem Drehbuch der Autoren Adam McKay und
Hauptdarsteller Will Ferrell. Wir konnten uns ein genaueres
Bild von der DVD des 2006 abgedrehten Films machen.
[Inhalt]
Alles, was Ricky Bobby jemals wollte, war schnell zu sein
- richtig schnell. Schon sein ganzes Leben lang träumte
er davon, eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters
zu treten, der einst die Familie verließ, um seine Rennfahrer-Karriere
zu verfolgen. Und Ricky steigt zum Star der NASCAR-Szene auf.
„Wenn du nicht der Erste bist, bist du der Letzte“,
lautet sein Motto. Auf dem Gipfel seiner Karriere hat er alles,
was er sich nur wünschen kann: eine schöne Frau,
ein großes Haus am See, zwei aufgeweckte Söhne,
hochdotierte Sponsoren-Verträge und eine Siegesserie,
die von Daytona bis Darlington reicht.
Doch dann
muss der Nationalheld lernen, dass man im Rennsport genau
wie im wahren Leben vor allem auf die Kurven achten muss:
Nach einem schweren Unfall ist für Ricky nichts mehr
wie zuvor und er muss wieder ganz von vorne anfangen. Nachdem
sein bester Freund Cal sowohl seine Frau als auch seine Karriere
„übernommen“ hat, ist Ricky wild entschlossen,
ein Comeback zu wagen. Und sein alter Vater hat genügend
Tricks auf Lager, die Ricky dabei helfen, endlich wieder auf
den Superspeedway zurückzukehren...
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)
[Kommentar]
Als ich vor dem Kinostart die TV-Spots zum Titel sah, da dachte
ich an irrwitzig abgedrehte Titel wie „Cannonball Fieber“
oder „Auf dem Highway ist die Hölle“ los.
Und natürlich ein wenig an „Tage des Donners“.
Doch „Ricky Bobby“ kann nicht eindeutig zu einem
der beiden Varianten an Rennsportfilmen zugeordnet werden.
Er ist wesentlich lustiger gemeint als ein „Driven“
mit Sylvester – ich steig noch mal in den Ring –
Stallone und doch ein wenig ernsthafter als die alten 80er
Jahre Geblödel-Titel. Aber so richtig ernst nehmen kann
man die actionreiche Comedy nun auch wieder nicht. Sie weist
einige arg gute Szenen auf, welche auch wirklich für
Lacher sorgen, insgesamt befindet sich der Humorgrad jedoch
auf einem eher durchschnittlichen Level. Die meisten Witze
entstehen aus den Handlungen Ricky’s heraus und gehen
auf Kosten anderer Menschen, bis sich das Blatt wendet.
Man tat
gut bei der Auswahl der Hauptdarsteller, mit Will Ferrell
gelang eine gute Hauptbesetzung. Er verkörpert den egoistischen
Einzelgänger, der sein Leben auf den Worthülsen
seines ihm praktisch unbekannten Vaters aufbaut sehr gut.
Sinnlos peinliche Dialoge zeichnen einige Momente des Titels
aus. Sie spiegeln zu einem gewissen Grad den oftmals sehr
patriotisch inszenierten Amerikanismus wider und nehmen ihn
dabei ordentlich auf die Schippe. Dabei wird auch die Homosexualität
nicht verschont und weniger tolerante Menschen könnten
diese Scherze falsch verstehen. Und wenn uns die Story und
ihr Verlauf einige Überraschungen bieten, so ist am Ende
alles gut und Bobby schlägt den Weg zur Normalität
ein, fährt sein letztes großes Rennen und schließt
dann die Geschichte und den Film sauber ab.
[Technik]
Visuell haben wir es mit einem anamorphen Breitbild-Transfer
im 16:9-Format 2.40:1 zu tun. Der Transfer wirkt von Beginn
an ausgesprochen scharf und sauber, zudem hinterlässt
er einen dynamischen und lebhaften Eindruck durch die saubere
Abbildung rasanter Rennmomente. Durch den hohen Kontrast und
einen gelungenen Sättigungsgrad entstehen plastische
Bilder, die nur sehr selten von einem leichten Rauschen heimgesucht
werden. Davon ab gibt es auch scharfe Konturen und ausreichend
viele Bilddetails, die auch nicht in den wenigen dunklen Szenen
des Films schwinden. Der Schwarzlevel geht in Ordnung und
eine positive Ausleuchtung sorgt für den Rest. Zu keinem
Zeitpunkt kämpft das Geschehen mit störenden Kompressionsartefakten
oder anderen Störfaktiren.
„Ricky
Bobby – König der Rennfahrer“ bietet ein
surround-trächtiges Thema: der Rennzirkus der amerikanischen
NASCAR-Liga. Räumliche Weite kann der Sound auf jeden
Fall bieten, und das nicht nur theoretisch. Gerade die Rennszenen
haben einiges im Programm. Es sind die Motorengeräusche
und das Aufjaulen der Maschinen im Hintergrund, die wirklich
gut gelungen sind. Räumliche Tiefe entsteht vorrangig
durch Einspielung von Hintergrundgeräuschen. Diese halten
sich die gesamte Laufzeit hinüber auf einem guten Level.
Ebenfalls positiv zu nennen sind die klare Sprachausgabe und
der musikalische Begleitung des Geschehens. All das geschieht
im Dolby Digital 5.1-Format in den Sprachen Deutsch und Englisch.
Untertitel sind in 6 Sprachen hinzuzuschalten.
[Fazit]
Freundschaft auf einer harten Probe – so könnte
man einen der kleineren Sub-Plots des Titels „Ricky
Bobby – König der Rennfahrer“ umschreiben.
Doch stets die Zielgerade der guten Unterhaltung vor Augen
lässt sich Ricky Bobby nicht von der Spur bringen und
verschwendet nur wenig Laufzeit an Tiefsinn oder facettenreiche
Themen und konzentriert sich einfache und massentaugliche
Comedy auf rund 116 Minuten. Sony Pictures Home Entertainment
schuf eine technisch gelungene DVD, welche über ein einfach
gehaltenes Menü folgendes Bonusmaterial offeriert:
- Audiokommentar
mit Regisseur & Freunden
- Entfallene
& erweiterte Szenen
- Gag
Reel
- Adam
McKays Videotagebuch
- Will
Ferrell in Talladega
- Produkt-Werbung
- Extra
Renn-Szenen
- Outtakes
- Mehr
von Walker & Texas Ranger
- Sprechproben
- Interviews
- Trailer
Somit
kommt die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) alles andere
als unausgestattet daher. Die Laufzeit der Extras hält
sich auf die einzelnen Features betrachtet in Grenzen, die
Vielfalt und die inhaltlichen Werte hingegen hieven die zusätzliche
Laufzeit auf ein gute Niveau. „Ricky Bobby“ erscheint
am 3. April zum Sony üblichen Abgabepreis. Die FSK Einstufung
liegt bei ab 12 Jahren. Der Titel erscheint hier in der ungekürzten
Fassung. Wer einfache Action mag, der liegt hier richtig.
Andre
Schnack
20.03.2007
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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