Schnee-Eulen: Schwingen über der Arktis

Dokumentation
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[Einleitung]
Vom Leben hübscher und eleganter Raubvögel und deren Alltag berichtet die Terra Mater-Sendung „Schnee-Eulen: Schwingen über der Arktis“ aus dem Angebot von polyband. Um was handelt es sich dabei genau und mit welchen Inhalten bekommen wir es hier zu tun? Zweifelsohne handelt es sich um eine dieser Sendungen, die sich mit Fauna und Flora oder zumindest mit einem von beidem befassen. An einem Stück und in einem Teil präsentieren uns Matt Hamilton und Fergus Beeley mit Sprecher Otto Clemens einen informativen, natürlichen Spaß, den wir uns genauer ansahen.

[Inhalt]
Der Film zeichnet ein intimes Portrait einer Schnee-Eulen-Familie und ihren ewigen Kampf um Nahrung, bis sich die Jungvögel erstmals erfolgreich in die Lüfte erheben.

Im hohen Norden sind Überlebenskünstler gefragt. Denn wer sich hier behaupten will, muss extreme Bedingungen ertragen können. Eine der wenigen Spezies, der dies gelingt, sind die Schnee-Eulen. Sie gehören zu den Ausnahmeerscheinungen, die rund ums Jahr in der unwirtlichen, eisigen Arktis überleben können. Futtersuche, Fangtaktik, Flugtechnik – in der Arktis Beute zu schlagen, heißt ein perfekter Jäger sein.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Wir haben viele Tiere zu Hause. Zur Freude der Kinder sind auch zwei Hunde mit dabei, die sehr geschätzt werden. Ich muss selbst über mich feststellen, dass ich diese beiden Geschöpfe sehr liebe und mich unheimlich an sie gewöhnt habe. Doch was diese beiden Tiere an Anpassungsfähigkeiten uns gegenüber an den Tag legen, ist fast unvorstellbar. Denn wir sehen anders aus, riechen anders, verhalten uns anders – trotzdem leben sie mit uns -allem Anschein nach glücklich- zusammen.

Darum geht es hier nicht, doch sollen die vorgenannten Sätze zeigen, wie wichtig Tiere auch dann sind, wenn wir sie nur auf der Mattscheibe sehen und wahrnehmen. Denn andernfalls würden wir sie gar nicht mehr bemerken und dann wären sie uns schlussendlich vollends gleichgültig. Mit dem Label Terra Mater geht polyband einen neuen Weg, ich wünsche dabei alles nur erdenklich gute. Warum? Ganz einfach: ich bin der Meinung, dass diese Gesellschaft mit diesem Handeln ein Konzept an den Tag legt, welches die Vereinbarkeit zwischen Wissensvermittlung und Aufklärung sowie der kapitalistischen Gewinnerzielungsabsicht darstellt.

Kommen wir zu den Hauptpersonen dieser leider recht kurz bemessenen Sendung: die Eulen. Genauer genommen geht es hier vor allem um jene, die in den weißen und scheinbar endlosen Weiten der Nordkappe hausen. Nahezu lautlose Flugexperten mit ausgeprägten Sinnesorganen, mit denen sie wahnsinnige Leistungen erbringen können. Dabei bedenke man die Gefilde, in denen dieser Dokumentarfilm seinen Ablauf nimmt. Unwirtlicher kann es kaum sein, als dort oben in eisiger Kälte, in der Schnee-Eulen ihre Nachfahren auf die Welt setzen. Toll gemacht und unterhaltsam sowie sehr interessant.

[Technik]
Die schneevertriebenen Weiten der arktischen Gefilde sind optisch ansprechend im 16:9-Format 1.77:1 auf dem Datenträger abgelegt. Mit seinen Aufnahmen ist der Transfer an und für sich bereits herausfordernd, schließlich geht es überwiegend um die Darstellung von Landschaften, die sich nahezu ausschließlich über Weiß-Töne definieren. So kommt es auf die Eigenschaft an, auch bei praktisch stufenlosen Übergängen ausreichend Konturen und Details abzubilden. Weitgehend gelingt dies ganz gut und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Rauschen oder andere Verunreinigungen sowie Probleme bei der Kompression treten nicht auf.

Sprache und Wissen vermittelt sich hier via Dolby Digital 2.0-Ton, wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch oder Englisch. Richtig viel akustische Finessen sind hier nicht zu erwarten, immerhin handelt es sich um einen Dokumentarfilm, der auch noch in einem Bereich der Welt spielt, der ohnehin nicht sonderlich viel Ton aufzuweisen hat. Machen wir die Qualität also an dem fest, was wir zu hören bekommen. Viel ist das nicht, so dass die Sprachausgabe sehr an Gewicht gewinnt. „Schnee-Eulen: Schwingen über der Arktis“ konzentriert sich voll und ganz auf die klare Wiedergabe der Informationen, Fehler bleiben dabei aus.

[Fazit]
Das Label Terra Mater und der Vertrieb von polyband bringen hier eine rund 53 Minuten kurze Fachsendung auf den Markt, die nicht nur bei Biologen und vor allem Ornithologen Anklang finden wird. Alle, denen die Greifvögel mit den großen Augen gefallen, haben hier etwas zu sehen und werden mit einigen tollen Aufnahmen belohnt. Inhaltlich gewinnt die einseitige und zweischichtige DVD (Typ 9) an Attraktivität, in Sachen Umfang jedoch enttäuscht sie. Mehr als die knappe Stunde Laufzeit gibt es schlichtweg nicht. Mit dem Erscheinungstermin 27. September ist die Disc aus heutiger Sicht zu einem Preis von rund 13,- Euro im Handel erhältlich. Info-Programm gemäß §14 JuSchG.

André Schnack, 21.10.2013

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆