Saint-Seiya – Die Krieger des Zodiac, Movie 1: Die Legende des goldenen Apfels

Animation/Science-Fiction/Fantasy
Animation/Science-Fiction/Fantasy

[Einleitung]
Bereits viel länger im Geschäft und somit auch viel länger erfolgreich sind die so genannten Anime im Herkunftsland Japan. Da gab es mit „Saint Seiya – Die Krieger des Zodiac“ (Originaltitel: Knights of the Zodiac) bereits 1986 feste handgezeichnete Action auf dem Schirm. Von polyband erscheint nunt „Vol.1: Die Legende des folgenden Apfels“ als DVD-Fassung zu haben. Richtige Hauptdarsteller können hier nicht genannt werden, da Regisseure Yasuhito Kikuchi und Kôzô Morishita ausschließlich mit animierten Figuren agierten. Wir konnten die bereits fast 20 Jahre alte Anime-Produktion genauer unter die Lupe nehmen und berichten über die qualitativen Facetten.

[Inhalt]
Movie 1 – Die Legende des goldenen Apfels: Vor langer, langer Zeit herrschten die Götter über die Erde. Unter ihnen befand sich auch die Göttin Pallas Athena. Beschützt wird sie von einer Gruppe von jungen Kämpfern, den Kriegern des Zodiac. Ihrer Mission folgend kämpfen sie gemeinsam mit Athena gegen die Mächte der Finsternis.

Eris, die Göttin der Zwietracht bemächtigt sich des Körpers eines jungen Mädchens und will die Welt beherrschen. Sie paralysiert Athena mit einem goldenen Apfel. Die Bronze Saints eilen zu Athenas Rettung und müssen sich Eris` Krieger, den Ghost Saints stellen. Es gibt verschiedene Stufen von Kämpfern, den sogenannten „Saints“, die über unterschiedlich große Kräfte verfügen: Gold, Silver, Bronze und Black Saints. Die Bronze Saints sind die schwächsten der Krieger. Jedem der Saints ist ein Sternbild zugeordnet und trägt eine entsprechende Rüstung (der Saint des Pegasus trägt die Pegasus Rüstung usw.) Vor allem die goldfarbenen Rüstungen sehen absolut spektakulär aus und sind der reinste Augenschmaus.Die Hintergrundmusik ist eine Klasse für sich: absolut fantastisch.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Saint Seiya entstand bei Toei Animation nach einer 28 – teiligen Mangareihe von Masami Kurumada. Insgesamt gibt es 4 Filme und 114 TV Folgen in drei Staffeln. In japanischen Landen – man kann es an der Anzahl der produzierten TV-Episoden erahnen – war die Sendung ausgesprochen erfolgreich. Hält dann der Inhalt und die technische Umsetzung einem heutigen Vergleich noch immer Stand? Denn immerhin hat sich binnen der letzten zwei Dekaden so einiges getan. Und das geht auch nicht an der Story der Drehbuchautoren Masami Kurumada und Takao Koyama spurlos vorbei. Zwar haben die Zodiac-Krieger hin und wieder auch noch heute mit etwas Innovation und eigener Fantasie zu tun, insgesamt wirkt die Geschichte doch recht einfach, übersichtlich und wenig frisch. Was letztlich auch daran liegt, dass die Serie 1986 entstand und der Anime-Boom erst um diese Zeit richtig begann.

Auf der anderen Seite muss man der ganzen Welt, in der die plastisch ausgearbeiteten Figuren agieren, eine hohe Originalität und stimmungsvolle Dichte zugestehen. Die unterschiedlichen Handlungsverläufe verlieren sich nicht und wir erhalten tatsächlich unterhaltende Kost geboten.
„Saint Seiya ist einer der erfolgreichsten Animes aller Zeiten in Frankreich, Spanien und Südamerika.“ – so schreibt es polyband in den Presse-Materialien. Man sollte noch wissen, dass es scheinbar unterschiedliche Schnitt-Fassungen von „Saint Seiya“ mit teilersetzten Dialogen gibt. Ein Vergleich können wir mangels detaillierten Angaben und Kenntnissen leider nicht bieten.

[Technik]
„Saint Seiya“ kann technisch natürlich nicht mit den aktuellen Filmen mithalten. Bei Beäugung der visuellen Darbietungs-Qualität im 4:3-Format muss zwangsweise das hohe Alter Berücksichtigung finden, was den Aufschlag der Bewertungsnote ein wenig abfedert. Denn so richtig gut ist das hier ganz und gar nicht, was uns auf der Mattscheibe heimsucht. Es fehlt an allen Ecken und Kanten am notwendigen Schliff und der Transfer erweckt stellenweise den Eindruck, als würde das Bild von damals zum Einsatz kommen. Man konnte wohl nicht mit der gewünschten Vorlage arbeiten und musste sich mit einem qualitativ bereits angegriffenen Bild abfinden. Die Folgen sind eine ungenügende Bildschärfe, hier und dort verschwommene Farbübergänge und insgesamt bescheidene Detailvielfalt. Kompressionsartefakte und Störungen wie Verunreinigungen bleiben nicht aus.

Der Sound der tapferen Anime-Helden ertönt in den Sprachen Deutsch und Japanisch aus den Lautsprechern. Optionale Untertitel können in deutschen Lettern eingeblendet werden. Beide Tonspuren warten im Dolby Digital 2.0-Gewand auf und locken aus heutiger Sicht keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Die Sprachausgabe ertönt verständlich und es gibt immer wieder einiges an Action, die durch den Sound an Dynamik gewinnt. Die Surround-Eigenschaften sind dabei praktisch nicht vorhanden und immer wieder spielt sich die Musik als einiger Statthalter gelungener Sound-Qualität angenehm auf.

[Fazit]
polyband schafft hier keine besonders erwähnenswerte DVD-Erscheinung. „Saint Seiya – Die Krieger des Zodiac“ mag Fans und Freunden der leichten Anime-Unterhaltung gefallen, kann technisch jedoch nicht überzeugen. Immer wieder stören wir uns bei der Ansicht ein wenig an unerfüllten Erwartungen. Der Titel erscheint auf einer einseitigen Single-Layer-Disc (DVD Typ 9) und bietet eine Laufzeit von rasch verrinnenden 45 Minuten. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren. Nennenswerte Bonusmaterialien hat die Disc leider nicht im Gepäck. „Saint Seiya“ bereitet somit nicht gerade einen gelungenen Auftakt zur DVD-Sammlung der weiteren Abenteuer. Am 26. September erschient die DVD im schlichten und sehr einfachen Amaray-Case im Handel.

Andre Schnack, 10.11.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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