Richard Pryor: Icon

Dokumentation
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[Einleitung]
2014 entstand die Dokumentation mit dem Titel „Richard Pryor: Icon“ über … Richard Pryor. Ich war recht gespannt auf diese Sendung, denn mit Richard Pryor konnte ich etwas anfangen und ich mochte die Filme, in denen er mitspielte. Was kann man also von dieser Dokumentation über den Komiker halten? Mit dieser Frage ging ich online und streamte mir den Titel in den Kopf. Richtig viele Informationen konnte ich nicht über die Entstehung finden.

[Inhalt]
Dieser Dokumentarfilm ist dem bahnbrechenden Comedian und Filmstar Richard Pryor gewidmet, der seinem Aufstieg während einer turbulenten Zeit der US-Geschichte feierte.
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Wenn Menschen zu großen Persönlichkeiten werden, vor allem, wenn diese dann noch durch ihre Nähe zur Popkultur und zu den Medien stehen, dann fühlt sich nach deren Ableben immer jemand berufen eine Dokumentation über sie zu drehen. So ist das wohl auch hier, Gegenstand dieser Sendung ist niemand weniger als US-Standup Comedian Richard Pryor. Der ist eine echte Wucht gewesen. Auf der Bühne und vor der Kamera konnte er die Massen begeistern – trotz oder vor allem wegen seines speziellen Humors.

Doch zu der Sendung muss ich sagen, dass ich mir mehr vorgestellt hatte. Ich sehe hier nicht wirklich etwas Neues oder etwas, dass es sehenswert macht diese Dokumentation anzuschauen. Alle Szenen mit Richard Pryor sind bekannt und nicht speziell oder rar. Alles was gesagt wird, wurde ebenfalls irgendwie schon einmal so oder ähnlich gesagt. Da blieb der Mehrwert leider auf der Strecke. Für intensive Fans vielleicht dennoch reizend.

[Technik]
Mit vielen Aufnahmen aus dem TV-Programm oder Archivmaterialien gehört die Sendung zu dem, was wir als klassisch bezeichnen würden. Allerdings ist der Sendung auch eines eigen: es sind keine echten Neuigkeiten mit dabei. Schade. Technisch gefällt das zwar alles ganz gut, ist eben aber auch nur Mittelfeld-Niveau. „Richard Pryor: Icon“ hat einfach nicht viel, aus dem geschöpft werden kann. Der Kontrast und die Farben sind so, wie wir uns das vorstellen. Die Kantenschärfe und der Detailgrad sind in Ordnung.

Richard Pryor ist kein Mann, der sich hier durch ein lebhaftes Surround-Umfeld einen Namen macht, vielmehr gehört er doch zu den eher weniger umfangreichen Vertretern, was die akustischen Eskapaden betrifft. Das macht gar nichts, denn die Inhalte spielen hier eine übergeordnete Rolle, der Ton ist das berühmte Mittel zum Zweck und sorgt für den notwendigen Transport der Informationen. Englisch, Polnisch und Türkisch gibt es in gesprochen, fünf Sprachen als Untertitel dazu.

[Fazit]
Mit diesem Netflix-Titel gelang ein nur bedingt guter Wurf. Und das ist etwas schade, geht es doch um Richard Pryor. Wer sich noch kein Bild über den Komiker machen konnte, der hingegen wird auf der Laufzeit von rund 55 Minuten mit einigen guten Informationen ausgestattet, ohne dabei ins Detail zu gehen. „Richard Pryor: Icon“ gefiel mir oberflächlich ganz gut, doch hat der Film ein wenig zu wenig zu sagen und es gelingt ihm nicht, das Publikum für sich zu begeistern.

Andre Schnack, 20.07.2017

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆