| Terramare
Dokumentation/Special-Interest
[Einleitung]
Mit der Werbezeile „Sechs Filme. Sechs Tiere. Sechs
Abenteuer.“ schickt polyband das 3er DVD-Set „Terramare“
ins Rennen um die Gunst der Käufer. Mit großer
Freude lasen wir erste Ankündigungen, nun halten wir
ein Exemplar des extrem schicken und hochwertigen Pappschubers
in den Händen. Bertrand Loyer, Cyril Barbancon und Jerome
Bouvier führten Regie dieser Dokumentationssendungen.
Saint Thomas Productions produzierte die Sendungen von 2006.
Wir konnten uns ein genaueres Bild dieser Filme machen, die
das Leben in den Meeren ungeschönt so zeigen sollen,
wie es tatsächlich laut heutigem Stand den Fakten entspricht.
Bekommen wir es mit einem beispielhaften Abbild der Natur
zu tun, oder mit sensationslüsternen Aufnahmen?
[Inhalt]
Eine Entdeckungsreise zu den charismatischsten Giganten der
Weltmeere: Schwimmen Sie mit Delfinen, Killerwalen, Pottwalen,
Haien, Eisbären und Pinguinen. Sechs legendäre Tiere,
sechs atemberaubende Geschichten, sechs geheimnisvolle Abenteuer
über ihren „blauen Kontinent“ – sechs
faszinierende und spannend erzählte Dokumentationen.
Tauchen Sie ein in die Welt der Ozeane, die 70 Prozent unseres
Planeten bedecken. Zehn Jahre lang waren die Filmcrews damit
beschäftigt, um in den sieben Weltmeeren spektakuläre
Aufnahmen für diese Filme zu machen – von der eisigen
Arktis bis zu den Lagunen in den Tropen, von der Wasseroberfläche
bis in die endlosen Tiefen der Meeresgründe.
Sechs fantastische
Ozeanabenteuer auf 3 DVDs:
„Die Geschichte vom verlorenen Delfin“
„Haie – Hyänen der Meere“
„Eisbären – Leben auf schmelzendem Eis“
„Pinguine – Leben und Überleben in der Antarktis“
„Ein Sommer mit den Killerwalen“
„Mein Leben als Pottwal“
(Quelle: polyband)
[Kommentar]
Bei „Terramare“ wird die Kamera auch gerne mal
bei besonders schönen Momenten laufen gelassen. Ab und
an kommen gar Slow-Motion Einsätze vor. Diese Dokumentation
hetzt nicht, sondern lässt sich die notwendige Zeit,
um Wissen und Bilder erst wirken zu lassen. Oftmals wird einige
Sekunden lang gar nichts vom Sprecher vernommen, die Bilder
laufen über das Wiedergabegerät und passende Musik
erklingt aus den angeschlossenen Lautsprechern. Keine Selbstverständlichkeit,
denn Tempo und Laufzeit stehen nicht selten in Konkurrenz.
Es soll viel gezeigt werden, auf kürzester Laufzeit;
dabei soll jedoch auch noch Wissen sinnvoll aufbereitet vermittelt
werden. Das gelingt nicht immer, „Terramare“ hingegen
schon auf eine facettenreiche und vielseitige Art und Weise.
Und trotz das es
bereits gelungene Dokumentationen über die blauen Weiten
unseres Planeten auf dem Markt gibt, können sich diese
Sendungen angenehm abgrenzen. In „Terramare“ widmete
man sich keinesfalls innerhalb der einzelnen Sendungen verschiedensten
Lebewesen, sondern fokussierte auf ganz bestimmte Artgenossen.
In der ersten Folge ist dies der Meeressäuger Delfin.
Folglich sehen wir Delfine aus ganzer Welt vor der Kamera,
erfahren über ihre intelligenten Jagdmethoden, lernen
über ihr Sexualleben, ihr Sozialverhalten, und und und.
„Terramare“ bietet eine Vielzahl unterschiedlicher
Aufnahmen variierender Qualität an, unterstreicht diese
mit Lauten und stellenweise sehr moderner und klassischer
Musik. Diese Konstruktion gefällt gut.
„Terramare“
offeriert nicht nur vielseitige und abwechslungsreiche Lokalitäten,
sondern auch unterschiedlicher Sprecher. Spektakuläre
Aufnahmen von Unterwassermanövern, die man mit Sicherheit
nicht alle Tage vor die Augen bekommt zählen genau so
zum Programm, wie ein sauberer Aufbau und Ablauf der einzelnen
Sendungen. Wir haben es praktisch mit einem roten Faden zu
tun, der sich rund um die gezeigten Lebewesen spinnt. Wird
ein neuer Lebensraum beäugt, so werden grob die verschiedenen,
bemerkenswerten Einwohner dargestellt, dann aber rasch wieder
auf die eigentliche Hauptfigur geschwenkt.
[Technik]
Der Bild-Transfer erscheint anamorph codiert auf dem Wiedergabegerät
und weist ein Seitenverhältnis von 1.78:1 auf. Dieser
16:9-Transfer erfüllt über die gesamte Laufzeit
von über 5 Stunden die Anforderungen der Betrachter.
Konsequent hochwertige Bilder streifen das Auge des Betrachters
und erfüllen es mit Freude. Denn nicht häufig bezeugen
wir solche Situationen, wie sie „Terramare“ in
der Lage ist zu zeigen. Natürlich müssen dafür
auch hin und wieder Abstriche bei den dargestellten Bildern
gemacht werden, so dass wir Fleisch reißende Haie in
trüben Gewässern beobachten. Doch an den trüben
Bildern sind mehr die Filmemacher und Haie schuld, als das
es etwas mit der technischen Darstellungsqualität zu
tun hätte. Jene kann sich behaupten, weist guten Kontrast,
schöne Farben und überwiegend saubere Untergründe
und eine stille Kompression auf.
Nicht überraschend,
dass der Ton der Disc im Dolby Digital 2.0-Format erscheint.
Wahlweise können die Sprachfassungen Deutsch und Englisch
erhört werden. „Terramare“ weist insgesamt
einen sehr unspektakulären und doch qualitativ soliden
Ton auf. Große Räumlichkeit oder aber Weite dürfen
wir nicht erwarten, immerhin dreht sich das gesamte Thema
auch um die Unterwasserwelt unseres Planeten, dort hat die
Akustik ohnehin einen ganz anderen Stellenwert. Der Ton konzentriert
sich auf das, was eben vor der Kamera vonstatten geht. Zusätzlich
erhalten wir eine saubere und stets verständliche Sprachausgabe,
welche sich hier zu 100% aus den Ausführungen der Sprecher
besteht. Die Musik kann ebenfalls unter räumlichen Aspekten
vernachlässigt werden.
[Fazit]
Für mich stellt diese 6teilige Serie an Dokumentationen
eine Reihe an Unterschieden zu den bisher veröffentlichten
polyband-Discs dar. Wir bekommen tiefe Einblicke in die nicht
immer sehr schöne und gerechte Welt der Natur im offenen
Meer und unter der Meeresoberfläche. Interessant und
spannend zugleich verrät uns „Terramare“
auf einer Laufzeit von 310 Minuten, 6 Episoden zu rund 52
Minuten, viel über die Lebenskreisläufe und Regeln,
die das Leben und Sterben in unseren Meeren bestimmt. Neben
dem bereits zeitlich umfassenden Hauptprogramm gesellt sich
noch das rund 30minutenlange Making Of mit dem Titel „Faszinierende
Begegnungen mit Meeressäugern“.
Aufgeräumte
und einfach zu navigierende Menüs schmücken die
drei einseitigen Dual-Layer-Discs (DVD Typ 9). Der hochwertige
Pappschuber ist nicht nur aus festem Material, sondern beherbergt
alle notwendigen Informationen auf der Rückseite. Erscheinungstermin:
28.09., Preis: 35,- Euro. Es handelt sich bei dieser Erscheinung
um Info-Programm ohne weitere Altersbeschränkung. Wer
ehrliches Wissen und tolle Bilder á la „ganz
nah dran“ schätzt, der muss zugreifen.
Andre Schnack
09.10.2007
| Film
/ Inhalt |
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Bewertung:
Ein Wert von 6 ist optimal. Je weniger Qualität
geboten wird, desto niedriger fällt der Wert in
der entsprechenden Kategorie aus.
1 von 6 ist dementsprechend ein schlechtes Ergebnis. |
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