Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch

Comedy/Drama
Comedy/Drama

[Einleitung]
„Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch“ bringt uns Kevin Spacey in einer vielleicht erst ungewöhnlich anmutenden Rolle als Erfinder, und als Versager bei der Aufgabe ein Familienmensch zu sein. Regisseur Trent Cooper schuf 2010 diese US-amerikanische Comedy mit Camilla Belle, Heather Graham, Virginia Madsen, John Stamos, Michael Rosenbaum in den führenden Rollen. Jonathan D. Krane und Trent Cooper schrieben das Drehbuch zum Film. Concorde Home Entertainment bringt uns nun diese Heimkino-Veröffentlichung und ich machte mir ein genaueres Bild des Titels „Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch“.

[Inhalt]
Aus zwei nützlichen Dingen ein unschlagbares Produkt zu kreieren, war immer Motto und Erfolgsrezept von Selfmademan Robert Axle. Mit eigener Home-Shopping-Show und skurrilen Einfällen brachte er es zu einem Vermögen, bis sich ein paar Kunden zu viel an seiner Bauchweg-Fernbedienung die Finger zerquetschten. Resultat: Geld weg, Frau weg, acht Jahre Knast.

Wieder in Freiheit ist ihm klar, dass ihm nur eines helfen kann: eine durchschlagende Erfindung. Bis dahin muss er notgedrungen bei seiner wenig begeisterten Tochter Claire in der WG wohnen, mit deren verrückten Mitbewohnerinnen klarkommen und alle davon überzeugen, dass in ihm noch die Genialität früherer Tage steckt.
(Quelle: Concorde Home Entertainment)

[Kommentar]
„Oha“ – dachte ich nach den ersten zwei bis drei Minuten – „das kann etwas werden“. Erst erschien mir das alles sehr überzogen und sogar etwas humorvoll verarbeitet, sozusagen. „Selfmade-Dad“ ist nicht zum Schreien komisch, hat jedoch diese optimistische, humorvolle und auch liebenswerte Grundnote. Da stört man sich auch nur anfänglich daran, dass die Hauptfigur kein großer Sympathieträger ist. Und doch gewinnt die Comedy durch Charme, den gelungenen, vor allem aber sympathischen Darstellern und der liebenswert erzählten und gute Werte propagierenden Geschichte.

Denn so sollte doch stets die Geschichte den ausschlaggebenden Faktor darstellen. Nett und für jeden verträglich verpackt macht das Tempo genug her, und auch der Aufbau und Verlauf sind in Ordnung, hauen jedoch auch niemanden vom Hocker. Alles wirkt ausreichend stimmig, jedoch nicht immer sehr intensiv. Doch war es schon sehr lustig Kevin Spacey als Obdachlosen zu sehen, oder andere witzige Situationen. Alles in allem ist das seichter, angenehmer und unterhaltsamer Zeitvertreib. Zahllose Beispiele demonstrieren auf recht humorvolle Art und Weise, dass sich der Mensch zu einem besseren entwickeln kann – wenn er denn will.

[Technik]
Wenn Bilder gut ausschauen, dann macht der Film doch gleich viel mehr Spaß. Hier sehen die Bilder allesamt durch die Bank gut aus. Der Kontrast ist hoch und es entstehen recht lebhafte Aufnahmen vor dem Auge. Der Umfang von Plastizität und Dynamik begeistert ausreichend und der Detailgrad ist für Standard Definition in Ordnung, genau wie die Konturenzeichnung. Fehler oder Verunreinigungen oder Störungen konnte ich nicht wahrnehmen, die Bildruhe sorgt stattdessen für Gefallen. „Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch“ besticht nicht durch die filigransten und detailliertesten Aufnahmen, doch steht seinen Mann.

Was visuelle der 2.40:1-Transfer leistet, darum kümmert sich akustisch ein Mehrkanaltonformat. Letztgenanntes steht in der deutschen Synchronfassung in den Formaten Dolby Digital 2.0 sowie 5.1 und DTS 5.1 parat, der englischsprachige Originalton hingegen erfolgt ausschließlich mittels Dolby Digital 5.1-Verfahren. „Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch“ zeigt sich weniger überraschend auf die Lautsprecher-Front ausgerichtet. Neben den klaren Unterhaltungen sind es die Hintergrundgeräusche und die Musik, die hier den Ton machen. Alles erklingt solide, fehlerfrei und ausreichend weit.

[Fazit]
„Selfmate-Dad – Not macht erfinderisch“ erfreute sich auf der IMDb nicht allzu hoher Beliebtheit. Wie schade. Mir gefiel der Film gut, er erinnerte mich an „Joe Jedermann“. 89 Minuten, die lustig gestaltet sind und sich nur selten sehr ernst nehmen. Neben diesem – im übrigen ab 6 Jahren freigegebenen – Inhalt präsentiert der einseitige und zweischichtige DVD (Typ 9) Datenträger noch ein paar Zusatzmaterialien. Darunter ein Making-of, Outtakes, Clips, eine Bildergalerie und obligatorische Trailer. Erhältlich im Handel seit dem 25. August zu einem Preis von rund 10,- Euro.

Andre Schnack, 19.09.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆