Risiko

Thriller/Drama
Thriller/Drama

[Einleitung]
Zu den aktuelleren Filme der brandneuen Kinowelt DVDs gehört auch „Risiko“ (Originaltitel: Boiler Room) von Regisseur Ben Younger. Der Film wurde dieses Jahr abgedreht und handelt über das schnelle Geld mit Aktien – kein sonderlich originelles Thema seit „Wallstreet“, dennoch überzeugt „Risiko“ schnell. Und das liegt nicht nur an der verdammt guten Besetzung. Neben Hauptdarsteller Giovanni Ribisi und Vin Diesel sind ferner Nia Long und Nicky Katt zu sehen. Was „Risiko“ sehenswert macht, erfahrt Ihr in unserem Test.

[Inhalt]
Erfolg haben, heißt viel Geld scheffeln. Auch Seth Davis (Giovanni Ribisi) grübelt, wie er es zum Millionär bringen könnte. Das College hat der clevere Student schon längst geschmissen. Mittlerweile wirft er ein mehr oder weniger legales Hintertür-Casino und macht damit nicht wenig Geld. Als der smarte Börsenmakler Jim (Ben Affleck) Seth die Chance bietet, als Trainee beim Broker J.T. Marlin einzusteigen, scheint alles perfekt: Ein toller Job mit fantastischen Aussichten und einem sehr guten Potential rasch reich zu werden. Seth ist heiß auf Erfolg und macht hervorragende Abschlüsse. Doch bald blickt er hinter die Kulissen der dubiosen Brokerfirma. Bei dem Versuch auszusteigen, gerät Seth ziemlich ins Schliddern…

[Kommentar]
„Risiko“ ist ein wirklich gelungener, unterhaltsamer und sehr kurzweiliger Film mit mehr Stärken als Schwächen. Die Thematik wird jeden jungen sowie älteren Menschen interessierten, geht es doch um Geld, bzw. um Reichtum, und diesen auf dem schnellsten Wege zu ergattern. Die dabei von Regisseur Ben Younger inszenierten Aufnahmen wirken, der sehr starke Soundtrack unterstreicht dieses und überzeugt auf ganzer Linie. Die Geschichte bietet genügend Tiefgang und Überraschungen, um für rund 115minutenlage Unterhaltung zu sorgen. Gewisse Ähnlichkeiten mit anderen Vertretern des Genres, wie dem fabelhaften „Wallstreet“, bleiben unverkennbar. Zwar wird nicht die selbe Klasse erreicht, doch bietet „Risiko“ einfach eine gute Geschichte und hervorragende Darsteller. Die Art und Weise der Inszenierung von Regisseur Ben Young ist sehr modern, um nicht zu sagen „stylish“. Insbesondere die Musik passt zu den Bildern und gefällt sehr gut.

[Technik]
Technisch verhält sich die DVD nahezu wie erhofft. Das Geschehen um Geld und Betrug findet im Breitbildgewand von 1.85:1 statt und wurde – sehr zur Freude von 16:9-Fernseher-Besitzer – anamorph auf der Scheibe abgelegt. Der Transfer wirkt natürlich, obwohl die Farben nicht sonderlich prall sind. Insgesamt reicht der Kontrast aber vollkommen aus. Es finden sich zuhauf Bilddetails und der überdurchschnittliche Schärfegrad sorgt für ein angenehmes Sehen. Durch keinerlei Verunreinigungen und der Tatsache, das Kompressionsartefakte ausbleiben, wird zudem ein ruhiges Sehen garantiert, nur ein sehr leichtes Rauschen macht sich bemerkbar. Gut aber unspektakulär gibt sich der Sound von „Risiko“.

Abgelegt wurde der Ton auf englisch und deutsch, jeweils einmal im Dolby Digital 5.0- und einmal im Dolby Surround-Format. Die Thematik bietet erwartungsgemäß nicht gerade die Fülle an Action für direktionale Soundeffekten, tiefe Basseinlagen oder andere Soundschmankerl. Hier geht es eher ruhig zu, was nicht heißen muss, dass die Qualität dadurch niedriger ist. Die Sprachausgabe erklingt sauber und stets verständlich aus dem Center-Speaker, die stellenweise raumfüllende Musik hingegen aus sämtlichen Boxen. Nur an feineren Hintergrundgeräuschen wurde etwas gespart. Untertitel gibt es auf deutsch optional zur deutschen Sprachausgabe, oder aber zwangseingeblendet beim englischen Originalton.

[Fazit]
Mit „Risiko“ bringt Kinowelt einen herrlichen Film auf einer DVD heraus, die auch im Bereich der Technik gut da steht. Sicherlich ist Risiko nichts neues, doch beleuchtet er in unserer schnell- und kurzlebigen Zeit den Aspekt und Traum des schnellen Geldes von einer kritischen und etwas anderen Seite; der „American Dream Of Life“ mal etwas anders. Der Film läuft rund 115 Minuten und bindet vor den Fernseher. Neben ihm befinden sich noch folgende Special Features auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9): ein Audiokommentar mit einigen Mitgliedern der Crew, der englische und deutsche Trailer, 4 geschnittene Szenen und letztlich die sonst auch üblichen Starinfos. Der Hauptfilm ist ab 12 Jahren freigegeben, die „geschnittenen Szenen“ hingegen tragen eine Altersfreigabe von 16 Jahren. Die DVD kann seit dem 14.11. in gut sortierten Videotheken geliehen werden, die Verkaufsversion startet hingegen am 9. Januar 2001 durch. Empfehlenswert.

Andre Schnack, 18.11.2000

  Film/Inhalt
:
  Bild
:
  Ton
:
  Extras/Ausstattung
:
  Preis-Leistung
: